Fleury-Art Blogsammlungen, Intern, nur für Mitarbeier von Fleury-Art

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Hochwertige lbilder auf Leinwand
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26. März 2010

10 Jahre Künstlerstammtisch Weida

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Zum Jubiläum zehn Jahre Künstlerstammtisch auf der Osterburg Weida wird es in der Alten Galerie eine Ausstellung der Stammtischmitglieder geben. Der Maler und Grafiker Horst Sakulowski, hier mit einem Katzenbild seines Kollegen Ralf Ebersbach, bereitet die Schau vor, die am Freitag (26. März) eröffnet wird.

Morgen feiert der Künstlerstammtisch auf der Osterburg [...]

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25. März 2010

ArtQuerfeld Basel – 5 Jahre Brotloskunsthappening.ch

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Internationale Kunstausstellung zum Thema:
AQUA – WASSER – L`EAU – WATER
vom 26. – 28. MÄRZ 2010, Querfeldhalle, Dornacherstrasse 192, CH-Basel
VERNISSAGE: FREITAG, 26. MÄRZ 19.00 – 03.00 Uhr  Die Nacht der Künste!
35 internationale Künstler zeigen Ihnen: Gemälde, Fotografien, Skulpturen, Installationen und Film.
Ihre Werke zeigen Schönheit, Kraft, Formenvielfalt, Lieblichkeit, und Klang des Wassers, weisen aber auch auf die [...]

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Die Gallerie Davide Di Maggio präsentiert: Andrea Santarlasci

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Die Gallerie Davide Di Maggio präsentiert vom 8.April bis 20. Mai 2010 die Einzelausstellung von
Andrea Santarlasci
“Le Direzioni Inverse del Tempo”
Eröffnung: Donnerstag 8.April 2010, 18:30h Viale Monza 10, I-20127 Milano

Le Direzioni inverse del tempo, stampa digitale/digital print, 2010
Die Gallerie Davide Di Maggio zeigt vom 8. April bis zum 20. Mai 2010 die Einzelausstellung von Andrea Santarlasci.
Andrea [...]

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Skulptur und Objekt – 03.04.2010

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Aktuelle Ausstellung in der Kunstmuellerei.com
Skulpturen und Objekte von Charlott Szukalla, Bernd Müller, Max Müller -
Eröffnung des neu gestalteten Skulpturenhofs am 03.04. – 12-18 Uhr
Ausstellung Bildhauer-Zeichnungen von Dietrich Klinge bis Charlott Szukalla – Kettengesägtes -
Farbe – neue Ölbilder von Sonja Zeltner-Müller
die Ausstellung läuft bis Anfang Mai…
Öffnungszeiten immer mi. und sa. von 12-18 Uhr oder nach telefonischer
Vereinbarung [...]

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23. März 2010

Ausstellung Erik Dostmann im Kulturbund Gera

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„LEBEN.  LEBEN? LEBEN!“
Ölbilder von Erik Dostmann, Chemnitz

Dieses Thema wählt der gebürtige Geraer Erik Dostmann für seine Ausstellung vom 9. März bis 22. April 2010 im Kulturbund Gera e. V., Greizer Str. 39. Herr Dostmann zeigt ausschließlich Ölbilder auf Leinwand, deren Motive Facetten des Lebens thematisieren, u. a. Nacht, Erwartungen, Tränen, Bewegung, Ruhe, [...]

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17. März 2010

Neue Ausstellung bei pack of patches

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Die Galerie pack of patches lädt Sie ganz herzlich zur Ausstellungseröffnung am Donnerstag, den 18. 03. 2010 um 20.00 Uhr ein. 
Frisch von der Messe „art KARLSRUHE 2010“ wieder zurück, präsentieren wir in der neuen Ausstellung „machen wir. Teil 6: wilde Ecken“ einige Künstlerbeiträge von der Messe in Karlsruhe, sowie zwei neue, bisher noch nicht in [...]

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12. März 2010

Museum der bildenden Künste Leipzig – Neo Rauch

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Neo Rauch. Begleiter 18. April bis 15. August 2010
Aus Anlaß des 50sten Geburtstages von Neo Rauch vermittelt die Ausstellung erstmals einen Überblick seiner Gemälde aus den Jahren 1993 bis 2010. Die Schwerpunkte bilden dabei aktuelle Arbeiten und Werke aus amerikanischen Privatsammlungen, die bisher noch in keiner europäischen Museumsausstellung präsent waren. Die umfassende Werkschau mit ca. [...]

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10. März 2010

Ausstellung zum 9. Aenne-Biermann-Preis im MAK Gera

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Die besten Arbeiten im Wettbewerb um den 9. Aenne-Biermann-Preis für deutsche Gegenwartsfotografie präsentiert das Geraer Museum für Angewandte Kunst in seiner neuen Sonderausstellung ab 2. März.
Die Ausstellung zum 9. Aenne-Biermann-Preis, die von einem Katalog begleitet wird, ist bis zum 02. Mai im Geraer Museum für Angewandte Kunst zu sehen. Das Haus [...]

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Otto Dix in New York

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Neue Galerie New York präsentiert Werke von Otto Dix mit Leihgaben aus Gera – Hochkarätige Ausstellung wird vom amerikanischen Publikum mit Spannung erwartet – Exposition zeigt vom 11. März bis 30. August insgesamt über 100 Meisterwerke von Dix
Unter dem Titel „Otto Dix“ präsentiert die Neue Galerie New York – Museum for German and Austrian Art [...]

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8. März 2010

In eigener Sache

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Da es über das Ende des letzten Jahres eine ziemlich große Lücke (krankheitsbedingt) in der Zeitlinie von kunstdepesche gab, möchte ich allen Interessierten hiermit die Möglichkeit eröffnen, bestimmte Dinge, wie z.B. Termine, selbst auf dieser Plattform zu veröffentlichen. Dieses Angebot richtet sich in erster Linie an Galeristen, Vereine und Museen. Natürlich prüfe ich sehr gerne [...]

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Kunstverein Plauen – Vogtland e.V.

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Noch bis 17.03.2010 im Malzhaus Plauen zu sehen: Uta Zaumseil & Peter Mell, Malerei & Grafik kunstverein-plauen.net
Schöne Werkschau in angenehmen Ambiente.

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25. Februar 2010

Finissage

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Lisa Stöhr
TAGESWERK
Hochsensible Zeichnung trifft auf farbintensive Malerei

via kunstverein-gera.de
Finissage am 27.02.2010, 19:30, Kunstverein Gera, Markt 8/9

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Neue Ausstellung im Kunstverein Gera

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Ausstellung
Wolfgang Stiller
Matchstickmen und neue Arbeiten Rauminstallation
11. März 2010 – 23.April 2010
Vernissage am 11. März 2010, 19:30 Uhr
Begrüßung: Volker Regel Organisation und Worte zur Ausstellung: Joachim Bauer

Kunstverein Gera e.V. über der Stadtapotheke Markt 8/9, 1.Etage
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24. Februar 2010

Berliner Festspiele: Martin-Gropius-Bau, Frida Kahlo – Retrospektive

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Frida Kahlo – Retrospektive Ausstellung

30. April bis 9. August 2010

VeranstalterBerliner Festspiele. In Zusammenarbeit mit dem Kunstforum Wien / Bank Austria. Mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes. In Kooperation mit dem Instituto Nacional de Bellas Artes (INBA), Mexico D.F. Gefördert durch die Botschaft von Mexiko.Kuratorin Dr. Helga Prignitz-PodaMedienpartner rbb [...]

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13. November 2009

2000 Mal Kunst in Zürich-Oerlikon - SF Tagesschau

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November die «Kunst 09» statt. Zu sehen sind über 2000 Werke. Vertreten sind nicht nur internationale Grössen wie Pablo Picasso oder Sigmar Polke,
Kunst 09″ ab 13.November in Zürichnews.search.ch
KUNST 09 ZÜRICH: 15. Internationale Messe für Gegenwartskunst - 13. bis 16 news aktuell Schweiz (Pressemitteilung)

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9. November 2009

Anders fern sehen mit boesner.tv

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via boesner.tv
Boesner ist als Lieferant von Künstlerbedarf aller art ein Begriff, jedoch stellt die Firma auch eine überaus interessantes Blog ins Web. Besuche bei Künstlern, Vorstellung von und Erläuterungen zu verschiedenen Materialien (natürlich nicht uneigennützig ) sowie einen “DAILYinspiration” runden das Bild dieser Website ab. Ein Besuch lohnt sowohl für den [...]

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Punkt und Linie zu Fläche. KANDINSKY am Bauhaus.

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06.09.2009 – 22.11.2009
Punkt und Linie zu Fläche. KANDINSKY am Bauhaus.
Gemälde, Zeichnungen, Druckgrafik und Bücher
Wassily Kandinsky (1866 –1944) gehört zu den bedeutendsten Künstlern der klassischen Moderne und gilt als einer der wichtigsten und ersten Vertreter der abstrakten Malerei.
zum Bild: Wassily Kandinsky (1866–1944) Kreisen, 1924 Tusche, Aquarell, Bleistift auf Papier Hood [...]

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BAUHAUS CONTEMPORARY ART – ELFI FRÖHLICH & STUDENTS

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Eine Ausstellung ganz besonderer Art möchten wir Ihnen ankündigen und sehr herzlich zur Eröffnung am Donnerstag, den 08.10.2009 um 19.00 Uhr in die Galerie pack of patches einladen! Anlässlich des 90 jährigen Bauhaus-Jubiläums wird die Ausstellung “Bauhaus heute – Kunst und Lehre in Weimar” mit künstlerischen Arbeiten von Professoren sowie deren Studierenden und Absolventen der [...]

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Konzeptionelle Weiterentwicklung der Cologne Fine Art & Antiques

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*Design rundet Cross Over Konzept ab*
* *
*Nach erfolgreichem Relaunch im vergangenen Herbst entwickelt sich die Cologne Fine Art & Antiques (18. bis 22. November 2009) konsequent weiter und integriert erstmals Designaussteller in das Cross Over Konzept der Messe. �Wir greifen das Thema Design in der Tradition der angewandten Kunst auf und zeigen seine [...]

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pack of patches präsentiert sich in Paris

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Die Galerie pack of patches feiert ihren einjährigen Geburtstag in Paris! Mit einem eigenen Konzept präsentiert sie auf der cutlog 2009 19 Künstler aus Asien und Europa. Die erste Ausgabe der cutlog wird vom 22.-25. Oktober 2009 in der Pariser Börse stattfinden. Die Messe versteht sich als Plattform, auf der [...]

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Event: Wave of life – poetical fields

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Wave of life – poetical fields: Iris Caren von Württemberg, Paris.X., Thommie Bayer
via xing.com
Die Ausstellung und Performance findet in der Galerie des Unikom Kunstzentrums Schwäbisch Gmünd statt. Vernissage ist am 8.10, 19.30 Uhr, mit einer Performance von Paris.X. und Iris Caren von Württemberg. Gezeigt werden Bilder, Papierfahneninstallationen, Texte von Iris Caren von Württemberg & Kupferskulpturen [...]

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10 Jahre Kunstverein Gera / Osmar Osten

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Aus Anlass des 10-jährigen Jubiläums der Neugründung des Kunstvereins Gera e.V. wird am
Donnerstag, dem 10.09.2009 um 19:30 Uhr
die Ausstellung “Halt mich mit dem Geldarm fest!” von Osmar Osten eröffnet.
Gezeigt werden Malerei und Objekte aus den Jahren 1991 bis 2008 aus der Sammlung Ulrike & Johannes Schulze, Chemnitz.
Der Künstler ist bei der Vernissage anwesend.

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Georg Baselitz erhält Cologne Fine Art Preis

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*Sonderschau vereint frühe druckgraphische Arbeiten mit einer Auswahl neuer Antiqua-Radierungen und Holzschnitten der „Remix“ Serie*
* *
*Den mit 10.000 Euro dotierten Künstlerpreis der Cologne Fine Art verleihen in diesem Jahr der Bundesverband Deutscher Galerien und Editionen und die Koelnmesse an Georg Baselitz. Der Cologne Fine Art-Preis würdigt innovative Entwicklungen im Bereich der Fotografie und [...]

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Vernissage in Weimar

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Eröffnung der Ausstellung mit Gemälden von Paco Santana.
Freitag, 11. September 19 Uhr

Die zweite Ausstellung in dieser neuen Galerie nach Willi Sitte – intensive Bilder eines Spaniers & ein Ereignis, welches sich der geneigte Kunstliebhaber nicht entgehen lassen sollte.
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BAUHAUS TEAM POSITIONS

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In der Galerie Stadtspeicher Jena präsentieren in der Ausstellung “Bauhaus Team Positions” Absolventen der Bauhaus-Universität Weimar künstlerische Arbeiten, welche Ergebnisse von Zusammenarbeit mit anderen Künstlern sind und Einblick in das Spannungsfeld anhand von vier ausgewählten Künstlerteams bietet. Diese erarbeiten auf unterschiedlichsten Ebenen gemeinsam Positionen innerhalb zeitgenössischer Kunst. Kreative individuelle Kräfte bündeln sich und manifestieren in [...]

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16. März 2009

SpON wieder stramm neoliberal. Teile und herrsche: am 28.03. auf die Strasse!

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Meine Hoffnung, bei SpON habe es “klick” gemacht, erweist sich zusehends als naiv. Diese peinliche Ackermann-Werbebroschüre - als wenn ein Stadtverordneter um 1905 eine Kaiser-Wilhelm-Geburtstagsrede schreibt - hat es in sich.

Es steht fest, dass die Deutsche Bank längst - nur eben indirekt - vom sog. Rettungsschirm, den Ackermann selber mit inaugurierte, profitiert hat: Per HRE und auch per Postbank. Aber Herr Ackermann darf seine offene Lüge, auf keinerlei Staatsgeld abgewiesen zu sein, überall hinausschalmeien. Es steht fest, dass die Warnungen vor einem HRE-Desaster seit über einem Jahr vorlagen und von der Steinbrück/Asmussen-Fraktion im BMfF ignoriert wurden - bis die 5-jahres-Frist geschafft war. Aber Steinbrück geriert sich als Krisenmanager. Es steht fest, dass die HRE schlicht pleite ist - ordnungspolitische Bedenken also nicht ziehen. Aber der Coupon-Schneider Guttenberg mimt mit besorgter Mine den Ordnungspolitiker, als ginge es bei der “Enteignungs”debatte HRE wirklich um, bitte festhalten, “Sozialismus” - und nicht in Wahrheit um eine Enteignung der Steuerzahler. Alle Neoliberalen haben die Steueroasen gefördert wie nichts…und dürfen jetzt so tun, als engagierten sie sich für deren Regulierungen.

Und niemand innerhalb des Medienmainstreams bricht in schallendes Gelächter aus. Kein Lachkrampf, wenn das Deregulierungsduo Asmussen/Steinbrück auf einmal “Regeln müssen her!” ruft. Kein Dauergekicher, wenn der höchstqualifizierte Coupon-Schneider Guttenberg ordnungspolitische Ziseliertheiten ins Spiel bringt. Kein “Dalli-Dalli-Spitze”, wenn Angela Merkel - verantwortlich für den Koalitionsvertrag von 2005, worin die Deregulierung der Finanzmärkte festgeschrieben wurde - über die Auswüchse der Finanzwirtschaft schwadroniert. Und vor allem - ich finde: vor allem! - keine Einwände, wenn die FDP, die das alles noch eine Nummer härter hat haben wollen (Beleg: Enquete-Kommission des Bundestages zur Globalisierung 2002/Minderheitenvotum der FDP) jetzt so tut, als sei sie, da ja ab 1998 nicht in der Regierung, nicht mit verantwortlich. Ganz zu schweigen davon, dass die FDP per schwarz-gelb bis 1998 cross border leasing und ppp - somit: Das Kaputt-Machen der kommunalen Finanzen - gesetzlich sehr wesentlich mit ermöglicht hat. Die FDP sitzt ganz vorne mit im Verantwortungsboot, wenn es um Ursachen für das derzeitige Desaster geht.

Nils Minkmar notierte schon vor Wochen, es sei viel zu ruhig. Die kritische Gegenöffentlichkeit fragt sich wieder und wieder, warum die Neoliberalen ihre Lügen in aller Öffentlichkeit lancieren können und damit auch noch durchkommen.

Eben darum, und ich trommel es seit Monaten: Der Mittelstand hat kein anderes Krisenziel als dies: Selber einigermaßen ohne Blessuren aus der Krise rauskommen.

Teile und hersche. Solange es den Herrschenden gelingt, den Konflikt darauf zu reduzieren, dass sich der untere Teil des mittleren Drittels mit dem oberen Teil des unteren Drittels um Lebens-Chancen zofft, solange werden wir eine innerlich von schwarz-gelb geprägte Gesellschaft haben. Ob schwarz-gelb nun im Herbst die politische Mehrheit ergattert (was ich gar nicht mal groß glaube: Münteferings Trick, ein bißchen links zu blinken, wird ein weiteres Mal funktionieren!), oder nicht. Zur Not werden charakterlich verkommene “Sozial”demokraten en masse bereitstehen.

So oder so: Selbst 1929 ff führte nirgends zu einer nahhaltig erfolgreichen linken Veränderung. In der krise wird nicht links gewählt. In der Krise wird der Rohrstock gewählt. Ich sage das seit Ausbruch der Krise, habe es letztlich auch schon Jahre vorher gesagt: Freunde, Ihr lieben Linken! Wenn Ihr glaubt, jetzt sei Eure Stunde gekommen…vergesst es!

Es gibt nur zwei Möglichkeiten: entweder gibt es derzeit - wie 1789 gegen das ancien regime - die Finalrevolution. Das würde aber blutige Jahre bedeuten, und Euer Erfolg wäre mitnichten verbürgt, im Gegenteil (lest mal Soboul!). Denn das ancien regime hat einen blutigen, über Jahrhunderte dauernden Anbwehrkampf geleistet - und wenn ich mir Eure Adeligen-Besoffenheit bis heute anschaue, frage ich mich, ob der Adel eigentlich wirklich verloren hat. Oder es gibt - wie unter Thomas Müntzer oder auch Theodor Haecker - eine zu frühe Revolte. Was das bedeutet muss ich Euch nicht sagen, oder? So oder so: Derzeit ist der Mittelstand noch zu sehr auf Wahrung seiner Privilegien fixiert. Er wird die wählen, die ihm den Sauerbraten zugestehen, damit man selber die Edelschampus-Party in St. Tropez feiern kann. So geht “teile und herrsche” nunmal.

Ich bin ja kein Linker, obwohl mich alle Welt dafür hält. Es geht für mich nicht um Marx. Es geht aber um Fairness. Was derzeit abgeht - Abermilliarden Steuergelder für die, deren Gewinne längst realisiert sind - hat mit Fairness nichts mehr zu tun. Ich kann das nur noch als kriminelles Verhalten beschreiben.

Wir sollten am 28.03. auf die Strasse.

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SpON wieder zuhaus, der schmierige Guttenberg und mein Taufbesteck

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Vorderhand ist SpON wieder zuhaus: Die Expertise einer Investmentgesellschaft wird uns als Beruhigungspille angedient. Sogar mir als Laien fallen einige Dinge auf: Dass man sich zumindest in den USA dieses mal nicht durch die Krise hoovern will, ist richtig beobachtet. Was dieser Unterschied bedeutet, wissen wir noch nicht, da man die Kosten für das (richtige!) deficit spending nicht bei denen eintreibt, die es in den letzten Jahrzehnten fett reibe zugesteckt bekommen haben. Die Kosten für den neoliberalen Wahn werden also dem normalen Steuerzahler aufgebürdet, während man die Nutznießer unangetastet läßt. Zugleich ergeht man sich in heuchlerischer Camouflage über die “Zukunft unserer Kinder” (was ist eigentlich mit deren Gegenwart?) und möchte eine Schuldenbremse installieren, die nach Lage der Dinge ja nur bedeuten kann, soziale Leistungen zu kürzen.

Besonders funny:Nach Meinung Schleichers ist nicht zu erwarten, dass sich Kursverluste von bis zu 90 Prozent wiederholen. Auch wenn die Analyse aufzeigt, dass die Aktienmärkte seit gut eineinhalb Jahren - die Gegenmaßnahmen von Politik und Notenbanken hin oder her - fast genauso abstürzen wie vor 80 Jahren. Und mal ganz abgesehen davon, dass man Aktienkurse nicht überbewerten sollte - es sieht derzeit also sehr wohl nach deutlichen Parallellen aus…

Anyway: Sie werden damit durchkommen, solange es ihnen gelingt, das mittlere Drittel dieser Gesellschaft halbwegs bei der Stange zu halten.

Symbol der Krise wurde mir in den letzten Wochen der schmierige Herr Guttenberg. Dieser tolldreiste Adeligen-Hallotrie - bis dato lebte er u.a. als Coupon-Schneider, was einen in neoliberalen Zeiten tatsächlich zum Wirtschaftsminister qualifiziert - ergeht sich in einer unerträglich verlogenen Art als ordnungspolitischer Mahner und warnt allen Ernstes vor Enteignungen. Als ginge es bei der Frage, ob die Anteilseigner einer selbstverschuldet insolventen Bank, die aus übergeordneten Gründen vom Steuerzahler flott gehalten wird, nach Entschädigung auch formal zu enteignen sind, darum, den Häusle-Bauer vor Enteignung zu bewahren. Und das Schlimme: Der bürgerliche Mittelstand, der der HRE ja eine Bordrunde nach der anderen schmeißt, nimmt ihm diese Heuchelei auch noch ab! So tief verankert ist der Eigentumsbegriff im Mittelstand, dass der nicht einmal merkt, wie massiv auch er selber hier verhöhnt und veralbert wird. Mich erinnert diese Enteignungs-Schmiere rund um die HRE an Klaus Staecks brillantes Plakat von den Tessiner Villen, die die SPD den deutschen Arbeitern wegnehmen wolle… Eine persönliche Erinnerung: Mit 10, 11 Jahren hörte ich zum ersten Mal etwas über Kommunismus. Die Kommunisten, so lernte ich - bezeichnender Weise im Religionsunterricht! -, wollten das Eigentum abschaffen. “Wie mies”, dachte ich, “die wollen mir mein silbernes Taufbesteck wegnehmen”…auf diesem Niveau bewegt sich die Enteignungs-Debatte rund um die HRE.

Noch einmal: Dort kann nichts mehr enteignet werden, denn die Bank ist pleite. Dass dieser insolvente Saftladen aus übergeordneten Gründen - über die müsste man gesondert diskutieren - vom Steuerzahler am Laufen gehalten wird, hat mit Flowers Eigentumsrechten nichts mehr zu tun. Hier jetzt noch auf Eigentumsrechte pochen, aber nicht bereit sein, selber Kapital nachzuschießen, im klaren Wissen um die besondere Lage, erfüllt vielleicht sogar strafrechtlich den Tatbestand der Erpressung zum Schaden der Steuerzahler. (Moralisch ist das Erpressung und weiter gar nichts.) Auch über Insolvenzverschleppung ließe sich nachdenken. Denn: Die HRE ist pleite. Punkt. Nach normalen Maßstäben wäre der Gang zum Insolvenzrichter fällig. Punkt. Diesen Gang nicht antreten ist zunächst einmal völlig undiskutierbar eine Straftat. Punkt. Diese normalen Maßstäbe werden jetzt aus übergeordneten volkwirtschaftlichen Gründen aufgehoben. Okay, darüber kann man reden! Dann aber nach nunmehr doch wieder normalen Maßstäben (die Maßstäbe ändern sich offenbar, wie es grade paßet und schmecket) Eigentumsrechte reklamieren ist nicht einmal mehr juristisch angängig! Es existiert kein Eigentum mehr. Das Kapital ist verbrannt. Dass die HRE aus übergeordneten volkswirtschaftlichen Gründen vom Steuerzahler flott gehalten wird geht Flowers überhaupt nichts mehr an.

Ich halte Guttenberg für einen Lügner. Es muss davon ausgegangen werden, dass dieser shareholder seine Kumpane aus der Finanzwirtschaft schützt. Denn dass ihm die Tatbestände rund um die HRE nicht klar sind, kann ihm beim besten Willen nicht mehr abgenommen werden. Flowers wird hier nicht enteignet. Enteignet wird hier allein der Steuerzahler - und zwar in einem monströsen Ausmaß. Aber über die Eigentumsrechte des Fiskus und der Steuerzahler will diese personifizierte ordnungspolitische Besorgtheit natürlich nicht reden…

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Über den Roman

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Dieses Nachtstudio hat mir gefallen. Natürlich hatten wir es mit drei vier Gockeln - mindestens so eitel wie ich - zu tun, und mit einer bildhübscher Bestseller-Autorin, die auf ihre Art auch wußte, wo Barthel den Sympathie-Most holt. Aber sie hatten alle was zu sagen!

Es stimmt. Der Roman erlaubt mir, eine eigene Welt zu erschaffen. Romaciers leiden sozusagen an Allmachtsphantasien, es ist ihre Berufskrankheit…Ihre Welt halten sie für wichtig. Anders kann man einen Roman auch nicht schreiben.

Und was, ich glaube von Düffel, gesagt hat, stimmt auch: Romanschreiben ist rauschhaftes Schreiben?

Aber ja doch.

Zu 1 %.

99 % sind brutale Arbeit.

Bäh, diese Figur ist jetzt aber mies motiviert - nee, diese Metapher geht ja gar nicht - ach geh!, diesen Handlungsstrang (10 Seiten, 2 Wochen Arbeit) kannste inne Tonne treten! - so eine Scheisse, ich muss das Kapitel nochmal neu anfangen, die Einführung der neuen Figur ist ja gar nicht plausibel - öde, öde, was ich gestern für großartig hielt, ist schlimmster Edelkitsch - Nicht Esche sondern Eibe, in einem ansatzweise versumpften Gebiet? (Oder umgekehrt…) - wann war noch gleich die Umstellung des Telefontarifs? 2006? Wo geht die Schlüterstrasse ab? Schnell noch mal nachschlagen (wo ist der scheiss-Stadtplan) - eine Sonderkommission hat wieviel Mitglieder, was tun die, wer führt die? Kripobeamtin anschreiben, in diversen Kriminalistik-Büchern nachschlagen…

Und bitte nicht die Egomanie des Autors vergessen. Zum Beispiel, mehr oder weniger fiktiv (eher weniger): Ich wollte über den Sommer 07 schreiben, die vibrierende Stimmung vor Ausbruch eines Vulkans, und jetzt - Lehman Brothers - ist der Vulkan ausgebrochen, bevor der Roman fertig und publiziert ist, so ein Mist aber auch…

Fiese Maloche.

Romanschreiben ist herrlich!

Vielleicht sehen Sie demnächst einen in den Bestseller-Listen, vieleicht verscheuere ich ihn über book-on-demand. So oder so, ich schreibe gerade am Finale…

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Neu in der Blogroll

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ist der Politplatschquatsch, bei dessen Lektüre ich zum Teil schallend gelacht habe. Sehr empfehlenswert!

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14. März 2009

Queens Post 1

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Everybody knows that Manhattan is the center of the design universe. And Brooklyn is where all the up-and-comers with their hot new ideas hang out. But what about Queens? I decided to have some adventures close to home in the largest borough of New York, where I’ve lived with my husband for four years. Queens [...]

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d*s guest blog around the world and back

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it’s been such a pleasure to have sara jensen from lost bird found on the d*s guest blog this week. she’s given us great peeks into the world of croatian, lithuanian, mexican, and indian designers and today she’s bringing it back home- well, her home anyway- queens, new york. i know i don’t spend as [...]

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in the kitchen with: teri lyn fisher

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This week photographer Teri Lyn Fisher shares with us her childhood sweetheart- a recipe for Heavenly Potatoes. If you are carbo-phobic, lactose intolerant, or particular about onion or garlic, this isn’t for you. For those of you who love these ingredients, like a little crispy and a little soft- you’ve got something to try this [...]

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under $100: pets!

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today d*s is going to the dogs…and cats…and birds. when i opened up the call for under $100 topics last week dozens of you emailed and requested a pet roundup so i thought i’d focus my first weekly under $100 column on pets! i’ve always felt that pet roundups skew unfairly towards dogs so i’ve [...]

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catherine gontier

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i’m loving these wire sculptures from french designer catherine gontier. the way she plays with emptiness, line and light is so nice that it makes me want to clear off my walls and decorate them with just a few key pieces from catherine’s collection. sadly catherine doesn’t have a site as far as i can [...]

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peter waltz + thomas forsyth

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this wall fixture from designer peter waltz puts a whole new spin on the idea of leaving the light on at home. i love the shadows this light casts, and the way it reminds me of the little tiny town in beetlejuice. in a good way. i want to stack a whole bunch of these [...]

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Byron

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Hab hier in Barmbek ein Antiquariat aufgetrieben, dessen Geschäftskonzept mich überzeugt. Bücher kosten dort 1 Euro, Ende. Ein zerfleddertes Reclam-Heft? Ein Euro! Ein Riesenatlas? 1 Euro! Eine vier-bändige, 100 Jahre alte, gut erhaltene Byron-Ausgabe? 4 x 1 Euro, Ende. Und natürlich habe ich mir den Byron zugelegt - zur Fassungslosigkeit meiner Liebsten, nicht der lächerlichen 4 Euro wegen, sondern deswegen, weil uns eigentlich der Platz fehlt.

Hier einige meiner Lieblingsstanzen aus Byrons Don Juan, der Beginn des Cantos IV:

I
Nothing so difficult as a beginning
In poesy, unless perhaps the end;
For oftentimes when Pegasus seems winning
The race, he sprains a wing, and down we tend,
Like Lucifer when hurl’d from heaven for sinning;
Our sin the same, and hard as his to mend,
Being pride, which leads the mind to soar too far,
Till our own weakness shows us what we are.

II
But Time, which brings all beings to their level,
And sharp Adversity, will teach at last
Man, — and, as we would hope, — perhaps the devil,
That neither of their intellects are vast:
While youth’s hot wishes in our red veins revel,
We know not this — the blood flows on too fast;
But as the torrent widens towards the ocean,
We ponder deeply on each past emotion.

III
As boy, I thought myself a clever fellow,
And wish’d that others held the same opinion;
They took it up when my days grew more mellow,
And other minds acknowledged my dominion:
Now my sere fancy “falls into the yellow
Leaf,” and Imagination droops her pinion,
And the sad truth which hovers o’er my desk
Turns what was once romantic to burlesque.

In Schäffers sehr brauchbarer Übersetzung (Byrons Werke, Bibliographisches Institut Leipzig & Wien, o.J. - ca 1900, Band 3, p.1):

1
Wohl nichts ist in der Poesie so schwer
Als wie der Anfang - nur vielleicht das Ende;
Denn oft stürmt Pegasus zu stolz einher
Und stürzt zu Boden dann mit lahmer Lende,
Wie aus dem Himmel einst fiel Luzifer.
Sei´s, daß der Stolz auch uns wie ihn verblende,
Genug, wenn wir zu hoch im Geiste steigen,
Wird bald ein Sturz uns unsre Schwäche zeigen.

2
Die Zeit, die alles bringt ins rechte Gleise,
Und Unglück lehr´n die Menschen doch zuletzt -
Sogar den Teufel auch möglicherweise -,
Daß ihr Verstand sich häufig überschätzt.
Treibt noch der Jugend Blut zu rasche Kreise,
So werden wir in Täuschungen versetzt;
Doch wie der Strom zum Meer hin sich verbreitert,
Wird unsre Einsicht durch die Zeit erweitert.

3
Als Knabe hielt ich mich für sehr gescheit
Und wollte gern dafür bei andern gelten;
Dann rühmten andre mich in spätrer Zeit,
Indem sie meinem Geist sich unterstellten;
Jetzt welkt dahin des Sinnes Freudigkeit,
Die Phantasie schwingt sich empor nur selten,
Die trübe Wahrheit stellt dafür sich ein,
Und läßt burlesk mich statt romantisch sein.

Gildemeisters Übersetzung von 1877 notiert:

Nichts schwieriger als richtig zu beginnen
In unsrer Kunst, es sei denn, recht zu schließen:
Der Pegasus will just das Ziel gewinnen,
Da lahmt sein Flügel, und die Reiter schießen,
Wie Satan einst, bergab von Himmelszinnen;
In einem Punkt sind wir und er Complicen,
Im Stolz: wir segeln los mit vollem Wind,
Bis unsre Schwäch’ uns darthut, was wir sind.

2.

Die Zeit bringt Jedermann auf sein Niveau,
Und scharfe Not lehrt jedes Menschenkind
(Und hoffentlich den Teufel ebenso,)
Daß unsre Geister nicht so riesig sind.
So lang die Glut der Jugend brennt wie Stroh,
Weiß man das nicht, das Blut fließt zu geschwind:
Doch, wie der Bergstrom langsam schleicht ins Weltmeer,
So wird man ernst, und kein Gebraus gefällt mehr.

3.

Als Knabe hielt ich mich für recht gescheit
Und wünschte, Andre theilten meinen Glauben;
Sie thaten’s auch in meiner reifren Zeit,
Und meine Herrschaft war mir nicht zu rauben;
Nun aber kömmt der Herbst im gelben Kleid,
Die Flügel meiner Phantasie verstauben,
Die trübe Wahrheit hockt an meinem Tische
Und macht burlesk das vormals Schwärmerische.

Der Byronsche Held in Reinkultur: Ein cynischer Romantiker. In der Tat hat Byron, noch vor Heine (der ihn zeitlebens bewunderte), die allzu weltflüchtige Romantik mit Cynismus geerdet - was die bildungsprivilegierten Schichten ironischerweise nicht davon abhielt, ihn gerade deswegen romantisch anzuschwärmen. Die Attraktivität byronscher Helden hat vermutlich bis heute nichts eingebüßt: Romantiker mit Hang zur Gosse, also zur Selbstironie - feiner gehts ja eigentlich nicht…

Beide Übersetzer sind mit dem leicht abgewandelten Shakespeare-Zitat in der 3ten Stanze nicht ganz klargekommen. “My way of live is fall´n into the sear, the yellow leaf” (V, 3, 22-23) sagt Macbeath dort, also etwa: Sein Leben fiel ins Dürre, ins verwelkte Laub. Ich wüsste derzeit aber auch nicht wie man das besser hinbekommen soll… Vielleicht so:

Als Junge sah ich mich als clevren Bengel,
und wünschte, andre schätzten mich so ein.
Bejaht, als reifer ich im Zeit-Gedrängel:
Die Andren sahn mein überlegnes Sein.
Mein Glühn ist fad, es fällt ins welk Gestängel,
die Phantasie zieht ihre Flügel ein.
Die schlimme Nachricht kommt mir auf den Pult:
Burleske jetzt, was mal Romantik-Huld.
(grobe Übersetzung auf die Schnelle)

Ich denke, meine ist nicht besser als die von Gildemeister oder Schäffer, auch nicht schlechter. Bei langen Verserzählungen wird man entweder Jahrzehnte investieren müssen (und natürlich auch finanzieren resp. finanziert bekommen!), oder man muss eben hie und da auch mal mit herbeipoetasterten Irgendwie-Übersetzungen zufrieden sein, sofern man Reim und Metrum einigermaßen wahren will. Die Alternative - die letztlich bevorzugt werden sollte - lautete Interlinear-Übersetzung. Nun gut…

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“Der Postmoderne den Hintern zeigen”

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SpON erklärt wieder mal die Welt. Die Postmoderne sei gestern gewesen. Und was kommt jetzt? Postmoderne als Ausdruck einer teilweisen Überforderung mit der Welt, wird abgelöst von einer universalistischen und auch politischen neuen Tatkraft. “Postmodernismus ist immer Reaktion auf die Veränderungen in der Welt,” erklärt Lizzie Carey-Thomas. “Altermodernismus ist die Rückkehr zur Aktivität.”

Es weht ein Geist von “Yes we can” durch die hohen Hallen des Tate-Museums. Die neue Tatkraft. “Yes we can”. Ich fürchte, dass die Hanseln das Ernst meinen. Das flauschig unverbindliche Raunen der Zeichen und Subsysteme, zusamt dreifach überstürzter Selbstironie per Vieleck-Denke oder so ähnlich, wird jetzt also durch Dynamik und neue Eindeutigkeit ersetzt…um Himmels Willen! Ein klassischer Regen-Traufe-Fall.

Wichtig wäre derzeit ja wohl eher Sachlichkeit, eine nüchterne Bestandsaufnahme. “rauschbereit” (Benn) bin ich selber, dafür habe ich keine neue kulturelle Dynamik nötig, und eine Rehabilitierung von Weihe und Andacht schon gar nicht.

Aber was ist schon von dieser Kunst- und Literatur-Szene zu halten. Eines dürfte der “Altermodernismus” mit seiner Vorläuferin gemein haben: Dass es sich überwiegend bloß um Selbst-Marketing handelt. Mannomannomann. Altermodernismus - ich kichere mich wech…

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weekly wrap up + beauty everyday + biz ladies

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i wanted to end this week with a beautiful photograph from rinne allen, rebecca wood, and kristen bach’s new site, beauty everyday. after only a few posts, i’m madly in love with their collaborative website, dedicated to sharing the “rustic and arresting beauty of the south”. being a southern girl myself, i’m loving the way [...]

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Falsch gestimmte Äolsharfen: Shelleys Mutability

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Mutability
by Percy Bysshe Shelley

We are as clouds that veil the midnight moon;
How restlessly they speed, and gleam, and quiver,
Streaking the darkness radiantly! -yet soon
Night closes round, and they are lost for ever:

Or like forgotten lyres, whose dissonant strings
Give various response to each varying blast,
To whose frail frame no second motion brings
One mood or modulation like the last.

We rest. -A dream has power to poison sleep;
We rise. -One wandering thought pollutes the day;
We feel, conceive or reason, laugh or weep;
Embrace fond woe, or cast our cares away:

It is the same! -For, be it joy or sorrow,
The path of its departure still is free:
Man’s yesterday may ne’er be like his morrow;
Nought may endure but Mutablilty.

siehe hier

Veränderlichkeit

Wir gleichen Wolken: Nacht-Mond ist verhüllt.
Wie ruhelos sie treiben, funkeln, zittern,
Sie streifen Dunkles strahlend, und dann füllt
die Nacht sie aus, und sie sind am Verwittern.

Wie Vergessene Äolsharfen, deren Saiten,
verstimmt, den wechselnden Stürmen Antwort sind.
Denn ihrem zarten Bild bring´n keine zweiten
Stimmen ein Gefühl, das was verbindt´…

Wir ruhn. Ein Traum hat Macht, Schlaf zu vergiften.
Stehn auf. Hirnfetzen trüben dann die Tage.
Wir urteiln, fühlen, weinen, lachen, stiften,
Im Narrenkleid. Auch jagen wir die Plage.

Bleibt sich gleich. Sinds Freuden oder Sorgen,
Ein Ausweg steht uns frei zu jeder Zeit:
das Gestern wird wohl niemals unser Morgen.
Nichts bleibt, bloß dies: Die Veränderlichkeit.

Anstatt zu interpretieren, sage ich einfach mal, wo ich mit meiner Übersetzung nicht zufrieden bin. Wie durch Zufall kommen wir dem Ding damit schon etwas näher. Meine Übersetzung hat, neben anderen, zwei offenkundige Schwächen.

Die erste betrifft Z. 4 - „Verwittern“ geht eigentlich nicht. Shelley schreibt es nicht – das genügte schon als Argument -, und Wolken pflegen sowieso für gewöhnlich eben nicht zu verwittern, sondern sich zu verflüchtigen, ohne Spuren. Ich tat es, sehr unfrei nach Morgenstern, schlicht um des Reimes Willen, wie ich einräumen muss. Wer will, kann das Verwittern von Wolken für eine kühne Metapher halten. Es ist aber keine. Es markiert bloß die Grenzen des jeweiligen Übersetzers.

Definitiv unzufrieden bin ich mit Z. 7-8, obwohl – oder weil – ich um die logisch-semantische Struktur dieser Strophe etwas gekämpft habe. Die „lyres“ Z. 5 sind natürlich Äolsharfen (vergl. auch den Kurzkommentar im Reiman/Fraistat, p. 91). In Shelleys „Defence of poetry“ wird klar, welche zentrale Bedeutung die Metapher der Äolsharfen für sein Verständnis von Poesie hat. Ich zitiere ausgiebig: „Poetry, in a general sense, may be defined to be “the expression of the imagination”: and poetry is connate with the origin of man. Man is an instrument over which a series of external and internal impressions are driven, like the alternations of an ever-changing wind over an Æolian lyre, which move it by their motion to ever-changing melody. But there is a principle within the human being, and perhaps within all sentient beings, which acts otherwise than in the lyre, and produces not melody alone, but harmony, by an internal adjustment of the sounds or motions thus excited to the impressions which excite them. It is as if the lyre could accommodate its chords to the motions of that which strikes them, in a determined proportion of sound; even as the musician can accommodate his voice to the sound of the lyre.“ Das „Whose“ bezieht sich natürlich a) auf die Harfen selber, b) somit indirekt auf das, was sie bewirken, also das Erstellen eins poetischen Verständnisses der Welt. Die Harfen sind verstimmt, ein stimmiges, „harmonisches“ Welt- und Selbstbild ist nicht möglich. Das zuerst angeregte Bild und die Bilder nach ihm können nicht harmonieren, aber nicht, weil die Stürme so wild, auch nicht, weil die Harfen – Plural! - eben selber verstimmt sind. Sondern allein, wenn wir der „Defence of poetry“ folgen wollen, weil das „principle of human being“, welches Harmonie produziert, aus irgend einem Grund nicht funktioniert. Und der Grund dafür wird ja auch ausgesagt: Weil die Äolsharfen „vergessen“ sind. Genau diese Harmonie aber, die durch das Vergessen der Harfen verlustig ging, wird im Gedicht wieder gewonnen. Ich persönlich deute dieses Gedicht somit als implizites oder ansatzweises Bekenntnis zum Ästhetizismus: Shelley macht in ihm inhaltlich klar, warum es keine Harmonie geben kann im Rahmen eines von Zufällen, Absurditäten, Albernheiten geprägten Lebens – und beschwört eben diese Harmonie in actu, indem er ein im Grunde perfektes Gedicht abliefert. Nähme man dieses Gedicht wörtlich: Wir könnten uns die Kugel geben. Es gibt keine Konstanten, sobald wir die Harfen vergessen – und wir alle vergessen sie, ständig, ich auch! - nur den Wechsel. Nichts ist sinnvoll, nichts miteinander verbunden. Wir geben uns aber nicht die Kugel. Wir bewundern vielmehr dieses Gedicht, obwohl oder weil wir wissen, dass es nicht lügt…

Zwei Übersetzungsvarianten zur Dokumentation seien im anhang noch beigegeben:

Wir sind wie Wolken, die den Mond verhülln;
Wie ruhlos treiben sie, und funkeln, scwimmen,
Streifend die Dunkelheit mit Glanz! Doch fülln
Sie bald mit Nach sich, fliehen ganz von hinnen.

Oder vergeßnen Leiern gleich, mit schrillen Saiten,
Die anderm Winde andre Antwort bringen;
Dem Rahmen, brüchig, kann das Wehn des zweiten
Die Töne nicht des ersten leihn zum Singen.

Wir ruhn. Ein Traum kann Schlaf zunichte machen;
Stehn auf. Ein schweifend Denken trübt den Tag;
Wir urteiln, fühlen, hassen, weinen, lachen;
Fallen in Gram, v erjagen schnell die Plag.

Es ist ganz gleich! Spürst Glück Du oder Sorgen,
Ein Weg zur Flucht steht ihnen immer offen:
Des Menschen gestern niemals wird sein Morgen;
Stets kann er nur den Unbestand erhoffen.

(Roland Erb, in : Shelley, Ausgewählte Werke, Leipzig 1985, p.73)

resp hier Strodtmanns Fassung:

Wechsel

Wir gleichen Wolken, die den Mond verhüllen;
Wie blinkend sie in rastlos ziehnder Jagd
Mit streifigem Licht die Dunkelheit erfüllen,
Doch bald auf ewig schwinden in die Nacht!

Dem Saitenspiele auch, verstimmt, verschollen,
Dem jeder Wind entlocket andern Ton,
Und dem beim nächsten Hauche nie entquollen
Derselbe Klang, der eben ihm entflohn.

Wir ruhn - ein Traum kann unsern Schlaf vernichten;
Wir wachen - ein Gedanke trübt den Tag;
Wir fühlen, lachen, weinen, denken, dichten,
In Weh und Jubel bebt des Herzens Schlag:

Es bleibt sich gleich! - Der Freude wie den Sorgen
Ist stets zum Flug die Schwinge ausgespannt;
Des Menschen Gestern gleichet nie dem Morgen,
Und nichts als nur der Wechsel hat Bestand.

(aus dem Englischen von Adolf Strodtmann)

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Queens Post 2

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We’ve seen some of the cultural institutions of Queens - now it’s time to get to the pretty stuff that you can bring home with you.

I love these vanity cases made out of vintage suitcases - they look like funky old spy equipment from the 1960s. They’re made by Queens native Jean Barberis, and you [...]

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13. März 2009

Tauss - Abschluß

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Klar, es ist möglich, dass Tauss seine Neigungen hinter beruflichem Interesse versteckt hat…aber, ganz offen: Ich glaube ihm. Alle Begleitumstände sprechen wirklich eher für eine Recherche als dafür, dass er hier seinen Leidenschaften gefröhnt hat.

Nur ist mit dieser Idiotie seine politische Karriere natürlich vorbei. Für so dumm, seinen politischen Gegnern die Trümpfe freihaus zu zu stecken, hätte ich ihn nicht gehalten… Zum Argument, Tauss habe nicht zu ermitteln, das sei nicht sein Job: Gewiss doch. Recherchieren aber muss er dürfen. Das Problem hierbei: Um zu recherchieren, musste er selber Straftaten begehen - und das ist bei einem Bundestagsabgeordneten so problematisch wie bei einem Polizisten. Recht hat er auch mit seiner Kritik an der Staatsanwaltschaft - nur: Tschä! Durfte ihn das wundern?

Seine Haltung zur Webzensur bleibt selbstredend richtig.

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before & after: liz’s makeovers

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this series of five before & afters comes from the talented liz karney of the shop sticks & bricks in northampton mass. liz keeps a fantastic blog called carpenter ant where she chronicles shop news and furniture makeovers- so i was thrilled to scroll through pages of great projects. what i like most about her [...]

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before & after: mod green pod sofa

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this beautiful before & after belongs to nancy of mod green pod. nancy shared her gorgeous austin home on d*s in 2007, so i was excited to see a little furniture update. nancy worked with lizzie and amanda at spruce austin to update her “junk shop” victorian sofa with mod green pod’s modern aspire print. [...]

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before & after: bedrooms + guestrooms

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right now i’d like to get back in bed and keep sleeping, so i thought i’d kick off before & after day with two lovely bedrooms.

the first belongs to robin and rachel, who decided to upgrade their bedroom with a bold shot of color and pattern. they painted the walls a soft gray (silverlake [...]

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sanna annukka

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i love love love sanna annukka’s prints. they’re a bit out of my price range these days, but it never hurts to dream. i love the little hints of gold in each piece- and the purple. oh, the purple. for some reason i’m obsessed with super girly colors right now- purple, pale pink, soft lavenders. [...]

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before & after: chairloom chair

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molly at chairloom is no newbie when it comes to reupholstering, but i still love to see her projects- and the incredible fabrics she uses. this chair upgrade comes courtesy of a gorgeous modern floral fabric from roberta roller rabbit (i love that name). it looks so clean and fresh. click here to check out [...]

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eye candy + croatia

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for some reason waking up this morning was a bear- so i thought i’d start off the day with three things that make me laugh, smile and think.
first off is the gorgeous textile hanging above by finnish design ritva puotila. i was reading libby anderson’s blog and found this piece and was instantly smitten. so [...]

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Zum Amoklauf

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hat burks alles relevante gesagt. Und nun zu etwas ganz anderem. Amoklauf. Kurz abgehakt. Daddy hat Keller und Tresor voller Knarren. Wozu? Weil er einen an der Klatsche hat? Der Apfel fällt also ganz nah am Stamm.So ist es.

Wie nicht anders zu erwarten, lallt die Öffentlichkeit jetzt wieder über Ego-Shooter und ähnliches. Wir können ja offen über Spiele und das, was sie symbolisieren, reden. Aber da würde ich dann bei “Monopoly” anfangen, wo man bekanntlich den anderen im Rahmen der inszenierten Welt zum “Spaß” in die Pleite treiben, also sozial vernichten muss, um zu gewinnen…

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weeder’s digest: daffodils

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To be frank, they’re a little ridiculous, no? Say the word to yourself over and over again. Daffodil. Daffodil Daffodil. The court jester of flowers, complete with trumpet and collar. And the color, how would one describe it? Limonata, lemoncello, yellow submarine? Papaya-lemon-jellow-whip-chiffonade-sundae? You’re welcome, Benjamin Moore.

Daffodilly. But irresistible in some strange way. The true [...]

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Croatia Post 2

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Since so much of Croatia has been shattered by war, emerging architects have a blank, if bleak canvas to work on. I love the constructions of 3LHD Architects, one of the country’s leading firms. With an experimental, collaborative spirit, their work is modern and stylish while still being lively and warm, with a focus on [...]

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12. März 2009

India Part One

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These fantastic Indian wedding photos are by Karen Wise. I couldn’t resist sharing them here – I’m so in love with the vibrant colors, intricate patterns and amazingly complex rituals of Indian ceremonies.

Holi photo courtesy of Mitun Chakrabarti.
Festival of Colors? Hi. Yes please. Why can’t we have festivals like this here? It seems like there’s [...]

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Münkler über Mythen

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Soeben noch hat Steingart einen Gottesdienst erhofft, schon spricht Münkler über Mythen, die er für notwendig hält, solange wir nicht ins Paradies zurückkehren, da uns der Mythos erzähle, warum wir nicht zurück können. Eine interessante Beobachtung, aber Münklers Erklärung passt nicht zu dem, was er sonst vorträgt. Denn so betrachtet wäre das, was Münkler ansonsten “Mythos” nennt, gar kein Mythos, sondern eher eine kollektive Erzählung, ein gesellschaftliches Grundrauschen, ein kollektives Klischee. Der angebliche “Mythos” vom Wohlstand spricht ja sehr wohl vom verwirklichten Paradies. Mythen sind in meinen Augen ohnedies eher exemplarische Erzählungen über die conditio humana, bei dem, was Münkler als Mythos versteht, würde ich eher von “kollektiven Klischees” oder vom gesellschaftlichen Grundrauschen reden - aber gut…egal, und wir wissen, was er meint.

Münklers Ausführungen sind unvergleichlich interessanter als die Steingarts. Aber Münkler irrt, obwohl er die Fakten angemessen benennt. Völlig richtig sieht er: Es gibt die eine große westdeutsche Erzählung ja - und sie lautet “Trümmerfrau und Wirtschaftswunder”. Das Problem wäre somit nicht, dass diese Gesellschaft nicht über Gründungsmythen verfügt. Das Problem besteht vielmehr darin, dass ein Mythos, der den Begriff “Wohlstand” wesentlich enthält, nicht taugt und nicht taugen kann für eine Krise, in der es darum gehen wird, mit sinkendem Wohlstand umzugehen.

Im Übrigen glaube ich icht einmal, dass Obama in the long run die Krise erfolgreicher kommunizieren kann als etwa deutsche Politiker. Sein Krisenpathos ist besserer Edel-Kitsch, und weiter gar nichts. Wenn die US-Amerikaner erst einmal merken, dass der Grundkonsens ihrer Gesellschaft - wer hart arbeitet und etwas leistet, dem ist das bessere Leben versprochen - zerbrochen ist…wenn die US-Bürger erst einmal merken, dass sie strampeln können, soviel sie wollen, dann wird auch die US-amerikanische Gesellschaft eine erhebliche Legitimationskrise erfahren. In letzter Konsequenz lebt die gesamte westliche Welt vom Glauben daran, das sich das glückliche halbe Jahrhundert ab ca. 1950, mit Wohlstand für breite Bevölkerungsschichten, ad infinitum fortsetzt; in Deutschland ist diese Erzählung nur besonders ausgeprägt.

Am Interessantesten aber ist Münklers grundlegender Ansatz: dass Mythen - oder besser: kollektive Klischees - gleichsam unverzichtbar sind. Das ist Kern und Essenz eines jeden konservativen Ansatzes: Der Mensch als mythenüberwucherte, organisch gewachsene und somit aufklärungsunfähige Gestalt. Ich bestreite nun, im Gegensatz zum so wohlmeinenden wie etwas plumpen Aufkläricht, nirgends, wie irrational, wie widersprüchlich, wie sozusagen tief alt der Mensch ist… Aber daraus folgt im Gegensatz zu dem, was Münkler und mit ihm alle Konservativen ständig glauben wollen, keineswegs so etwas wie eine naturgegebene Unmöglichkeit von Aufklärung. Es hindert nämlich niemand Einen daran, sich jenen Vernunftrepublikanismus zueigen zu machen, den Münkler etwas verächtlich schildert. Der schöne Schein von Mythen, in dem sich meine Brüche spiegeln, sind das eine - das andere ist es, andere meine Klischees bezahlen zu lassen. Was ich den Konservativen vorwerfe: Dass sie die ohnedies sehr beschränkte Fähigkeit des Menschen, vorurteilsfrei zu agieren, immer noch durch jubelnden Verweis auf Irratio und Geschichte desavouieren… Zucht, Ordnung, Opfer (Bohrer), Gottesdienst, Mythen - man hat so langsam den Eindruck, die Konservativen laufen systematisch Amok. Und ich habe Mosebach noch verteidigt in meiner Überfairness…

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diy project: linocut stamped stones

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the second diy using paint was inspired by an artist grace has featured before on d*s. i was deeply taken with the crochet pebbles from resurrection fern, but sadly i cannot wield a crochet hook with any skill whatsoever. i decided to fake it and create a linocut stamp with an abstract crochet pattern that [...]

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diy wednesdays: drawer divider

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we’re always looking for ways to better organize our lives. and after years of starting each day with a visit to one of the most disappointingly disorganized spots in our home we’ve finally decided to do something about it. as shop owners constantly awash in packing materials, the cardboard and giftwrap needed for this project [...]

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diy project: britt’s anthropologie-inspired tables

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this incredible diy project makes my jaw drop every time i see it. the talented britt of cucumbersome created these seriously fantastic tables after seeing the curator table at anthropologie. inspired by angie’s diy faux-nelson jewelry chest on d*s, britt decided to create her own, more affordable (and dare i say, more beautiful?), version of [...]

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d*s guest blog: around the world with sara

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so far this week sara jensen has taken us on a tour of some of her favorite lithuanian and mexican designers, and today she’s turning her attention toward one of my favorite design scenes: india. it’s impossible to cover all of the incredible artists in any country in one week, but today she’s got two [...]

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India Part Two

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I love the Anek Taanka line by Varsha Sharma, and I’m not alone – she was awarded “Young Talent Of The Year” at the 2007 Elle Décor International Design Awards. Her pieces embrace India’s rich textile history with a very modern twist.

Jigisha Patel’s gorgeous felted merino wool textiles are based on the traditional craft of [...]

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sneak peek: the mountain label

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i love when the boundaries of art and life seem to blur, which is totally the case with the home of artist christopher bettig of the mountain label. one look at the LA home of this frenchman (who grew up in nyc and ct and studied at mica), and i was instantly reminded of his [...]

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lucia soaps

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i’ve always been a sucker for beautiful packaging, so when it comes with an affordable price tag i find it hard to say “no”. mandi at shoestring home sent over these gorgeous lucia soaps from her shop and i’m already imagining making cute housewarming gifts with them. i’d love to wrap them up with a [...]

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ZEIT/Christoph Seil über Lafontaine

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Dieser ZEIT-Artikel von Christoph Seil macht mich ratlos. Er ist nicht nur objektiv unwahr. Er ist auch menschlich fast unglaublich.

Lafontaines Überloyalität, die ihn vor 10 Jahren lediglich vom “schlechten Mannschaftsspiel” sprechen ließ, wird jetzt von denen, die uns die brave new liberalian world wieder und wieder als Heil und Segen andienten, gegen ihn ausgelegt. Bezeichnenderweise findet sch in dieser ZEIT-Suade kein Wort darüber, dass Lafontaine damals von interessierten Kreisen als “gefährlichster Mann Europas” weg gemobbt wurde…

Man muss es sich auf der reichlich belegten Zunge zergehen lassen: Der lange Atem, die damals nötigen Veränderungen auf internationalem Parkett durchzusetzen, hatte dem Finanzminister offensichtlich gefehlt. Mitstreiter hätte es gegeben, etwa den sozialistischen französischen Finanzminister Lionel Jospin.

Alles klar! Lafonaine und Jospin hätten den internationalen Finanzwahnsinn, hätten die “Quatschpapiere” (Minkmar, FAZ) stoppen können - nur leider hat Lafo alles ´putt ´macht, indem er sich rotweinsüppelnd aus der Verantwortung stahl. Lafo, so muss ich diese Passage lesen, ist nämlich schuld am Weltdesaster… Absurder gehts nicht.

Habe ich mich verhört, wenn ich in dieser restlos realitätsbefreiten Story ein sehr schlechtes ZEIT-Gewissen wahrgenommen habe? War es nicht, neben anderen, die ZEIT, die uns das post-linke kapitalistische Zeitalter als Segen ohne Zeitenende andiente?

Und man komme mir jetzt bitte nicht mit den zwei, drei in sich sicherlich ehrenwerten anti-neoliberalen Beispielen (an einen sehr guten Jens-Jessen-Aufsatz in der ZEIT 2007 erinnere ich mich zB *), die es natürlich auch gab. Es geht mir um das Gesamtbild. Wo war die ZEIT - as a whole, mit Gönnermiene hingepimperte speakers Corner interessieren mich nicht! - , als der hessische Justizminister über elektronische Fussfesseln für Langzeitarbeitslose schwadronierte? Wo war ihr hinhaltender Protest, als einer Blinden der Blindenhund aus Kostengründen verweigert wurde, da für Blinde ein bißchen Nahauslauf genüge? Wo war sie, als eine CDU-Bundestagsabgeordnete körperliche Zwangsertüchtigungscamps für Arbeitslose (wg Spargelernte) forderte? Wo, als Ackermann Leute rausdrosch, damit 19 % Eigenkapitalrendite auf 25 % hochgejazzt werden? Wo, als die Beweislastumkehr gegen Arbeitslose installiert wurde? Und wo war sie eigentlich beim Irak-Krieg? In der ZEIT wurden damals einige der widerwärtigsten Pro-Kriegs-Aufsätze publiziert; Aufsätze, in denen jedem Kriegsgegner fast unverhohlen der Eichmann reingesemmelt wurde. Es war ekelhaft…

Es gibt ein Menschenrecht auf Irrtum. Und ich finde schon, dass Sloterdijk in einem auch ansonsten bemerkenswerten Interview (hätt ich diesem personifizierten Philo-Schnellschuß gar nicht zugetraut) richtig beobachtet hat: Wir, die wir es - je nun! - dieses mal wirklich besser wussten, bemühen uns ja, nicht zu triumphieren. Was hätten wir auch davon! Ich persönlich hätte mit meiner Vorhersage, der Neoliberalismus (den die ZEIT immer noch in Tüttel-Tüttel setzt, wie damals die Springer-Presse die DDR) werde diese Gesellschaft zerstören,…ich hätte mit dieser Vorhersage gerne Unrecht gehabt. Leider werde ich Recht behalten, wenn wir jetzt nicht gegensteuern.

Ich bin interessiert an einem Gespräch auf Augenhöhe. Die, die der restlosen Entfesselung des Marktes positive Folgen zuschrieben, haben geirrt. Ich habe auch schon geirrt, zweimal sogar ziemlich massiv. (Noch vor 11 Jahren verkündete ich, das Web werde Spielwiese für Freaks bleiben, der Normalo brauche es nicht - und am 11.11. 1989 notierte ich privat in meinem Tagebuch - ich kichere heute noch! -, der Mauerfall sei gut für die Linke, da das Argument geh-doch-nach-drüben wegfalle…). Es geht nicht ums Rechthaben, sondern darum, wie wir mit der jetzigen Situation, die weißgott desaströs genug ist, umgehen. Dazu aber sollte man die Realitäten möglichst unentstellt wahrnehmen. Zu dieser unentstellten Wahrnehmung gehört: Nicht Oskar Lafontaine - was immer man sonst von ihm halten mag - hat geirrt, sondern jene, die in ihm 1999 den “gefährlichsten Mann Europas” sahen.

Die vertrotzt-bockige Haltung Christoph Seils eröffnet kein Gespräch. Ich erwarte von Seil nicht, dass er mir die gar nicht vorhandenen Prophetenfüsse küsst. Das Voting pro neoliberalismus ging bis in meinen Bekanntenkreis - und ich werde ihnen die Freundschaft nicht kündigen! Viele waren ehrlich und aufrichtig der Meinung, die Entfesselung des Marktes sei die Entfesselung der Freiheit. Und die Entfesselung von Freiheit - ist das nicht die Entfesselung des Menschen? Dass diese Entfesselung nur zu einem furchtbaren Preis zu haben war, einem Preis, der woanders abgefordert wurde (”die im Dunkeln sieht man nicht”)…viele wollten es nicht wahrhaben. Ich werfe das niemandem vor. Aber wer jetzt noch den offenkundig von der Wirklichkeit widerlegten neoliberalen Mantren anhängt, der ist entweder ein törichter, alter Mann wie Reinhard Mohr - oder er lügt einfach aus Kalkül.

Ich bin kein VWLer. Dass der neoliberale Entwurf vom gelungenen Leben - das Leben als “Abenteuerland” für die happy Bildungs-Few, wähend Renate Subotnik an der Aldi-Kasse gefälligst Dampf zu geben hat! - pleite gehen würde, pleite gehen muss, war mir aber intuitiv jederzeit klar. Ich verstand und verstehe nichts von Finanzmathematik - ich wusste nur jederzeit, dass eine Gesellschaft Fehlsteuerungen unterliegt, wenn in ihr der Mensch zum “Kostenfaktor auf zwei Beinen” reduziert wird. Ich finde es auch sehr fair von attac, jetzt zuzugeben (taz-Interview gestern), dass man sich eher auf die Devisenspekulation fokussiert und die Gefahren, die von den “innovativen strukturierten Finanz-Produkten” ausgehe, so nicht deutlich genug wahrgenommen habe. Das ist doch ein Gesprächsangebot! Niemand hat immer Recht. Auch ich biete noch einmal ein Gespräch auf Augenhöhe an. Mehr kann ich nicht anbieten.

Was Seil jedoch will, hat, Verzeihung, mit Augenhöhe leider nichts zu tun. Diejenigen, die - nicht immer, aber eben hier - so objektiv wie fundamental Unrecht gehabt haben, wollen auch noch barsch die Gesprächsbedingungen diktieren. Sorry, aber so geht es nicht. Das ist einfach nicht in Ordnung. Ich will Seil gar nicht in den Staub demütigen. Aber seine Behauptung oder zumindest Suggestion, Lafontaine trage gleichsam die eigentliche Verantwortung für das Desaster, ist so hanebüchen, so gespenstisch, so absurd, dass einem nur noch Kopfschüteln übrig bleibt. Glaubt Seil sich diesen Unfug selber?

Das Desaster ist da. Hunderttausende hier werden ihre bürgerliche Existenz (interessanter Ausdruck!) verlieren. Millionen im Trikont werden sterben. Zusätzlich sterben, wie man präzisieren muss; gestorben wurde nämlich auch zu Boom-Zeiten (”die im Dunklen sieht man nicht”). Darüber müssen wir reden - und dagegen müssen wir was unternehmen.

Das sind die relevanten Fragen.

Wer von uns beiden häufiger “Recht gehabt” hat - Seil oder ich -, hat mit den relevanten Fragen nicht das Geringste zu tun.

______

* es war sogar 2005, siehe hier

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11. März 2009

SpON wieder in der Spur

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Was für eine peinliche Kaiser-Wilhelm-Geburtstagsrede: servil bis zum Abwinken.

War vielleicht doch etwas zu optimistisch, von SpON jetzt, nach einem Jahrzehnt neoliberalem Selbstbetrug, eine Kehrtwende zu erwarten…

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d*s guest blog: mexico!

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sara jensen has two incredible posts on mexico over at the d*s guest blog. they are a must, must read, chocked full of beautiful design and information on the country. i can’t recommend them more highly- click here to check them both out…

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Mexico, Part 1

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Eje Central, Downtown Mexico City, 2006
I love these photographs by Dante Busquets commissioned by TEN Arquetictos in Mexico D.F.
One day I decided that I wanted to live in Mexico. Two weeks later I was living in Mexico. Originally, I lived in San Miguel de Allende and studied painting, jewelry making (with the legendary Billy [...]

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Mexico, Part 2

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One thing I remember most fondly about Mexico is the colors – people don’t seem married to the neutral, subtle, goes-with-anything tones that we take for granted up here, and buildings are just as likely to be painted flamingo pink or electric turquoise. Those colors also lend themselves well to eye-catching photography. A good photograph [...]

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kim robertson

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london based designer kim robertson recently introduced a beautiful series of butterfly-themed products to her existing range of address books, albums and home decor. i’m particularly smitten with her metallic notebooks and albums, but you can view the full collection right here. thanks, kim!

[lighting above: a collaboration with liz emtage ceramics]

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new: hable construction fabrics

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swoon…new fabrics from hable construction. i love the rose pattern and the green/charcoal print. so perfect for spring. click here for more information (hable is trade-only so you’ll need to call your local d&d center or a designer to order). thanks, jen! photos by philip ficks

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sneak peek: alissia and jan

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today’s sneak peek belongs to alissia melka-teichroew and jan habraken. both halves of this talented designing duo are originally from the netherlands, but now call greenpoint, brooklyn home. i popped by their sunny apartment last week and marveled at how clean, simple and fresh everything looked. i hope you’ll enjoy their apartment as much as [...]

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biz ladies 2009: (whole) saling through tough times

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[today's post is courtesy of karen of clothes-pin and the clothes-pin shop]
“If you want them to see you, you have to let them know you’re there”. It’s a simple mantra that can be applied to many areas of business and most certainly to wholesale. When times are tough and business may be dwindling it’s easy [...]

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david stark for west elm

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last week west elm celebrated the opening of its newest manhattan shop by hosting a fantastic silent auction of one-of-a-kind furniture and objects created by david stark using recycled west elm packing materials. all of the proceeds went to the cooper hewitt and at the end of the night, david’s work was able to raise [...]

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Prognose 2010

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Und das wars. Der Zweckoptimismus hat ausgedient. Ich gehe davon aus, dass dies den Herrschenden auch im Herbst schon klar war. Gegen ein bißchen optimistisches Geflunkere ist zunächst gar nichts zu sagen - aber dämliches Opti-Gegrinse a la Guttenberg empfinde ich in der derzeitigen Lage einfach nur noch als Hohn, weil er, der selber ja kaum etwas zu befürchten hat, mit den Ängsten und Hoffnungen des Publikums spielt.

Nebenbei: Auch Frau von der Leyen hat die Öffentlichkeit falsch informiert (FTD unterschlägt, dass von der Leyens zahlen auch vorher schon mehr als fragwürdig waren). So langsam wird es peinlich.

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10. März 2009

sneak peek: katrina markoff

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not only does katrina markoff run grace’s favorite chocolate company - vosges haut chocolat - she also happens to have a fantastic home. the chicago based chocolatier chooses every ingredient that goes into her confectionery artistry (that she learned at le cordon bleu in france!). her cooking has taken her around the world, and clearly [...]

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Design In The World Outside: Lithuania 2

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Most of Lithuania’s most famous artists have studied at the Vilniaus Academy of Arts. This school, located in the country’s capital, was founded in 1793 but closed by the Russian government in the 1800s. The school was reopened in 1919 and has flourished, adding multiple fields of study. Here are some of my favorite designers [...]

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sneak peek: pam zsori of ink and peat

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our next portland sneak peek comes to us from pam zsorsi of the beautiful blog housemartin, and the home and floral store ink and peat. the 1924 craftsman style home in portland, oregon she shares with her boyfriend is constantly being updated and adapted. the organic modern style makes it easy to mix vintage and [...]

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interior inspiration: mikus’ greenpoint nursery

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these days, my life seems to suddenly be full of beautiful babies that my friends have had over the past year or two. everywhere i look, art studios and spare rooms have become nurseries and now i find myself shopping in cute baby stores more than cute shoe stores. although many designers have turned towards [...]

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Design In The World Outside: Lithuania Part One

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Hi. Whenever I thought I wanted to go to school for something growing up, my mother made me try it in real life first, “if you can last 6 months at that job, Ill help you go to school”. That’s how I ended up in Uganda interning for an ethnomusicologist, in Russia singing for my [...]

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new d*s guest blog: sara jensen of lost bird found

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today i’m thrilled to welcome the lovely sara jensen of lost bird found to the d*s guest blog. in addition to creating beautiful artwork (and a painfully adorable son, henry), sara has traveled the world and is going to share her love of international design on d*s this week! today sara’s starting with lithuanian design, [...]

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sneak peek: tess darrow of egg press

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for today’s sneak peeks we’re venturing to portland, oregon. first up: tess darrow, lead designer and owner of egg press (celebrating 10 years of fine printing this year). her 1950s style ranch home has it’s own built in charm, but tess’s style really brings it to life. and after our mini “heat” wave here on [...]

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jen11: eleven artists named jennifer

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do people with the same name share the same artistic sensibilities? well, the jen11 show taking place next month at artstream gallery hopes to find the answer that question. eleven artists, all named jennifer, were intrigued by sharing the same named and wondered if their “jeneration” unknowingly grew to be ‘creators of culture in their [...]

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Gabor Steingart und der starke Mann

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Wie finden Sie das so langsam einsetzende Merkel-Bashing? Ganz ehrlich: Mich langweilts. Dass Merkel und Steinbrück diese Krise poltisch nicht überleben werden, habe ich hier im letzten Herbst schon vorhergesagt, und werde wohl Recht behalten (na wenn schon!). Who cares! Denn es geht eben gerade nicht um Personen, um Symbole.

Bei Gabor Steingarts heutigem Unsinn bin ich in schallendes Gelächter ausgebrochen - und nicht nur wegen des demaskierenden Gottesdienstes. Dabei ist das im Grunde alles andere als lustig. Denn wenn ein Politiker bei seinem Publikum Reaktionen wie in einem Gottesadienst hervorruft, ist es schlicht Zeit, die Beine in die Hand zu nehmen! Unverholen kokettiert der besoffene konservative Bildungsbürger hier mit dem “starken Mann”, den großen Kommunikator, und man hat, nicht zum ersten Mal, den Eindruck, dass den deutschen Bildungsmittelstand in der Krise mit unschöner Regelmäßigkeit der Teufel reitet. Bin ich denn wirklich der Einzige, der zusamenzuckt, wenn “Führung” angemahnt wird?

Merkel und Steinbrück sind nicht am Ende, weil sie kein Charisma haben. Das machte sie in keinen Augen eher noch ein bißchen sympathisch. Sie sind am Ende, weil ihre Politik so desaströs wie selbstverschuldet gescheitert ist. Und die parlamentarische Demokratie in Deutschland steht nicht deswegen vor ihrer größten Legitimationskrise, weil der durchschnittliche Abgeordnete so attraktiv wirkt wie ein mit Hilfe von Schwäbisch Hall finanziertes Fertighaus. Sondern deswegen, weil wir in einen Abgrund aus Korruption und Selbstpreisgabe der Demokratie blicken.

Schon seit Jahren verfolge ich diesen Neokonservativismus rund um Bohrer, Matussek, Poschardt und Steingart mit Unbehagen. Mich alarmiert es, dass Steingart jetzt massiv ästhetische, also außerpolitische Kategorien bemüht, um der Krise Herr zu werden. Seit einiger Zeit, spätestens seit Botho Strauss anschwellendem Bocksgesang, seit Karl-Heinz Bohrers monströser Nietzsche-Rezeption erleben wir eine Rehabilitierung der sog. “konservativen Revolution”, die mich jedenfalls ratlos hinterläßt. Denn kaum etwas ist so gefährlich, als wenn sich ästhtetische Kategorien - in ihnen geht es um das freie Spiel von Zeichen, um eine gewisse Verantwortungslosigkeit - mit der politischen Sphäre rückkoppeln. In der Kunst darf ich schwadronieren, lügen, die ganze Welt zum Narren halten, weil Kunst, so massiv sie sich auf die Wirklichkeit beziehen mag (und alle Kunst bezieht sich natürlich auf die Wirklichkeit und reibt sich an ihr), eben immer im Virtuellen verbleibt. Sobald Künstler wirklich zu politischen Kündern und Sehern mutierten - ich nenne die Namen Benn und Pound -, ist es ihnen schlecht bekommen. Bei der konservativen Revolution haben wir es sozusagen mit der Umkehrung zu tun: Politiker, die bewusst zu Künstlern mutieren und ihren obskuren Träumen reale Geltung verschaffen wollen. Künstler, deren “Material” nicht Sprache, Klänge, Farben, Formen sind - sondern die Geschichte selbst. Und schon geht es auf einmal nicht mehr um pragmatische Problemlösungen, etwa solchen sozialpolitischer Art, sondern um Träume von “nationaler Identität”, was immer das sein mag.

Steingart ist ganz offenkundig entsetzlich langweilig. Und wenn es dem politisierenden Bildungsmittelstand fad wird, müssen alle Alarmsirenen angehen.

Problematisch ist dabei nicht, dass Steingart seine Problem”lösung” in Szene setzen will wie in einem “Gottesdienst” - jede Politik, die medial vermittelt wird und auf Zustimmung beim Publikum angewiesen ist, und das ist alle demokratische Politik, wird ihre Lösungen in irgend einer Form als “story” inszenieren müssen. Problematisch ist, dass er das Szenario offenbar als Selbstzweck begreift. Dass seine Gestaltung des Problems zugleich dessen Lösung sein soll - wir hier also nicht über eine geschickte Kampagne reden, sondern sozusagen wirklich über einen Gottesdienst. Da gefrierts Einen. Es gibt nur eine Gruppe von politischen Akteuren, die in einer Demokratie noch gefährlicher sind als spin-doctors: Spin-doctors, die sich ihren spin selber glauben und sich dann wirklich in einem Kampf um das Seelenheil sehen. Genau das aber passiert, wenn Kunst und Wirklichkeit ihre jeweiligen Grenzen überschreiten - egal, von wem diese Grenzüberschreitung ausgeht.

Hölderlins “Hyperion” redet von nichts anderem als davon, dass einer scheitert, wenn er diese Grenze unreflektiert überschreitet. Es ist alarmierend, dass deutsche Intellektuelle sich ein weiteres Mal in Hölderlin-Besoffenheit ergehen, ohne Hölderlins kritische Einsichten mitzumachen. Der wildgewordene deutsche Bildungsspießer: Das ist Hölderlin minus Konjunktiv, also Hölderlin ohne dessen Offenheit. 1993 anläßlich Straussens anschwellendem Bocksgesang notierte Peter Glotz, man solle sich den Tag merken, es gehe wieder los. Ich befürchte, dass Peter Glotz Recht hatte.

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9. März 2009

sneak peek: tina barseghian

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we’re rounding out our week of sneak peeks with writer and former editor-in-chief of craft magazine, tina barseghian. after ten years of san francisco living, she and her husband lloyd decided it was time to move their family to the sunny foothills of oakland where the crafts-style architecture better fit their personalities (the great sunlight [...]

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8. März 2009

Kühle Bemerkungen zu Jörg Tauss und Pete Townshend

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Die Selbstverständlichkeiten im Vorwege (wir leben in Deutschland, da muss man die Banalitäten immer mit dazu sagen): Wir müssen nicht über Kinderficker reden. Kein Mensch, der moralisch noch einigermaßen funktioniert, verteidigt das Kaputtficken von Kindern.

Es gibt beim “Fall Tauss” - ich nenne ihn mal so - dennoch einige Ungereimtheiten, die mir aufallen:

Anfang 2008 sind die Ermittler auf den besagten Bremerhavener gestoßen. Erst im Juli 2008 wurde durchsucht, der Beschuldigte soll sich sich sofort kooperativ gezeigt haben. Was heißt das? Hat er als agent provocateur fungiert, als V-Mann? Das wäre zunächst einmal ein legitimer Ermittlungsansatz, sicher. Aber V-Männer sind eben immer auch problematisch. Dies Diskepanz zwischen Anfang 2008, als der Ermittler auf den 29jährigen stießen, und Juli 2008, als endlich durchsucht wurde, finde ich nicht nachvollziehbar. Es dürfte gerade bei solchen Sachen ja wohl so etwas wie Gefahr im Verzuge vorliegen. Der Kontakt zwischen Bemerhaven und Tauss - wenn es ihn denn gegeben hat - soll bis Mitte 2008 bestanden haben. Das wäre dann schonmal ziemlich fragwürdig…Mag ja sein, dass die Ermittler den Beschuldigten erst nochmal einige Monate observiert haben, um seine Kontakte herauszurecherchieren. Dann aber sollten sie frühzeitig auch auf Tauss gestoßen sein, der mit ihm ja angeblich so eifrig kommuniziert hat. Auf Tauss aber wollen sie erst im Juli gestoßén sein - ein Widerspruch?

Ferner: Die Diskrepanz zwischen Juli 2008, als Tauss spätestens auf dem Radarschirm der Ermittler auftauchte, und März 2009 ist mir nicht nachvollziehbar. Ist er abgehört worden? Wenn “Ja”: Was für spannende Dinge neben den Ermittlungen haben sich bei einem Bundestagsabeordneten, und zwar bei einem mit einem solchen Themenspektrum!, da denn noch ergeben?

Sodann: Die Staatsanwaltschaft bestreitet vehement, vorverurteilt zu haben. Ich bin kein Jurist. Von deutscher Sprache, frech nehme ich es für mich in Anspruch, verstehe ich aber einiges. Die sprachlichen Äusserungen der Staatsanwaltschaft waren eindeutig: Natürlich hat sie seit Donnerstag massiv vorverurteilt; Tauss´ Anwalt hat völlig Recht. Das kann doch gar nicht steitig sein. Und die Medien sind ihr natürlich gefolgt. Am Donnerstag Mittag - ich habe es online auf Arbeit verfolgt - kommt die Nachricht raus, Sonnabend ist er de facto und für die Öffentlichkeit im Grunde schon verurteilt. Das geht mir zu glatt, zu schnell. Da werfe ich nicht den 300sten Stein. Übrigens: SpON scheint über Ermittlungsinterna zu verfügen. Auch fragwürdig.

Es geht mir nicht um einen Freispruch für Tauss. Aber die Frage, ob er selber solche Bilder goutiert hat (und dann Strafe und Therapie zu erwarten hat) ist völlig unabhängig zu sehen von der Frage, ob da jemand Material gegen einen politischen Konkurrenten gehortet hat, um es passgenau zu lancieren.

Tauss hat als unschuldig zu gelten, bis ein rechtskräftiges Urteil erfolgt ist. Alles ist möglich. Natürlich ist es möglich, dass er berufliche Gründe vorgschützt hat, um seiner “Leidenschaft” zu fröhnen - bei dieser Art von Kriminalität ein keineswegs ungewöhnliches Täterverhalten. Okay, dann kommt es zum Verfahren und zum Urteil. Möglich ist auch - dann wäre er allerdings ein Dussel, wenn er sich nicht abgesichert hat -, dass er sich in völliger Selbstüberschätzung in die Recherche stürzte. Möglich ist aber auch, dass er - es gibt da tausend Möglichkeiten - völlig unschuldig in die Sache reingestolpert ist, vielleicht auch wirklich hereingelegt wurde. Erinnert sich einer noch an Pete Townshend, the who? Ich muss das jetzt mal ausgiebiger zitieren:
Anfang Januar 2003 gab Townshend zu, seine Kreditkartennummer im Internet bei einem kommerziellen Kinderpornografie-Angebot eingegeben zu haben. Seinen Aussagen zufolge habe er die Bilder dort nur aus Forschungszwecken betrachtet. Dieses Geständnis legte er ab, nachdem der Vorgang im Rahmen der Operation Ore, einer groß angelegten Razzia gegen Kinderpornoringe, entdeckt wurde. Im Mai 2003 erhielt er von der Polizei eine Verwarnung (deren Annahme technisch gesehen ein Schuldeingeständnis ist). Die Polizei entschied jedoch, keine Anklage zu erheben, nachdem man keinen Beweis dafür gefunden hatte, dass Townshend im Besitz von Kinderpornos war. Statt dessen wurde Townshend für fünf Jahre auf das Sex Offenders Register gesetzt, das ihm zur Auflage macht, sich einmal im Jahr und bei Umzug bei der Polizei zu melden. Ein Verstoß gegen diese Auflagen ist mit einer Haftstrafe bis zu fünf Jahren verbunden. Mehrere Organisationen gegen Kinderpornografie, unter anderem die „Phoenix Survivors“, haben gegen die Aufnahme Pete Townshends in das „Sex Offender Register“ protestiert, mit der Begründung, Unschuldige in diese Liste aufzunehmen, würde diese Liste ad absurdum führen. Inzwischen hat sich die „Operation Ore“ als Fehlschlag herausgestellt. Die Sunday Times berichtete am 3. Juli 2005, dass unabhängige Experten die beschlagnahmte LANDSLIDE-Webseite rekonstruiert, doch keinerlei Kinderpornografie gefunden hätten.Bleibt die platte Frage, warum Townshend dann etwas zugegeben hat, was er objektiv nicht gemacht haben kann!

Tja: So ist der Mensch. Nur Hein Dussel weiß nicht, dass es sehr wohl Situationen gibt, in denen man sich - zB als Gemobbter, massiv unter Druck Gesetzter - “schuldig” bekennt, obwohl man es objektiv nicht ist. Fragen Sie mal einen erfahrenen Kriminalisten zu einem der psychologisch interessantesten Probleme der Kriminalistik, zum Problem des falschen Geständnisses…

Ich sage nicht, Tauss ist unschuldig, ich sage nicht er sei schuldig. Ich finde es aber merkwürdig, dass jemand, der sich - diese Position ist übrigens unabhängig von seiner Schuld völlig richtig! - gegen Internetzensur eingesetzt hat, der immer davor gewarnt hat, mithilfe des Dummys “Kinderficken” bürgerliche Freiheitsrechte einzuschränken, jetzt mit diesen Vorwürfen konfrontiert wird, und zwar auf eine Art, die ich hochproblematisch finden muss.

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Krise in der Agonie

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So langsam wird man müde. Warnbojen und Seismograpgen haben den Tsunami festgestellt, er wird definitiv kommen, wir wissen auch, dass die Zeit nicht mehr ausreichen wird, alle zu evakuieren - ansonsten warten wir einfach darauf, dass die Welle - fast möchte ich sagen: endlich, endlich - auch bei uns den Strand erreicht. In anderen Ländern hat sie längst ihr Werk aufgenommen. Alle Hoffnungen, es werde schon nicht so schlimm kommen, sind zerschlagen, die Erwerblosigkeit und die Kurzarbeit nehmen in einem bestürzenden Ausmaß zu, die Aufträge brechen weg, auch der Binnenkonsum ist natürlich im Widerspruch zur GfK-Propaganda weiter geschrumpft, die Zahlen, über die wir inzwischen reden (18,2 Billionen allein in Europa, noch im Herbst hieß es erst 1, dann 2 Billionen) sprengen jedes Maß. Diese Zahlen, diese Perspektiven lassen sich nicht mehr anfassen, sie sind im präzisen Sinn des Wortes irreal, auch wenn sie sehr reale Auswirkungen haben werden. Die Krise auf ihem toten Punkt: Eine etwas klägliche Situation.

Wer hier mitgelesen hat, weiß: Mein Thema war und ist die Frage, wie der Einzelne Geschichte erlebt, sich an ihr reibt und von ihr überwältigt wird - und welche Mittel seine Selbst- und Weltbeschreibung einsetzt, um die amorphe Realität auf einen falschen Begriff zu bringen und dadurch erträglich zu machen. Auch die Geschichte des Neoliberalismus war die Geschichte von beschädigten Menschen, die ihre Schäden einfach weiter reichten und sich eine Moral zurecht logen. M.a.W.: Wie jede andere mit Gewalt operierende Herrschaftsideologie war der Neoliberalismus eine einzige Fußnote zur Rühmkorf-Zeile “Wer geduckt steht, will auch andere biegen”.

Ich glaube nicht an Krisenmetaphysik. Nicht daran - bei aller Bewunderung für Camus -, dass die Pest ihre Ratten zum Unglück und zur Belehrung der Menschen aussendet. Nicht einmal world war two, nicht einmal Gaskammern haben zu irgend einer Art von Besinnung geführt, in Deutschland zu aller letzt. Wieso sollte das jetzt anders sein?

Hinzu kommt eine Unfähigkeit der Herrschenden, sich selbst und der Welt das Ausmaß ihres Fallissements einzugestehen. Haben Sie die Debatte gestern verfolgt? Was können wir noch antworten, wenn Leute wie Solms in einer gespenstischen Umkehrung der Realität vor einer “Enteignung” der HRE-Aktionäre warnen und allen Ernstes den Sozialismus ante portas sehen? Sind diese Leute eigentlich noch bei Troste? Im Trikont werden Millionen zusätzlich verhungern, bei uns Hunderttausende ihre bürgerliche Existenz verlieren, dem Steuerzahler werden Abermilliarden abgepreßt…aber Herr Solms und Herr Guttenberg sind besorgt, weil sie die Aktionäre einer insolventen Bank - Depotwert real: Null! - in ihren Eigentumsrechten bedroht sehen. Verzeihung, aber die sind ja verrückt. Eigentum? Welches Eigentum? Der Saftladen ist schlicht nichts mehr Wert… Ich will gar keine Barrikaden beschwören. Aber genau diese hemmungslose Verleugnung der Realitäten, dieses starre, arretierte Weltbild, diese zuzementierte Haltung, die sich das eigene Scheitern bis zum Schluß nicht eingestehen, die es sich bis zum Abwinken zeigen lassen will und alles an Ressourcen einsetzt, um die Insolvenzanmeldung hinauszuzögern, ist es dann für gewöhnlich, was riots, Revolten und manchmal sogar mehr auslöst…

Im Medienmainstream kommen die relevanten Fragen so langsam aufs Trapez. Ich warte auf den ersten Politiker, der zum Insolvenzrichter geht.

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Obama ist ein Taliban

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Tja.

Genau das trommeln wir seit gottweißwann. Auch Obama ist offenbar ein “A - A - Ant - Anti- Antisemit”. Und wünscht den Untergang Israels. Von frühmorgens bis spätabends…

Eine Frage noch: darf der gute Barak jetzt eigentlich nach Deutschland einreisen? So als Terrorunterstützer und so. Und wie ist es mit der Wiedereinreise in die USA?

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Tauss - update

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RA Mönikes hat sich geäussert. Ich zitiere ausgiebig:
Rechtsanwalt Mönikes hält dieses Vorgehen der Staatsanwaltschaft für einen Skandal. „Es kann nicht sein, dass die Staatsanwaltschaft in einem derart sensiblen Verfahren aus der Distanz stündlich Wasserstandsmeldungen an die Presse weitergibt, ohne dass dem Angeschuldigten und seinem Verteidiger die Möglichkeit gegeben ist, in der Sache Stellung zu nehmen.“ So werde ihm und seinem Mandanten erst vom Mittwoch an Einsicht in die Ermittlungsakten gewährt. Mönikes sagte, das Vorgehen der Staatsanwaltschaft sei auch deshalb ungeheuerlich, weil Tauss seine Bereitschaft erklärt habe, die Vorwürfe nach Einsicht in die Akten in einem Gespräch mit den Ermittlern auszuräumen. Es dränge sich der Verdacht auf, dass „hier jemand zur Strecke gebracht werden soll“, sagte Mönikes, der wie Tauss Mitglied der baden-württembergischen SPD ist.

Wenn Mönikes Darstellung zutrifft, und ich habe keine Veranlassung, RA Mönikes einen Lügner zu nennen, muss man diesen Verdacht in der Tat haben.

Das ganze wäre einfach nur ungeheuerlich - übrigens auch dann, wenn sich Teile der Vorwürfe bewahrheiten sollten. Denn dann würde Tauss öffentlich gegahrt werden, ohne eine Chance zu haben, sich gegen die Anwürfe zu wehren, da er ja noch keine Akteneinsicht hat. Ich soll doch wohl hoffentlich nicht den Verdacht haben müssen, SpON habe derzeit mehr Einsicht in die Akten, als RA Mönikes und Tauss - oder?

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Die Krise bei den Antipoden

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Im Herbst ist in Neuseeland bekanntlich Helen Clarke, Labour, abgewählt und durch John Key, Konservativ, ersetzt worden. Das habe ich damals schon als Modellfall für jede new-labour-orientierte sozialdemokratische Partei dargestellt. Auch die neuseeländische Labour-Party erlag dem new-labour-Wahn, wenn auch nicht ganz so schlimm wie der große Bruder in London (dafür allerdings früher: Beginn von Privatisierung und Monetarismus bereits massiv in den 80ern unter David Lange, Labour). Dass Clarke zum Schluß einige der schlimmsten neoliberalen “Reformen”, etwa die Privatisierung der Eisenbahnen, wieder rückgängig machte, kam zu spät und wirkte auf die Wähler wohl nicht mehr glaubwürdig. Irrational, wie Wähler sein können, haben sie sich, wohl im Sinne eines Wechsels um des Wechsels willen, dazu entschlossen, den Teufel mit dem Beelzebub auszutreiben (Key war vor seiner politischen Karriere Devisenbänker).

Inzwischen dürfen wir der neuseeländischen Presse die ersten “Erfolge” der Konservativen entnehmen: ein Job-Gipfel endet im Desaster. Auch das Staatsdefizit nahm stärker zu als erwartet. Das war nicht anders zu erwarten, und die konservative Regierung trifft keine große direkte “Schuld”. Ich erwähne es hier, um denen, die auf eine sog. “bürgerliche Koalition” hoffen - weil die “Bürgerlichen” ja so viel von Wirtshaft verstehen -, mal ein paar belastbare Fakten an die Hand zu geben. Helen Clarkes Bilanz wäre vermutlich nicht besser ausgefallen, aber eben auch nicht schlechter.

Nebenher: War nicht Neuseeland neben Island und Irland eine der Musterländle der brave new liberalian world?

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7. März 2009

in the kitchen with: thomas paul

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This is the last of the series of recipes that Matt and I shot in his studio in the LBC. Matt and I worked together a bit on props for styling before I flew to LA, and when I asked him about macarons, of course I wrote “macaroons”. I told him to pick [...]

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weekly wrap up + fabric buttons + under $100

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we’ve got all sorts of exciting content coming up next week- including the first ever weekly biz ladies column and some beautiful new sneak peeks with a focus on portland, oregon. i’ll also be bringing the under $100 column back to d*s, where every week i’ll round up great affordable products with a theme. under [...]

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sneak peek: tina barseghain

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we’re rounding out our week of sneak peeks with writer and former editor-in-chief of craft magazine, tina barseghain. after ten years of san francisco living, she and her husband lloyd decided it was time to move their family to the sunny foothills of oakland where the crafts-style architecture better fit their personalities (the great sunlight [...]

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Thanks and Goodbye!

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Hope you all enjoyed the posts from across the Atlantic this week. I want to give another big thanks to Grace for having me - it’s been great!
If you like what you’ve seen, I hope you all continue to catch me at Man Make Home. Have a great weekend.
G
(I couldn’t resist slipping in [...]

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fuse interiors

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since today is in the kitchen with day, i thought it would be fun to look at some lovely kitchens designed by danielle mac innes of fuse interiors in dublin. danielle was recently named ‘best newcomer’ at the interior design awards- i love the clean, bright interiors she creates and would love to spend a [...]

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Günter Kunert

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Ein lustiges Interview mit ihm in der FR. Auch von mir herzliche Glückwünsche - und nach Darmstadt: Wird Zeit, Freunde! Ein Tastendruck: Du bist gewesen.
Die Faust geballt: Sie hält nicht fest.
Am Anfang war das Wort zu lesen:
Erinnern hieß es. Nicht: Vergesst. (”Spur”)

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5 days of british design

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i’ve loved every second of guy merrill’s posts over on the d*s guest blog this week. it’s been such fun to learn about british ceramicists, illustrators, textile designers and furniture designers- and today guy’s wrapping things up with a look at beautiful british interiors. click here to check it out- thanks, guy!

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British Houses

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For my last post I thought I’d give you a glimpse into some British homes. I’m fascinated by the way interiors in the UK are so often about modernizing and manipulating old, small spaces. Here’s a few below… as well as some general eye candy. It’s Friday after all!

This monochrome room is [...]

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Gysi über die 5-Jahres-Frist HRE

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Kurz und knapp die wesentlichen Probleme auf den Punkt gebracht. Natürlich hat er Recht.

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book city jackets + nel dog shelf

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when i was little i always got excited for the start of a new school year. not because of classes (although i was definitely the geeky kid who loved to grab a seat at the front of class to be close to the teacher) but because i got to make new book covers for my [...]

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6. März 2009

weeder’s digest: feng shui

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crib
Def: home, domicile, or dwelling
Ex: Dang du…your CRIB is phat YO! (Your house is very pleasing to the eye; Contemporary flare, yet structurally sound. May I have a look around my good man?)
[From Urban Dictionary]
Good afternoon class, and welcome to today’s seminar: Harnessing Mystical Energies in the Home. I’m your host - I mean teacher, [...]

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before & after: studio rose flash + pink pam

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this studio before & after belongs to valérie parizeault and pamela desrosiers in montreal. they transformed their raw 350 square foot studio into a colorful home for their business and meeting with clients. i love the graffiti mural that pamela created- it’s such a fun way to dress up white walls.

CLICK HERE for the [...]

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Textiles from the British Isles

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Today I thought I’d share a handful of British textile designers whose work I enjoy. Classic, playful, sophisticated, inventive - I’ve tried to collect a little bit of everything. Enjoy.

Donna Wilson’s ‘Cuddly Clouds’ made from lamb’s wool (what else?). Donna’s work makes me laugh - check out her ‘blah blah’ cushion (that’s [...]

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before & after: rachel’s frame + shakers

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these cheerful before & afters come from rachel at heart of light. i love the way she’s used paint to bring new life to simple, thrift-store finds: a worn-out mirror and set of ordinary salt and pepper shakers. inspired by another reader’s before & after on d*s, rachel decided to create a message center with [...]

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before & after: storage (x 3)

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this before & after post is dedicated to three chest of drawers projects submitted by three different readers. first up is swedish reader malin. malin upgraded her son’s storage unit to be the perfect compliment for a little boy’s room. i (like i’m sure some of you will) liked the before unit in its existing [...]

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Ergänzung zum SpON-Artikel II: Zur FDP

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Die FDP ist überzeugt: Die Globalisierung birgt viel größere Chancen als Risiken. Sie kann zu einem weiteren mächtigen Schritt werden in Richtung einer Welt, in der möglichst viele Menschen eine Chance haben, ihre Persönlichkeit zu entfalten, und zwar in individueller Freiheit und sozialer Verantwortung. (Minderheitenvotum der FDP zur sog. Globalisierung, Enquete-Kommission des Bundestages 2002)

Gemessen an dem, was Spiegel und SpON in den letzten Jahren präferriert haben, ist der Artikel von Dettmer, Klawitter und Schwennicke einfach sensationell und hat einiges an Reaktionen hervorgebracht.

Natürlich darf man den Artikel nicht unkritisch lesen.

Dass er auf SpON steht, ist dabei mein geringster Einwand; auch, wenn ich mir natürlich ein gewisses Grinsen beim Lesen nicht habe verkneifen können. Das Sturmgeschütz des Neoliberalismus nennt Roß und Reiter immerhin halbwegs beim Namen… Albrecht Müllers Analyse kann man sich im Wsentlichen wohl anschließen.

Tatsächlich ist es besser, wenn ex-neoliberale Wendehälse jetzt so langsam vernünftige Texte verfassen, als sich ständig mit Leuten wie Reinhard Mohr herum zu ärgern, der die billige Pose, mit der er seine von der Wirklichkeit widerlegte Ideologie verteidigt - eine Art von Altersstarrsinn - wohl auch noch für edelgestylten Nonkonformismus hält. Da ich das, was die drei besagten Spiegel-Redakteure früher schrieben, derzeit nicht präsent habe, weiß ich übrigens nicht einmal, ob es sich bei diesen dreien konkret um Wendehälse handelt. Vielleicht mag da einer mal recherchieren? Mir fehlt die Zeit. Und es ist auch egal. Die Debatte über die politische Verantwortung für das Desaster hat endgültig den Mainstream erreicht, und das ist gut so und richtig so. Da muss man weitermachen.

Es stimmt auch nicht, dass der SpON-Artikel die Union schont. Gut, Merkel - die als Bundeskanzlerin den Koalitionsvertrag primär verantwortet, jenen Vertrag, der einer überbordenden Regulierung des Finanzmarktes den Kampf ansagt (so konne man es natürlich auch sagen!) - Merkel wird nicht erwähnt. Koch aber schon. Wir lesen:Und die Union? Mehr, mehr davon rief damals die CDU. Einer Reihe von Christdemokraten war die Deregulierungspolitik der Sozialdemokraten noch zu skrupulös. Allen voran kämpfte der hessische Ministerpräsident Roland Koch für ein Mehr zum Wohle der deutschen Wirtschaft - und vor allem zum Frommen des Finanzplatzes Frankfurt.Genau so ist es gewesen!

Wirklich bedenklich allerdings, wie Müller zutreffend sagt, ist das Ausklammern der FDP.

Dieses Ausklammern ist nicht einmal formal erlaubt, etwa durch den korrekten Hinweis, die FDP sei ja ab 1998 in der Opposition gewesen. Denn der Deregulierungszug hatte da längst Fahrt aufgenommen: Auf die Gleise gesetzt wurde er von schwarz-gelb. Das betrifft insbesondere cross border leasing Geschichten, ppp und ähnliches, kurz: Diese idiotische Idee (die Kommunen werden in den nächsten Jahren stöhnen, sie tun es ja jetzt schon!), durch windige Finanzierungstricks Bereiche, die zur Daseinsfür/vor/sorge gehören, zu privatisieren, weil Unternehmen das angeblich ja viel wirtschaftlicher leisten können. Dies betrifft etwa auch den Telekom-Börsengang, als Beispiel für das Verscherbeln von Volksvermögen. An die “Wer wär nicht gerne Aktionär”-Werbespots erinnere ich mich, als sei es gestern gewesen. Da sitzt die FDP ganz dick mit drinn im Verantwortungsboot. Und zwar in der ersten Reihe! Bei der Suche nach Verantwortlichen für die zerschossenen Finanzen unserer Kommunen wird man im Thomas-Dehler-Haus sofort fündig. Das ist mal das erste!

Es kommt aber noch schlimmer. Dass die FDP einen IKB-Untersuchungsausschuß verhindert hat ist bezeichnend genug. Dass man nicht einen Antrag der FDP ausfindig machen kann, wo sie gegen die Finanzmarkt-Deregulierungen der jeweiligen Regierungen (rot-grün resp schwarz-rot) mehr Regeln gefordert hat - nicht einen! -, spricht auch für sich.

Als echtes FDP-Desaster aber entpuppt sich der Bericht der Enquete-Kommission des Bundestages zur “Globalisierung”, erschienen 2002. Der gesamte Bericht ist lesenswert. Am Realistischten - tut mir leid, so ist es nun mal - sind die Auffassungen der damaligen PDS in ihrem Minderheitenvotum. Auch die Analysen der rot-grünen Bundestagsfraktionen zeigen einen gewissen Realismus - vor diesem Hintergrund wirkt die reale Politik von rot-grün um so gespenstischer. Aber die Minderheitenvoten von CDU und FDP haben es so richtig in sich. Kümmern wir uns mal um die FDP. Was schreibt die FDP 2002?
Eine liberale Finanzmarktpolitik lässt alle Neubewertungen der Kapitalbestände zu, die sich aus der Dynamik von Wachstum, Strukturwandel und Konjunktur von Volkswirtschaften ergeben. Dafür müssen stabilitätsfördernde Rahmenbedingungen geschaffen werden, die sicherstellen, dass es nicht zu fluchtartigen Kapitalbewegungen kommt und ein System wirksamer Notmaßnahmen zur Abwehr makroökonomischer Krisen gibt.Okay, darüber kann man reden. Und? Wer soll die Stabilität sicherstellen? Der nächste Absatz gibt Antwort:Liberale begrüßen alle Reformschritte, die zu mehr Transparenz der Kapitalmärkte und damit zu einer besseren Bewertung der Risiken durch die Marktakteure beitragen. Der effiziente Markt also steuert die Risiken - diese fatale Fehleinschätzung, der Markt selber solle seine Risiken steuern, war eine der Kernursachen für das Desaster. Es kommt aber noch “lustiger”:Es ist zu begrüßen, dass die Globalisierung Grenzen für das souveräne Recht auf eine schlechte Wirtschaftspolitik auch für Industrieländer mit sich bringt und vermeidet, dass diese Länder die Konsequenzen einer schlechten Wirtschaftspolitik ungestraft exportieren können.

Deshalb ist auch eine schlichte Gleichsetzung zum Beispiel des Steuerwettbewerbs mit Geldwäsche, wie sie sich jetzt in manchen Kommentaren andeutet, nicht akzeptabel.

Die englichen Kanalinseln mit ihrer institutionalisierten Steuerbescheißerei als Hort der Freiheit. gez. Guido Westerwelle. Gut zu wissen! Mein Tipp: Schmieren Sie diese atemraubenden Sätze jedem FDP-Kandidaten, der sich als Arznei für die Krise anempfiehlt, aufs Brot. Konfrontieren Sie ihn/sie damit.

Ich hatte mich schon vor einigen Wochen - im Ton vielleicht etwas überaufgeregt, aber in der Sache habe ich nichts zurück zu nehmen - besorgt gezeigt, es solle der schwarze Peter bei der SPD deponiert werden, damit die Überliberalen desto ungestörter weitermachen können. Weist der SpON-Artzikel in diese Richtung? Wir wissen es noch nicht. Deswegen: Die massive Mitverantwortung Merkels und Seinbrücks muss immer wieder thematisiert werden, klar…aber das darf nicht dazu führen, dass der Merkel/Steinbrück-Teufel durch den Merz/Westerwelle-Beelzebub ausgetrieben wird.

Müssen wir uns dort Sorgen machen? Wenn eine solche Kampagne - Stichwort: Der Neoliberalismus ist nämlich gaaaanz toll, nur in den Händen von Sozzen, die nix von Wirtschaft verstehen, leider schief gegangen - wenn eine solche Kampagne massiv lanciert wird, dann vielleicht! Aber das glaube ich nicht. Denn sobald Herr Steinbrück - zu Recht! zu Recht! - an seine Verantwortung erinnert wird, wird er - ebenso zu Recht! - an den Koalitionsvertrag erinnern, daran, wer alles gejubelt hat, wer alles mitgemacht hat. Für eine Gaunerbande gilt: Pack schlägt sich, Pack verträgt sich. Genau deswegen muss man im Rahmen der Ermittlungen einen in die Ecke treiben - dann wird er schon singen…

Insofern ist es schon ganz richtig, dass jetzt die SPD so langsam in den Schwitzkasten genommen wird. Noch heute muss ich grinsen, wenn ich an Andrea Nahles Gelalle denke: Habe die SPD denn Mitschuld am Desaster, wurde sie gefragt, und Frau Nahles stammelte so schlicht wie falsch: “Nein”. Neben einer blutigen Leiche mit einer rauchenden Knarre in der Hand “Ich bin völlig unschuldig” zu lallen ist immerhin originell - oder Hitchcock-verdächtig. Was die bitter nötige Debatte über die Verantwortung für das Desaster viel eher verhindern könnte wäre eine ganz ganz große Koalition, nämlich eben jene ganz ganz große rot-schwarz-gelb-grüne Koalition, die ja auch die neoliberalen Bestimmungen durchgesetzt hat, von der steuerbegünstigten Unternehmensveräusserung über die Zulassung von Hedge-Fonds bis zu den Hartz-Gesetzen, in denen die Beweislastumkehr zu Lasten der Erwerblosen festgeklopft wurde.

Warten wir mal ab, was SpON mit diesem Artikel wollte. Vorderhand bin ich für ihn, weil er das Thema “politische Verantwortung für das Desaster” endlich einmal auch auf SpON eröffnet und sich nicht auf indiskutables Gerede a la “Die Amis warens” oder “die wenigen bösen Zocker” zurückzieht. (Letzteres - “es waren einige wenige böse Zocker” - ist übrigens demaskierender als alles andere: Wenn einige wenige pöhse Zocker die Lebensbedingungen von Abermillionen zerschießen können, stimmt etwas nicht mit unserem System…)

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mini goals chalkboard

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i’m feeling a little sluggish this morning so i could definitely use a little motivator like this piece from mary kate mcdevitt at etsy. her mini goals chalkboard ($25) makes task lists seem a little bit more manageable by making room for the two most important things to get done that day. i’d love to [...]

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before & after: constança’s ikea flat

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d*s reader constança’s beautiful apartment was featured in the spring 2009 issue of ikea family live magazine but i couldn’t resist sharing it here today. constança and her husband brought their lisbon, portugal apartment in pretty bad shape and decided to renovate it and start by painting everything white. to keep things on a budget [...]

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d*s guest blog: british designers

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it’s been such a treat to have ex-pat guy merrill manning the d*s guest blog this week. he’s been posting about a whole slew of fantastic british designers and i just wanted to share a little peek of his post from today on british textile designers. i’m also still swooning over some of the ceramicists [...]

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bells & whistles design

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i’m a big fan of bells & whistles design in san diego and have been following their work since i first posted their beautiful ‘starlight‘ project a while back. so i was thrilled to hear from barbara at b&w about a new space they designed- a chiropractor’s office named chiropractique. b&w custom built almost all [...]

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Als die Gegenöffentlichkeit gähnte…

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SpON hat etwas Sensationelles entdeckt!

Die selben Politiker, so belegen die drei Autoren ganz erstaunt, die sich jetzt so schwungvoll über die Zocker echauffieren, haben dem Ganzen ja gesetzgeberisch den Weg bereitet!

Ach ja, gewiss doch. Na sowas aber auch! “Was ist das nur”, fragte die Jungfrau - da gebahr sie ein Kind…

Nix für ungut. Natürlich haben die drei Recht, und selbstverständlich ist es im Prinzip begrüßenswert, dass jetzt auch SpON aufm Dampfer ist (dass sie gleich wieder so tun, als hätten sie gottwunderwas herausrecherchiert - je nun: Klappern gehört zum Handwerk).

Aber es wird - nicht aus Rechthaberei, sondern weil wir analysieren müssen, wie es überhaupt zum Desaster kommen konnte! - ja wohl noch daran erinnert werden dürfen, dass auch “Spiegel” und SpON an vorderster Front Deregulierungsarien geschmettert haben, und nicht zu knapp.

Denn die Erkenntnisse, die uns SpON jetzt im März 09 als sensationelle Enthüllung andient, sind seit Jahren bekannt und wurden auch öffentlich gemacht. Hätten die großen Mainstreammedien (alle, nicht nur der “Spiegel”), anstatt das Loblied vom entfesselten Kapitalismus zu singen, früher die im Prinzip seit eh vorliegenden Fakten zur Kenntnis genommen und namhaft gemacht - manches wäre vielleicht zu verhindern gewesen.

Es geht nicht ums Nach-Taroken. Es geht darum, dass der Neoliberallala-Irrsinn jederzeit als solcher erkennbar war - und dennoch die Mehrheit zumindest der Funktionseliten begeistert mitgemacht haben. Genau das aber ist das Problem. Wie, um alles in der Welt, war diese Hysterie - denn als solche muss der Neoliberalismus ja wohl bezeichnet werden - denn möglich? Wie konnte die Mehrheit der Funktionselite, insbesondere auch jene, die die wichtigen Ressourcen “Sinn und Legitimation” produzieren, denn je glauben, eine Gesellschaft, in der Menschen als “Kostenfaktoren auf zwei Beinen” beschrieben/gedemütigt wurden, könne funktionieren?

Mit Johann Buddenbrook zu sprechen: das ist alles noch dunkel und harrt der Aufklärung…

Ansonsten aber ist es richtig, dass der Medienmainstream jetzt endlich aufwacht. Mit Ruhm bekleckert hat er sich nicht, stimmt schon - aber gut. Weitermachen, immer weitermachen, Namen nennen, Namen nennen.

Mir scheinen vorderhand zwei Punkte wichtig. ich hatte die kritische Gegenöffentlichkeit schon jeweils einmal gebeten, hierzu eine Kampagne zu eröffnen, sich zu vernetzen; mit mäßiger Resonnanz. Vielleicht habe ich heute mehr Glück:

a) Wir haben nicht mehr viel Zeit bis zum Mai, aber wir haben noch welche. Horst Köhlers tiefe, allemal moralisch schuldhafte Verstrickung in das Desaster muss thematisiert werden. Herrn Köhler für weitere 5 Jahre als Bundespräsident goutieren zu dürfen empfände ich als Zumutung. Ich erinnere an Argentinien; Herr Köhler ist im Zweifelsfall schlicht und ergreifend für Tote mitverantwortlich.

b) Ich schlage ein weiteres Mal vor, dass wir uns organisieren und eine Kanzlei unseres Vertrauens beauftragen, damit die die (straf)rechtliche Verantwortung aller Beteiligten abklären kann und ggfls Strafanzeige(n) stellt. Nicht mit (verständlicher) Wut im Bauch, sondern ganz ruhig, sachlich, präzise.

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Ergänzung: Zum SpON-Artikel “Die verdrängten Sünden…”

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Im Forum zum Artikel “Koalitionsausschuß: Die verdrängten Sünden der Heuschrecken-Bändiger” hat sich eine interessante Diskussion entwickelt. Ein User (”teilnehmender Beobachter”) schreibt:

Informativer Artikel, aber wohl nur die halbe Wahrheit.
Die Politik ist nicht nur “naiv” den Verlockungen des grossen Geldes gefolgt, sie wusste spätestens seit Anfang 2003 auch Bescheid über bestehende Risiken: Durch eine Indiskretion wurde dem Handelsblatt bekannt, dass es im Februar 2003 ein geheimes Treffen der Bundesregierung mit Spitzenvertretern der deutschen Banken und Versicherungen gab, um eine Auffanggesellschaft für notleidende Kredite deutscher Institute zu diskutieren. (siehe http://www.handelsblatt.com/archiv/b…fregung;606003)
Am 29.9.2003 ist dann u.a. auch die Bad Bank Hypo Real Estate gegründet worden.
Das erste 35-Mia.-Rettungspaket zu Gunsten der HRE wurde in einer Nachtaktion am 28/29.9.2008 von einem ahnungslosen Bundesfinanzminister zusammen mit einigen Finanzinstituten gepackt, ein Tag nach dem die Haftung des Alteigemtümers
Hypovereinsbank bzw. Unicredit Italien abgelaufen war, eine Woche später wurden nochmal 50 Mia. für die HRE geschnürt.

Mag jede/r die Schlüsse daraus ziehen.

Genau so ist es gewesen!

Jetzt nicht locker lassen!

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5. März 2009

sneak peek: frank viva

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we’re on a bit of a sneak peek roll this week so i wanted to keep things rolling with this beautiful home tour from frank viva of whigby. i’ve been a big fan of his work for some time now, and it was such a treat to get a glimpse into his beautiful home in [...]

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new: david wiseman

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i’ve been a fan of david wiseman’s since he first burst onto the scene in 2004. his colorful deer head hat hangers may have been what got him started, but he’s made such leaps and bounds into the realm of custom installation work. i’ve posted several of david’s gorgeous porcelain installations before, but i’m excited [...]

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ma petite boutique

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this is a bit of a departure from what i normally post, but i was completely taken with french artist barbara berrada’s work. barbara creates beautiful clothing, toys and decorations for children and their rooms and i find myself wanting to either reverse my age back to 10 or suddenly find myself living in france [...]

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diy project: window films

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this month’s material is a simple one…paint! obviously paint comes in many forms, and one of my favorite craft tools is the paint pen. they have come a long way over the years, and the newest paint pens provide a really clean, fluid line of paint and are great for drawing with. in our home [...]

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British Ceramicists

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Here’s a bit of porcelain and clay for you this Wednesday.

Raw and organic sculptures by Aneta Regel Deleu.

Air-tex, Tortoise, Golf ball and Sea Urchin containers from Ikuko Iwamoto.

Louisa Taylor’s stackable tea set.

A porcelain and gold luster ‘mother & child’ from ceramic artist, Clare Curneen.

The always lovely Helen Beard.

Carina Ciscato’s fluid porcelain pots.

Encrusted copper turquoise [...]

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Mahnung

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Das Mahnschreiben, das zur Zahlung des Büchergelds der Christa-Goetsch-Strafsteuer für Eltern auffordert, ist eingetrudelt. Ich warte noch ein wenig…

Wer hier in Hamburg noch GAL wählt, ist wirklich selber Schuld.

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Angriff auf Mannichl

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Jetzt redet Mannichl. Der Fall ist nicht geeignet, Misstrauen zu entkräften. Ich meine damit jetzt nicht eines gegen Mannichl, wohl aber eines gegen jene segensreiche Institution, bei der auch er arbeitet. Häufig müssen Opfer rechter Schläger erleben, zum Täter oder Lügner umgelabelt zu werden. Immer wieder treten Ermittlungspannen zu Tage. Zeugennamen werden wie durch Zufall öffentlich, also erreichbar. Ich denke an die deutsche Tradition der Verquickung von Staatsmacht und rechten Terror-Trupps - seit der Oganisation Consul -, an das Oktoberfestattentat, auch an Peter Urbach und den Mordfall Schmücker, und so langsam wird einem da ganz anders. Es fällt mir außerordentlich schwer, hier noch an Zufälle zu glauben.

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wedding so sweet + diy idea

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i’ve always loved that tradition of riding away from a wedding in a fancy car with ribbons tied to the back and a big “we’re married” sign on the back. i’ve seen a few weddings where people carried this out with cans attached and while it may seem a little hokey, it’s really quite sweet [...]

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PennyMac

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Guckt mal, Leute: So muss man das machen…

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diy wednesdays: crocheted cotton dish scrubbers

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our recent crappy weather has encouraged some quiet, crafty evenings at home. In going through our supplies, we’ve discovered tons of leftover yarn from previous projects. instead of trying to mix and match it all into one larger thing, we’ve discovered the joys of making little things—projects we can whip up in 30 minutes or [...]

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4. März 2009

brainstorm

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i’m finishing up a new city guide for today but wanted to post these beautiful pieces from briana feola + jason snyder at brainstorm print and design. i love their hand silkscreened posters and their design work for clients like bonnaroo. click here to check out their work and shop online. [thanks, briana!]

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before & after: laura casey’s bedroom

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i know tuesday isn’t before & after day, but i couldn’t this bedroom. it looks like such a nice place to take a peaceful afternoon nap, something i’d very much like to do today. this bedroom makeover is the work of designer laura casey and i love the colors in the “after” shot- those soft [...]

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jodie silby + note about images

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when it comes to maps, i prefer mine on the antique side, with a focus on oceans. for some reason water maps always remind me of the days of pirates and wooden ships and a whole host of imagery i hold dear. this map doesn’t focus on water, but it does put a new spin [...]

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Es geht los

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Nach einigen Vorbereitungen - etwa einem Kurzessay im “Stern” schon letzten Herbst, auch Prantl selber hat sich partiell schon früher geäussert - geht es jetzt endlich so langsam los: Der Medienmainstream fragt substanziell nach den Verantwortlichen. Nun gut, ich bin natürlich einverstanden, auch, wenn ich gerne wüßte, warum es so lange gedauert hat, bis man auf die Idee kam, diese doch eigentlich ziemlich naheliegende Frage zu stellen. (Bevor man mich für naiv hält: Die Debatte kommt natürlich deswegen so schleppend in Gang, weil eben alle relevanten gesellschaftlichen Kräfte verstrickt waren - auch SPD, auch DGB -, und weil die eine Krisenkrähe der anderen dann eben doch kein Auge aushackt.)

Viel wichtiger: Dranbleiben. Keinen mehr rauslassen aus dem Sack. Und immer wieder: Namen nennen.

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london design guide

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today’s city guide is all about one of my favorite cities in the world: london! i studied abroad in london during college and will never forget the rainy (but beautiful) days, wonderful art galleries, and weekends spend hiking in the lake district. today’s guide was created by lynne of tea for joy and focuses mainly [...]

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CONTEMPORARY BRITISH FURNITURE DESIGN

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Furniture and product design are fields that have always intrigued me - the ability to combine artistic creativity with engineering is a rare and enviable skill. Below are only a sampling of the many incredible designers in the UK - but these are creations that I thought were particularly clever and original.

A set [...]

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sneak peek: kevin corn

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i wanted to share another sneak peek this morning, courtesy of interior designer, kevin corn. based in los angeles, kevin designs interiors as well as a line of screenprinted pillows that utilize vintage fabrics. kevin’s home in silverlake was originally a condo in 1973, but was bought and “flipped” by the previous owners. when kevin [...]

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biz ladies 2009: surviving + thriving in the recession

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[rosie the riveter geraldine doyle, updated by abigail friedman]
in 2006, i started the d*s biz ladies series because i felt that there was a real need for women running their own businesses to connect and create local support systems. over the past 2 years i’ve been traveling across the country to help these amazing women [...]

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3. März 2009

Die Krise und die Clowns

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dem Blog-Kollegen Etalon zum Geburtstag

Dieser SpiegelOnline-Kommentar Christoph Schwennickes zeigt mir deutlicher als alles andere, warum die Debatte um die Verantwortung für das Desaster nicht in Gang kommen will. Zunächst einmal würgt Schwennicke, wie immer, den Kritikern des Neoliberalismus ein bißchen Auschwitz rein: so weit, so banal, so andauernd. Aber dann finden sich Einsichten, die man erstaunlich finden könnte, wenn Schwennicke ihnen denn nur Taten folgen ließe: Die SPD hat vor der Veranstaltung schon einmal Ende vergangener Woche klar gemacht, dass sie noch mehr als die CDU entschlossen ist, die entfesselte Finanzindustrie an die Leine zu legen. Jene SPD übrigens, die in rot-grüner Regierungszeit Hedgefonds in Deutschland zuließ und mehrere Gesetze zur Finanzmarktderegulierung verabschiedete, weil sie den Eindruck hatte, das biedere Sparkassen-Deutschland habe das Nachsehen in der modernen Finanzwelt von Wall Street und Londoner City. Die Sparkassen, sagte damals Bundeskanzler Gerhard Schröder, müssten “endlich in die Strümpfe kommen”.

Daran will keiner mehr zurückdenken, genauso wenig wie sich jemand in der Großen Koalition daran erinnern will, wie denn der Passus auf Seite 86/87 des aktuellen (!) Koalitionsvertrages geraten konnte. Dort steht zu den Zielen der Legislaturperiode, nachzulesen auf der Homepage der Bundesregierung, man müsse auf den Finanzmärkten “überflüssige Regulierungen” weiter abbauen, “Produktinnovationen” “nachdrücklich unterstützen” und den “Ausbau des Verbriefungsmarktes” vorantreiben.
Gut gebrüllt, Schwennicke! Völlig richtig! Leider vergißt er die Rolle des “Spiegel” als Sturmgeschütz des Neoliberalismus. Und so handelt es sich bei Schwennickes Kommentar schlicht um genau das ranzige Geschwätz, das er, durchaus zutreffend, den Politikern zuschreibt.

Das infame an Schwennickes Ansatz ist die klammoffene Suggestion, die eigentlich dahinter steckt: Es seien alle so irgendwie mitverstrickt - und also eben keiner. Inzwischen möchte Herr Wulff Bänker zum Verhör schicken - richtig, aber aus seinem Mund ziemlich komisch -, und Wolfgang Peiner weist genüßlich darauf hin, dass alle Welt doch gewußt habe, welche Steueroase-Engagements die HSH-Nordbank eingegangen sei - stimmt auch, aber wird dadurch Peiners Versagen besser? Vor kurzem faselte von Beust in einem Interview von “allen”, die das so gemacht hätten. “Haltet den Dieb!” - wenn das nicht mehr funktioniert, folgt ein “Wir alle waren Diebe!”

Und genau das ist tief unwahr. Es ist richtig, dass sich im Zeitalter neoliberalen Größenwahns viele dieser gewalttätigen, sozialdarwinistischen Marktideologie unterworfen haben, einschließlich diverser Jubelperser auf SpON - aber nicht “alle”. Mir schon klar, dass wir jetzt deren Stachel im Fleisch sind. Und mir auch klar, dass die, die schuldhaft verstrickt waren, jetzt auf diesem “alle” beharren müssen, um ihre zerstörte Identität über die Zeitenwende zu retten. Darin unterscheidet sich die jetzige Zeitenwende in nichts von allen vorangegangenen. Genau deswegen jetzt, gerade jetzt die Aggressivität gegen alle Alternativen zum Markt-Irrsinn. Und weil das neoliberale Zeitalter zwar nicht alle, wohl aber die Mehrheit der Gesellschaft zur Unterwerfung zwingen konnte, dazu, Gessler-Hüte zu grüßen, wird ihnen diese Abwiegelungsstrategie aller Voraussicht nach auch gelingen.

Schwennicke plädiert jetzt ganz folgerichtig für Clowns. Tut mir leid, aber das ist einfach nur niederträchtig. Hunderttausende - nicht Herr Schwennicke, da können wir Dollars für Pfannkuchen verwetten - werden in dieser Krise ihre Existenz verlieren, im Trikont wird es vermutlich Millionen zuzsätzliche Tote geben - aber Herr Schwennicke findet, es sei Zeit für faule Witzchen.

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Best of British Illustration

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Let’s start with an easy one for me: illustration. I’m a huge fan of illustrative art - maybe because I can’t draw for toffee (British phrase – look it up!). Luckily for me there’s a lot of amazing stuff out there to be seen. As I don’t have enough wall space at [...]

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new: modernica and manos

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there are three fantastic sneak peeks coming up next, but i wanted to share some beautiful new pieces that just hit the web today. first, modernica and artist peter shire just released the ‘prince charles‘ chair, which is an interesting spin on an iconic eames chair with queen anne-style legs. i really like the contrast [...]

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Peinlich, peinlich, Hartmut…

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Schande über mich. Dieses Blogging des Kollegen Weissgarnix vom 14. Oktober 2008 (sic!) bekomme ich erst heute spitz. Auch die Beiträge der User sind überwiegend lesenswert und enthalten weitere wichtige Informationen. Übrigens: Es war die FDP, die einen von LiPa und Grünen geforderten IKB-Untersuchungsausschuß verhindert hat. Soviel zu Herrn Westerwelle, der jetzt, weil er zufällig keinen Ministerpposten hat(te), die Unschuld mimt.

Weissgarnix phantastische Recherche belegt final, was ich damals bloß mit Gründen vermutet habe: Dass Merkel und ihr Sattelbursch Müller-Vogg glatt gelogen haben, als sie die Erstgenannte zum Regulierungs-St.Georg uminszenierten.

Verspäteter Dank an Weissgarnix für die saubere Recherche.

Ich bitte alle um kräftiges Verlinken.

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alissa hunsaker

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alissa hunsaker is a los angeles based photographer who focuses on still life and interiors. she recently graduated from art center in LA and i’m completely smitten with her work. i want to blow up a giant version of her aprons print below and frame it for my kitchen. click here to check out alissa’s [...]

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sneak peek: sally bartz of halsea

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while looking for some cute new travel supplies for our honeymoon i came across halsea, a california company that specializes in colorful, pattern-filled bags and totes that are perfect for a weekend getaway or special vacation. while talking with holly at halsea, she mentioned that halsea’s owner, sallybartz, had a beautiful home. so of course [...]

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Gerechtigkeit für 1,30

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An diesem Urteil ist so gut wie alles skandalös.

Zunächst die Rechtspraxis selber, die es sichtbar macht - und für die die verantwortliche Richterin selber gar nicht verantwortlich ist (Bienenstichurteil): Die Kassiererin ist nicht überführt, sie hat den Job, in dem sie 31 Jahre offenbar tadellos gearbeitet hat, nicht verloren, weil sie 1 Euro 30 unterschlagen hat – auch dann hielte ich dieses Urteil übrigens für maßlos -, sondern weil sie vielleicht 1 Euro 30 unterschlagen hat. Dieser Jobverlust bedeutet für sie den Verlust ihrer wirtschaftlichen Existenz. Man kann inzwischen auf Verdacht hin also die Existenz verlieren. Das ist schon einmal in sich nichts als gespenstisch. Habe ich mich verhört, wenn hier mit den Mitteln der Justiz ein paternalistisches Herr-Knecht-Verhältnis reinstalliert wird? Wenn der Herr das Vertrauen verliert, darf er abservieren… Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine solche Rechtsauffassung vor einem funktionierenden Verfassungsgericht Bestand hat, dazu ist das Missverhältnis zu offenkundig: Hüben eine mögliche Lappalie (Betonung auf „möglich“), drüben die Vernichtung der bürgerlichen Existenz nach 31 Jahren tadelloser Arbeit. Ferner: Angesichts der Wirtschaftskrise, in der viele Unternehmen ihr Personal möglichst kostengünstig abbauen wollen, und angesichts dessen, was Existenzangst in einem bewirken kann – etwa die Bereitschaft zur Gefälligkeitsflunkerei vor Gericht -, muss ich doch wohl kaum ausführen, welche Möglichkeiten eine solche Rechtspraxis im Zweifel eröffnet. Ich will das den beiden Zeugen im Prozess gegen Emmely nicht konkret unterstellen. Aber wir wären naiv, wenn wir diese Möglichkeit kategorisch ausschlössen. Selbstverständlich ist es möglich – alle Lebenserfahrung spricht dafür -, Menschen durch gelinden Druck dazu zu bringen, bestimmte Dinge „gesehen“ zu haben. Zumal sich inzwischen ganze Anwaltskanzleien oder Seminaranbieter auf dirty tricks a la Nixon spezialisiert haben, um Personal loszuwerden, Betriebsräte zu sabotieren und dergl… Eine Frage eines Jura-Laien an die vom fache bitte noch: Widerspricht diese rechtspraxis nicht dem Schikaneverbot BGB 226? Gelten die allemeinen BGB-Regeln auch hier? Ich bin belehrbar…

Skandalös sind aber auch die offenkundigen Doppelstandards, die zB Prantl völlig zurecht anprangert. Jemandem nicht etwa wegen 1,30 sondern wegen mutmaßlicher 1,30 in den sozialen Abgrund zu schicken, während das von Prantl erwähnte Justizpersonal – Staatsanwälte, Richter: fehlendes Unrechtsbewusstsein können wir wohl ausschließen – so preiswert davon kommt, sieht nicht etwa aus „wie“ Klassenjustiz. Das ist schlicht und ergreifend Klassenjustiz, weiter gar nichts.

Fast noch skandalöser aber ist die Reaktion der Justiz, etwa Frau Aust-Dodenhoffs, auf die inhaltlich zutreffende Kritik am Urteil. Falls es jemanden interessiert: Wir leben in einer Demokratie. Niemand ist Gott, auch Richter sind das nicht, auch ihr Tun darf selbstverständlich kritisch hinterfragt werden. Wo leben wir denn! Thierse hat ja nicht zum Rechtsbruch aufgerufen. Er hat einfach nur dieses Urteil kritisiert, und das war sein gutes Recht. Wer, weil ein Urteil kritisiert wurde, den Rechtsstaat am Abgrund sieht, hat lediglich sein eigenes obrigkeitsstaatliches Denken entblößt. Niemand hier muss vor Richtern innerlich strammstehen – falls es das sein sollte, was Frau Aust-Dodenhoff meinte. Wäre ja noch schöner. Meine einzige Kritik an Thierse: Dass er seine ursprüngliche Wortwahl zurückgenommen hat. Jemanden wegen mutmaßlicher 1,30 in den sozialen Abgrund schicken ist barbarisch. Was denn sonst?

Ebenfalls skandalös sind einige verstörende Fakten über die Arbeitsrichterin R., die die Nachdenkseiten resp. der User “epikur” im “Tagesspiegel” herausrecherchiert haben. Frau R. hat(te?) ganz offenkundig eine Nebentätigkeit, und zwar ging es um arbeitsrechtliche Vorträge für das Institut Forum für Management GmbH. Gewerkschaftsnah wird man dieses Institut beim besten Willen nicht nennen können. Eine der Themen ihrer Vortragstätigkeit: Verdachtskündigung. Es spielt in diesem Zusammenhang überhaupt keine Rolle, ob Frau R.s Nebentätigkeit Einfluß auf ihr Urteil nahm. Mag ja sein, dass sie ihre richterliche Unabhängigkeit wahren konnte – obwohl da meiner Gutgläubigkeit einiges abgefordert wird. Allein die Tatsache, dass Frau R. solch delikate Nebentätigkeit ausübt, muss fragwürdig genannt werden. Wir haben es nicht zum ersten Mal mit merkwürdigen Interessenkollisionen bei unseren Richtern zu tun. Vor Jahren hatten wir schon mal einen kuriosen Fall: Ein BGH-Richter, der über Gaspreise und ihre Gestaltung zu befinden hatte und sich durch ein sehr monopolistenfreundliches Urteil auszeichnete, pflegte danach Vorträge vor den Energieversorgern zu halten – Motto: “Gute Chancen für Gasversorger bei Gaspreiserhöhungen!” Ich werde nichts behaupten, was ich nicht beweisen kann, aber ich lasse mich hier auch nicht zum Hysteriker labeln, wenn ich zu Protokoll gebe: In eine solche Justiz habe ich einfach kein Vertrauen mehr.

Wie immer am Skandalösesten ist die Reaktion des gut situierten Mittelstands. Naturgemäß kann ich jetzt keine Namen nennen; man kann es mir also glauben oder es bleiben lassen. Ich kenne hier in Hamburg so manchen. Selbstredend auch besser situierte Leute. Leute, die sich ihre Eigentumswohnungen oder Eigenheime schwarz von einer „Putze“ reinigen lassen (wenn sie erwischt werden, kriegt allein die „Putze“, die damit ihre zwei Kinder durchs Leben schlägt, einen rein, weil die ja „betrogen“ hat). Leute, die jeden Steuertrick kennen, zu jeder Zockerei bereit sind und damit auch noch lauthals prahlen. Was ich aus deren Mund über „Emmely“ gehört habe, ist fast nicht zitierfähig. Die innere Verwahrlosung des Besitzbürgertums sprengt inzwischen jeden Rahmen. Dieselben Leute, die sich nicht einmal entblöden, für ein paar lumpichte eingesparte Euros illegal per Gartenpumpe Grundwasser abzugreifen, um damit ihren Garten zu sprengen, finden das Urteil gegen „Emmely“ goldrichtig, denn – bitte festhalten! - die hat sich ja falsch verhalten! Regeln, und sei es auf Verdacht, gelten eben nur für Hartzer, Kassier-Schicksen, Lagerarbeiter mit rustikaler Grammatik und sonstigem Menschenplunder. Für uns doch nicht… Es sind dies übrigens dieselben, deren große Wehklag´ gar nicht enden will, wenn sie merken, dass sie sich auf einmal selber verzockt haben, mit Lehman-Zertifikaten etwa.

Was bleibt? Es bleibt eine Justiz. Unsere Justiz. 16.000 Seiten und kaputte Ex-Kinder-Nutten sind bloß Erfindungen verrückter Weltverschwörungsirrer. Ein Meineid ist nach acht Jahren auf einmal doch keiner mehr, und Herr Hombach ein ehrenwerter Mann. Frau Reiche ist eine ehrenwerte Frau, die Staatsanwaltschaft hat sauber gearbeitet und die EU-Fördergelder sind irgendwie leider weg (naja, sie sind ja gar nicht weg, es hat sie ja nur ein anderer…was sogar stimmt!). Und die kleine Kassier-Schickse zappelt im Hartz-IV-Schwitzkasten. Das hat sie auch verdient. Denn schließlich hat sie nach 31 Jahren 1,30 Euro unterschlagen. Zumindest mutmaßlich.

Pfui deibel.

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Hi From Guy

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Well hello and welcome to my guest blog!
Ok – a quick intro. I’m an ex-pat American who’s spent the last few years renovating a little terraced house in north London. During this (tumultuous) time I started collecting small pieces of art and furniture for the house, as well as bits of inspiration from [...]

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knit storm + new guest blogger

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i just finished a three day blueprint cleanse and i’ll tell you what, i could use a cup of hot tea and a nice hot breakfast. and nothing seems cozier than a cup of tea in one of these knitted crocheted mug cozies from kate at knit storm. i love how simple and homespun they [...]

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Hiob ist jetzt wohl jeden Tag…

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Will diese Dynamik denn gar nicht aufhören? Fast jeden Tag neue Fakten, die einen gefrieren lassen. Die Querschüsse warten mit Zahlen auf, die schlicht fassungslos machen, Autismuskritik zeigt auf, wie nah diese Gesellschaft bereits am Abgrund steht. Für alle, die immer noch auf Guttenberg und andere Weihnachtsmänner setzen: Auch im März 1930 wartete man vergeblich auf den Rückgang der Arbeitslosenzahlen…

Ich bin gefragt worden, ob ich wirklich glaube, es werde so schlimm kommen.

Ich glaube selbstverständlich an gar nichts. Ich nehme die Fakten zur Kenntnis - Rückgang der Industrieproduktion um 12,5 % im Januar zB - und bin nicht völlig blöde. Interessant (wenn man dergleichen denn interessant finden mag) ist die mich fassungslos machende Diskrepanz zwischen der allgemein durchaus eingestandenen Beobachtung, es mit einer sehr schweren Krise zu tun zu haben - und der völligen Unfähigkeit, sich diese Krise einmal in der Substanz auszumalen. Große Teile des Publikums können sich einfach nicht vorstellen, wie massiv eine Weltwirtschaftskrise zuschlagen kann - was vielleicht sogar menschlich-allzumenschlich ist. Selbstverständlich ist eine völlige Verslumung von Stadtteilen inklusive rechtsfreier Räume möglich, selbstverständlich ist eine massive Verarmung drin, ein Abwerten der Renten, Hungerödeme bei Erwerblosen kann auch niemand ausschließen, und zu riots wie in Griechenland wird es mit ziemlicher Sicherheit auch woanders kommen.

Selbstverständlich ist alles möglich. Und wenn ich “alles” sage, dann meine ich alles.

Wahlplakat 1932

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sneak peek: alissa and ryan of shop horne

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if you’ve ever checked out the online boutique horne, it will be no surprise to you that this incredible sneak peek belongs to alissa parker and ryan walker, the pair behind the beautiful shop. the two describe themselves as complete home-bodies, loving to curl up with a good movie and some pine street pizza.  therefore, [...]

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sneak peek: nicolette camille

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today’s sneak peeks are some of my favorite from the past few months. this beautiful brooklyn railroad belongs to floral designer, nicolette owen of nicolette camille (camille is her middle name). i first saw nicolette’s work at joy’s site and have been following her online ever since. then last week sarah visited nicolette’s home and [...]

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Verlorene Zukunft

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Weissgarnix - hiermit mit Dank in die Blogroll aufgenommen - hat sich über das geäussert, was auch mich bewegt, letztlich seit Jahren: Der schnelle Wandel bedroht alles. Aus dem Grund genoß der Sozialstaat trotz der Deregulierungs- und Flexibilisierungspropaganda immer eine hohe Akzeptanz in der Bevölkerung. Flexibilität war zur Bedrohung geworden, weil der flexible Mensch zum Menschen in völliger Unsicherheit geworden war. Flexibilität wurde mit der Agenda 2010 nicht belohnt, sondern bestraft.Das sind einige der wichtigsten Sätze zur Krise. Genau so war und ist es. Nur dass man bis jetzt im teile-und-herrsche-Verfahren das (übrigens legitime) Sicherheitsbedürfnis des brauchbar situierten Mittelstands gegen das Sicherheitsbedürfnis der lower class ausspielen konnte: “Guck mal, Studienrat zur Anstelle auf 2/3 mit Zeitvertrag, dieser angelernte, schnapssaufende Lagerarbeiter da schmarotzt und bedroht dadurch Deine Lebensqualität, bedroht Deinen Lebensstandard…” Allzu viele haben sich die, die an sich ihre Verbündeten hätten sein müssen, zu Feinden auschwatzen lassen…

Jetzt ist das Fallissement da. Das Bürgertum, der Mittelstand ist völlig unvorbereitet. Sie werden nicht glauben wollen, wie ihnen geschieht, und ihre Eigenanteile am Desaster wahrnehmen wollen werden sie erst recht nicht.

Es wird Tote geben. Nicht nur als “erweiterter Suizid” (was es ja längst gab, kürzlich zwei Fälle hier im Norden; übrigens ist der Begriff falsch: So etwas ist Mord mit anschließendem Selbstmord), sondern ganz direkt als Tötungsakt.

Muss man, jenseits aller berechtigter Kritik am ordentlich begüterten Mittelstand, auch ein bißchen Mitleid mit ihnen haben? “Mitleid” ist der falsche Ausdruck, aber ich weiß, was gemeint ist, und ich sage - das ist jetzt ein Gesprächsangebot! : Ja, doch. Ein bißchen. Kein Mitleid, das nicht - natürlich nicht -, aber doch so etwas wie (Fremdwörter) kritische Empathie. Der Mittelstand hat wie in Odgens Ballade vom Galgen alles mitgemacht, alles, wirklich alles, er war zu jeder Schweinerei bereit, um jetzt zu merken: Der Galgen war letztlich nur für mich… Was wortwörtlich natürlich auch nicht stimmt, denn die Anderen sind ja schon tot. Aber metaphorisch ist die Ballade stimmig. Schuld vollzieht sich wohl immer als ein “Halb zog sie ihn, halb sank er hin”.

Genau so jedenfalls organisierte, nach meinen Beobachtungen, der Mittelstand seine Zustimmung zum neoliberalen Wahn: mal kopfschütteln, mal resignieren, mal schicksalsergeben, mal sich zur Aggressivität überreden,…aber letztlich immer “Ja” sagen. Völlig zu Recht und völlig konsistent weist “weissgarnix” auf den one-man-show-Selbständigen hin. Er ist Modellfall des Mittelstandes. Qua Selbstbeschreibung log er sich zur “Elite” um und ahnte hinten und vorne nicht, wie ersetzbar gerade er ist. Jetzt merkt er es. Wenns gut läuft: Mercedes. Wenns schlecht läuft: Von der neidischen Nachbarschaft mitleidlos zur Kenntnis genommene Privatinsolvenz. Denn der Verlierer hat bekanntlich immer Unrecht.

Ich werfe niemandem vor, dass er 2003 im halb-zog-sie-ihn-halb-sank-er-hin-Verfahren in Gottes, Nietzsches und 25-Teufels-Namen “Ja” sagte. Ich glaube ihm auch seine Bauchschmerzen, glaube ihm, dass er tat, was letztlich natürlich auch ich tat im Zeitalter des neoliberalen Wahns: Das Leben meiner Kinder höher bewerten als allgemeine moralische Prinzipien. Aber ich erwarte vom Mittelstand schon, dass er Remedur macht mit seinen halbgeglaubten neoliberalen Lügen und Selbstbetrügereien. Dass er sich mit seinem verinnerlichten Sozialdarwinismus auseinander setzt. Dass er begreift, dass diese Krise vor allem auch seine Krise ist. Zum ich weißnichtwievielten Mal: Der 44jährige bis dato gut verdienende Elektro-Ingenieur, der bisher Hartz IV so richtig geil fand, 5.500 Euro netto abzog, als CSU-Mitglied über die Notwendigkeit von Eliten schwadronierte und jetzt auf einmal arbeitslos wird, ist kein Opfer. Er war jahrelang eher Mittäter. Und ich erwarte von ihm schon, dass er das begreift und Schlüsse zieht.

Halb zog sie ihn, halb sank er hin
und ward nicht mehr gesehn.

Wer wurde da nicht mehr gesehen? Nur der Fischer? Oder auch das feuchte Weib, die Nixe, die Verführung? Goethe läßt es offen. Lassen wir es auch.

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1. März 2009

alphabet brooches

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i have a soft spot for initials so i’m loving this alphabet brooches from anita at bena clothing. they remind me of anne’s numbers and letters mini-trend and make me want to scoop up one in every letter. what a fun wedding favor these would be….

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in the kitchen with: tartlette

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I found Helen, aka “Tartelette“, on flickr one day somehow, I can’t remember, but I’m glad I did. Before I knew that a trained pastry chef was behind all the food in the images, I remember thinking that the food in was always way too perfect to be made at home. I’m not the [...]

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weekly wrap up + paws up

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i wanted to end this week with an image that’s been in my head, and on my desktop, for a few weeks now. it’s one of the beautiful outdoor tents at paws up, a beautiful wilderness resort montana that i’m hoping will be the location of our honeymoon this year, budget and weather permitting. i’m [...]

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new: jean pelle design

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if you’re looking for something to set help set a modern, romantic table this weekend, look no further than jean pelle’s newest candle holders- dorit and joyce. these beautiful wooden holders join jean’s billie and tod candleholders and continue with her love of gold and white gold. i love the way the joyce candeholders have [...]

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paperwink address stamps

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living in recession times means i’ve had to shut off that part of me that says “ooh! that’s cute- where do i click to buy?” but today i’ve politely told the “don’t buy anything” voice in my head to shove it while i order one of these beautiful custom wooden address stamps from paperwink. justification [...]

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truly smitten

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well hello, lovely cards on which i want to write everyone i know a note! i love a sparingly used flourish, and lord knows i love a good metallic ink/foil so these cards are right up my alley. sarah at truly smitten recently released these beautiful letterpressed notecards and now i’m dying to find a [...]

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ceramics: ayumi horie video and perch classes

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ever since design by the book wrapped, i’ve been obsessed with watching videos of artists actually making things. i know so little about certain materials and methods, that i find it fascinating to see how something so beautiful actually comes together. so i was thrilled to hear from ayumi horie about this cool video of [...]

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Thank You

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Thank you to Grace and all the readers for a really nice week full of hand-lettering show-n-tell, I hope that you will come visit me at Miller Cormier and Oatmeal & Cinnamon.
As my way of saying “thanks” I wanted to give you a little hand-lettered gift.

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27. Februar 2009

“beste Kauflaune”

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Die absurde Verdrängung von Wirklichkeit geht in die nächste Runde. Wer soll das hier denn noch Ernst nehmen? Desto fürchterlicher wird das Erwachen werden. Ich finde es schlicht unanständig, den Leuten derart falsche Hoffnungen zu machen. Selbst der IWF spricht inzwischen von einer Krise bis weit in 2010 hinein - wenn das mal ausreicht. Die GfK-Zahlen waren nie besonders realistisch, das konnte man in den letzten Jahren sehen. Fatal ist, dass die Neoliberallalas inzwischen endgültig aus dem letzten Loch pfeifen: Sie fangen an, sich ihre absurde Scheinwelt selbst zu glauben.

In England, wo die Krise weiter fortgeschritten ist, macht sich so langsam Verzweiflung breit. Zu Recht. Im Hamburger Hafen wird derweil in vielen Firmen kurz gearbeitet, und ich darf vielleicht einen Insider zitieren: Im März gehts so richtig los…

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before & after: nicole’s dresser and desk

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this before & after story is about two furniture makeovers, so be sure to click “read more” at the bottom of the post to see the second piece. both of these pieces come from d*s reader nicole in austin, texas. nicole acknowledged that the wood-purists in the audience might “want to burn [her] at the [...]

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before & after: justin’s loft + julia’s chair

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these two before & afters represent both ends of the makeover spectrum- big changes, and smaller updates. this first makeover belongs to art director justin lieb and her crenshaw loft. i love the whimsical way she turned this raw space into a playful home full of color and whimsical abstract wall clouds. click here to [...]

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before & after: bonnie’s footstool

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this fun before and after comes from artist and teacher bonnie van voorst. she decided to reupholster a footstool of her grandmother’s with a coat of paint and a cheerful fabric from ikea. you can’t beat an inexpensive and easy makeover. thanks, bonnie!
[have a before & after you'd like to share on d*s? just shoot [...]

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before & after: jeremy’s eagle rock reno

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some before & afters are quick change-overs, and some involve a whole lot of work. this incredible remodel and add-on was done by jeremy levine of jeremy levine design. he transformed this 400 sq. ft eagle rock, california space into the 1100 sq. ft home that it is now. i’m so jealous of all the [...]

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before & after: nia’s headboard bench

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this creative before & after comes from d*s reader nia sayers. she transformed this antique twin headboard and one side rail into a clever bench seat! i love the way she thought outside of the box and made the best of an antique frame that doesn’t fit modern day box springs and mattresses. great work, [...]

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before & after: lucky’s headboard

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d*s reader lucky’s beautiful grey bedroom really drew me to this simple before & after. everyone knows the power of a coat of white paint (though i’m feeling darker colors more myself these days) and against a gorgeous dark grey wall? as the welcome sign to brooklyn says, “fuhgeddaboudit“. thanks for sharing, lucky! click here [...]

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Horn: keine Inflation

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Sein Wort in Gottes Ohr. Aber mal abgesehen davon, dass eine lange Deflation auch nicht gerade erhebende Aussichten sind: wie sieht es mit jenen Krediten auf - mengenmäßig die Größten -, die der Staat aufnimmt, um Quatschbanken, die sich mit Quatschpapieren verzockt haben, flott zu halten? In den Konsum gehen diese Gelder ja eher nicht - wenn man von ein paar Frankfurter Barkeepern und ihrem Trinkgeld absieht…

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Stationery & other paper goods

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Here are a few stationery picks (and other paper goods) that include hand-drawn letters… I’m beginning to believe I like the kind of letters that aren’t perfect and polished, I prefer the nubs and the bubs.

Loved? Ouch! Somebody better write inside “and I still do”. I loved you and love cards from bread & butter.

hello [...]

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weeder’s digest: flowers in the attic

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My penchant for dead flowers is no secret.

Lately I’ve been working to amass more perfectly parched specimens. I brought home all the leftover valentines day flowers and waited. Two weeks later they are ripe for plucking - I snip them at the quick and set them down as little objets d’art. Flowers in [...]

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26. Februar 2009

diy wednesdays: door organizer

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we tend to subscribe to the “a place for everything, and everything in its place” philosophy, but when it came to derek’s running-out-the-door essentials (phone, notebook, pen) we hadn’t quite worked out a solution. this fused felt door-handle organizer was a super simple way to eliminate a frantic and frustrating search from our morning routine.
have [...]

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minakani

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minakani is the parisian designing duo of cécile figuette & frédéric bonnin. they recently released a beautiful series of wallpaper that have been acting as my desktop wallpaper for days. i love the hand-drawn feel of them, and the whimsical way those giant birds fill the wall (above). it’s delightful to see the way wallpapers [...]

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sneak peek: barb blair of knack studios

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i couldn’t resist sharing an extra sneak peek today. after all of the server/hosting company drama, a great home tour always calms me down. today’s beautiful home belongs to one of my favorite designing women, barb blair of knack studios. barb rescues and restores vintage and found furniture at knack with such great results, that [...]

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lisa rupp

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lisa rupp is a fantastic surface pattern designed who recently launched a new portfolio website full of beautiful illustrations. i’m always taken with her colorful floral patterns, but i’m also loving her new downloadable calendars. if you want to receive the free downloadable calendar you can sign up for lisa’s newsletter on her site and [...]

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d*s guest blog + (another) server note

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good morning! i didn’t get a chance to talk about sarah’s guest posts from yesterday so i wanted to add them in with her content from today. yesterday, in case you missed it (or couldn’t get the site to load), sarah posted a great roundup of artists’ sketchbooks. i discovered some new artists i didn’t [...]

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diy project: glass jar frames

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i’m not a big framed picture person but every once in a while i wish i had a clever way to display a choice photo of the cats or ac. so i was excited to hear from kelly at photojojo about a fun little glass jar project they’d posted. the project couldn’t be easier (you [...]

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Apokalyptiker? Zu Norbert Walter und seinen Kritikern

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In der Blog- und Forumsszene tauchten schon vor Jahren erste Szenarien auf - vermutlich Büchern wie Max Ottes “Der Crash kommt” (Frühjahr 2006) oder natürlich auch der Arbeit der Nachdenkseiten oder Robert Kurz´ Thesen geschuldet -, wonach es zu einem massiven Crash kommen werde, einem Zusammenbruch scheinbar stabiler Bezüge, und dieser Zusammenbruch werde mit dem Platzen einer gigantischen Spekulationsblase beginnen. Ich weiß auch noch genau, was ich denen damals antwortete: Die Kritik am Neoliberalismus sei ja völlig richtig, unglaublich, was da passiere, jetzt von “Aufschwung” und “Die Reformen wirken” zu reden sei selbstredend lächerlich, auch ich sähe ein Auseinanderdriften der Gesellschaft, irgendwann käme es zum Knall, jaja, das neoliberale Glücksversprechen sei haltlos und führe irgendwann zu einem ziemlich bösen Erwachen - aber hätten die Damen und Herren Apokalyptiker es nicht vielleicht doch ne Nummer kleiner?

Erst im Herbst 2007, und zwar anläßlich dieses Aufsatzes (imerhin auf SpON) - Albrecht Müllers frühere Warnungen muss ich übersehen oder in ihrer Tragweite nicht erkannt haben - wurde mir so langsam klar, wie schwer es kommen könne. Im Januar 08 sprach ich vom Tulpenwahn. Aber das ganze Ausmaß wurde mir - dann allerdings schlagartig - wirklich erst mit der Lehmann-Pleite bewusst. Dass der neoliberale Irrwitz mit einem ziemlichen Kater enden wird, wußte ich jederzeit, denn eine Gesellschaft, in der Menschen als “Kostenfaktoren auf zwei Beinen” beschrieben und behandelt werden, muss früher oder später perdü gehen - aber ich wußte nicht, wie groß das Desaster sein würde.

Die Verantwortlichen - auch, wenn sie ersichtlich anders motiviert waren - haben sich zunächst noch auf ein Abwiegeln der Krise eingelassen, obwohl sie, wie jüngst Ulrichs in der ZEIT zeigte, vermutlich früh über das Ausmaß Bescheid wußten. Das ist zunächst einmal nichts, was man beanstanden muss. Man muss die Krise in der Tat nicht auch noch herbeireden. Inzwischen wissen wir aber, dass Max Ottes Szenario von 2006 leider stimmig war: Es ist 1929. Und so langsam wird aus der zunächst noch nachvollziehbaren Rosamacherei eine faustdicke Lüge, die das Desaster verstärken wird, weil die Bevölkerung fast ungebremst reinrasselt. Es ist dumm, bei kleineren Schwierigkeiten gleich einen Weltuntergang zu beschwören - aber es ist schlicht infam, jemandem, der chancenlos ist, Perspektiven vorzugaukeln und ihm somit die Verantwortung für sein unverschuldetes Scheitern zuzulügen. Die Krise ist da. Keine Wirklichkeitsflucht wird sie schöner machen.

Somit finde ich es richtig, wenn Norbert Walter warnt, und kann die Kritik an ihm (siehe Punkt 17)nur halb nachvollziehen. Bitte richtig verstehen: Natürlich muss an Walters Vergangenheit erinnert werden. Zusammen mit den anderen üblichen Verdächtigen (Hüther, Sinn, Straubhaar, Rürup, Miegel etc.) war er eine der Schlimmsten, wenn es darum ging, die brave new liberalian world zu preisen. Walter ist - moralisch verstanden, wie es juristisch aussieht, wäre zu prüfen - zweifellos deutlich mitverantwortlich für das Desaster, und zwar in einem ganz anderen Ausmaß, als dies etwa für den FDP-Ortsvorsitzende aus Kleinhimmelhausen gilt. Dennoch finde ich seine Wandlung interessant, sie erinnert ansatzweise an diejenige Frank Schirrmachers, und so skeptisch man bei beiden auch sein mag: Wir sollten uns erst einmal anhören, was beide zu sagen haben. Es geht mir dabei nicht darum, den Neoliberallalas goldene Brücken zu bauen. Es besteht kein Anlaß, sie ohne Aufarbeitung schluchzend an unsere Brust sinken zu lassen. Ich möchte schon gerne wissen, welcher Teufel die Neoliberalen ritt, möchte wissen, wie es möglich war, dass Menschen, die weder dumm noch eigentlich charakterverlumpt waren, sich am neoliberalen Irrsinn besoffen haben wie an billigem Fusel. Aber eine Prangerstrafe ist kontraproduktiv. Oder steht auf Neoliberalismus ab sofort 2 Jahre Diskursausschluß?

Die Wirtschaftsgeschichte der letzten dreißig Jahre läßt sich metaphorisch (vielleicht sogar real?) als eine einzige große Private-Equity-Gesellschaft beschreiben, bei der die Kosten für die private Übernahme der Gesellschaft den Durchschnittsverdienern aufgebürdet wurden, während man oben die Gewinne abkassierte. Dass die Staatsschulden von Volkswirtschaften, die einen Reichtum ohnegleichen produziert haben, immer größer wurden, ist offenbarer Widersinn und verweist - soviel verstehe sogar ich als Laie davon - auf eine grundlegende Fehlsteuerung. Diese grundlegende Fehlsteuerung muss besprochen und vor allem natürlich beendet werden. Im Zweifel einfach durch ein de facto entschädigungsloses Enteignen sehr großer Barvermögen. Beispielsweise durch eine 98 %ige Steuer auf alle Bar/Wertpapiervermögen > 2 Millionen o.ä.; man möge es technisch realisieren wie auch immer… Also durch einen wirklichen “new deal”. Eine “Enteignung”, die, wenn ich mir die Umverteilung der letzten dreißig Jahre anschaue, in Wahrheit nur ein Zurückzahlen von Schulden wäre (unter Ehrenmännern zahlt man sich bekanntlich die Schulden zurück). Ansonsten führte das derzeitige deficit spending - das in gewisser Weise ja wirklich alternativlos ist, oder plädiert hier jemand allen Ernstes für Hoover und Brüning? - mit ziemlicher Sicherheit entweder zu einer neuen, noch größeren und dann wohl tödlichen Spekulationsblase…oder gleich zu einem Währungsverfall, mit allen Folgen. Kurzum: Der etwas plakative Slogan “Die Zocker sollen selber zahlen” meint, soweit ich als Laie es richtig verstehe, nicht ´nur´ moralisch - das sowieso! -, sondern vor allem auch volkswirtschaftlich das Richtige.

Somit: Die Krise wäre eine Chance, den Eigentumsbegriff neu zu bewerten. Es geht ja - kennen Sie noch Staecks geniales Plakat zur Wahl 1972: “Deutsche Arbeiter! Die SPD will Euch Eure Villen im Tessin wegnehmen!” - im Ernst nicht darum, Oma-ihr-klein-Häuschen zu enteignen. Es geht auch nicht um den Selbständigen, der hart gearbeitet und sich seine Altersversorgung in bar aufgebaut hat. Man lasse sich hier doch nicht in eine Angstkampagne einspannen, man lasse sich doch bitte nicht als Alibi missbrauchen. Niemand will die beiden Genannten enteignen. Es geht um ganz andere Dimensionen - es geht allein um den Punkt, wo Eigentums-Quantität in Macht-Qualität umspringt.

Sind Walter und Schirrmacher bereit, auch über diese Punkte zu reden? Schirrmacher schrieb schon vor Monaten von denen, die eine Krise bezahlten, und denen, die von ihr profitierten. Da kann man doch weitermachen. Walter plädiert jetzt - in völliger Abkehr der von ihm bis vor kurzem vertretenen Paradigmen - für Konjunkturprogramme. Auch da wäre ich zu einem Gespräch bereit.

Ich kann die verstehen, die in ihrer Wut - ich bin genau so wütend, das kann man hier nachlesen! - jetzt “Wendehälse, Wendehälse!” rufen. Aber diese Wut allein führt uns nicht weiter. Ohne Walter und Schirrmacher entschulden zu wollen - beide hatten Schlüsselpositionen inne -…: Den Neoliberallala-Irrsinn haben große Teile der Gesellschaft mitgemacht. Es gibt ein Menschenrecht auf Irrtum - und auch ich bin von Irrtümern genauso wenig frei. Gespräche, welche Irrtümer einer auch immer zu verantworten hat, machen nur Sinn, wenn sie auf Augenhöhe stattfinden. Alles andere ist ein mehr als peinliches Abwatschen, das sich als “Gespräch” ausgibt. Wer jetzt auf so to speak “bekehrte (???) Ex-Neoliberale” zu selbstgefällig reagiert, riskiert, dass die sich in eine Wagenburgmentalität verfügen - ganz abgesehen davon, das ihm eine solche Haltung selber kaum gut tun dürfte. Ich sehe schon einen Unterschied zwischen Schirrmacher/Walter, und unseren beiden kläglichen wirtschaftswissenschaftlichen Tippelbrüdern Sinn und Hüther. Denn die beiden Letztgenannten wollen es sich ganz offenbar zeigen lassen bis zum Abwinken.

Nicht materiell, nicht machtpolitisch, ich weiß, ich weiß - wohl aber geistig haben “wir” derzeit die Oberhand. Sage mir, wie Du mit einem unterlegenen Gegner umgehst, und ich sage Dir, wer Du bist…

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Calligraphers

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When it comes to hand-drawn letters, I can’t forget to mention calligraphers:

Jenna Hein

Betsy Dunlap: blog | site (betsy’s one of the partners at hello handmade)

Maybelle Imasa-Stukuls

Crystal Kluge: portfolio | blog

Danae Hernandez: etsy shop

Katy from Kis for Calligraphy

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25. Februar 2009

caroline saul

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caroline saul is an up-and-coming design/maker from the uk who works primarly with recycled plastic milk bottles to create this colorful sculptural vessels. she recycles the milk bottles to create new sheets of plastic that she then uses to create her pieces. i love how delicate everything looks, but knowing that it’s actually made from [...]

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palm beach and west palm beach guide

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today’s design guides are all about sunny florida, so today we’re wrapping things up with a guide to palm beach and west palm beach written by lorrie browne of my design secrets. lorrie’s guide includes museums, shops, restaurants and some great local haunts so i hope you’ll enjoy lorrie’s guide! [thanks to lorrie for her [...]

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miami guide pt. 2: design district + biscayne blvd

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well, today we’re still going through some growing pains with the new server, but i hope to have all the kinks worked out by the end of the week. so thank you for putting up with the slow loading until we find the right sized package to handle traffic. i thought we had enough, but [...]

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Sachsensumpf reloaded?

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Einige der Fragen, die die “Junge Welt” jetzt stellt, konnten Sie hier vor knapp einem Jahr auch schon lesen. In der Tat: Wer soll ihrer Behauptung Glauben schenken, daß es sich bei dem fast 16000 Seiten umfassenden Aktenmaterial dazu einzig um Märchenerzählungen einer Verfassungsschützerin und eines Polizeibeamten handele?Ich erinnere nochmal an diesen 10 Monate alten und bis heute unwidersprochenen Artikel in der SZ. Daraus:Der Zuhälter hatte vorgesorgt und einen Ordnungshüter in die Geschäfte mit einbezogen. Der führte dem Etablissement eine 15-jährige Ausreißerin zu, mit der er zuvor im Polizeigewahrsam intim geworden war. Raue Sitten, doch im Prozess, der im Januar 1994 stattfand, gab es milde Strafen: Der Polizist bekam eine Bewährungsstrafe, der Zuhälter erhielt vier Jahre, obwohl man ihm in einem Fall sogar Menschenhandel nachweisen konnte. Noch besser erging es den Freiern - sie wurden gar nicht erst ermittelt.Man muss schon reichlich perfide sein - oder als korruptes Mietmaul sein Geld verdienen -, um diese unstrittige Tatsache, ein handfester Justisskandal!, zur “heißen Luft” zu erklären. Es kommt aber noch schlimmer: Da war das beinahe tödliche Attentat auf einen Manager der städtischen Wohnungsgesellschaft LWB im Oktober 1994, das auf ungewöhnliche Weise gesühnt wurde: Drei Tatverdächtige wurden 1996 wegen versuchten Auftragsmordes zu Lebenslang verurteilt; zwei Immobilienhändler, die später als Auftraggeber angeklagt wurden, aber kamen mit geringfügigen Geldbußen davon.Heiße Luft?

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lizzie thomas

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lizzie thomas is a newly graduated paper artist based in brighton. her incredible paper cutting and woodwork is inspired by the use of wood and paper in japanese spiritual life. lizzie sent over some of her current work and i was totally blown away so i couldn’t resist sharing these pieces today. want to see [...]

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HSH-Nordbank, Peiner und ein drohender Staatsbankrott

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Das HSH-Nordbank-Desaster erweist sich fast von Tag zu Tag als immer noch größer denn avisiert. Schon hören wir das Wort “Staatsbankrott”. Inzwischen wirft Herr Peiner hin. Natürlich musste Peiner gehen; allerdings fragt sich, wann das segensreiche Wirken dieses Wirtschafts”fachmanns” endlich strafrechtlich aufgearbeitet wird.

Hätten - nein, ich bin nicht naiv - die Damen und Herren in Kiel und Hamburg einen letzten Rest an Anstand, sie träten sofort zurück. Vor einigen Tagen hat sich bekanntlich auch von Beust nicht lumpen lassen und die üblichen Empörungs-Textbausteine über die “Zocker” abgesondert. So ist das mit einer Gaunerbande: Wenn die Hochzeit mit Seilers Tochter droht, verpfeifen sie sich untereinander, dass Gott erbarm. Zur Erinnerung: Es war sehr wesentlich Herr von Beust - neben Frau Simonis, einer Agenda-Soze -, der diese HSH-Nordbank genau so wollte und mithilfe seines damaligen Finanzsenators Peiner auch durchgesetzt hat. Herr von Beust selber hat sich, aus freien Stücken und obwohl es Warnungen gab, mit denen eingelassen, die er jetzt beschimpft. Erst die Brandstifter ins Haus lassen - und dann “Holland in Not” rufen: das haben wir wirklich gerne. Und Frau Goetsch? Steht natürlich weiter Schmiere! Geschenkt sind jene Relativsätze, die wir hie und da von ihr jetzt vernehmen und die es ihr nach Kassensturz wohl erlauben sollen, sich mit einem “habs ja immer gesagt” auf französisch zu empfehlen.

Dass immer noch niemand jenseits der üblichen Verdächtigen auf der Strasse ist, dass man diesen Politikern - demaskiert, derangiert, desequilibriert, wie sie sind - immer noch vertraut, kann ich bem besten Willen nur noch mit einer Mischung aus Angststarre (hoffentlich erwischt es nicht mich), Beharrungsvermögen (also der Unfähigkeit, sich ein nichts-wird-mehr-so-sein-wie-es-war vorzustellen, bevor es einen selber erwischt) und schlechtem eigenen Gewissen (denn man hat den neoliberalen Blödsinn ja mitgemacht) erklären. Alle Ansätze, die die gespenstische Ruhe großer Teile der Bevölkerung allein mit Manipulation erklären, greifen zu kurz - womit ich die Dauermanipulation, der wir ausgesetzt sind, und ihre wichtige Rolle beim Sedieren überhaupt nicht bestreiten will. Aber wir haben es hier schon auch mit der vielbeschworenen “Trägheit des menschlichen Herzens”, bekanntlich eine der 7 Hauptlaster, zu tun. Wem das zu konservativ klingt - natürlich ist das konservativ -, der möge mir eine bessere Erklärung anbieten, warum Leute wie zB Steinbrück (Skandal um die 5-Jahresfrist HRE) oder Peiner mit ihren unglaublichen, auch von den Dimensionen her schier unfassbaren Gaunereien vor aller Augen durchkommen.

Was tut not? ich habe nichts anzubieten als mein ureigenes Krisenendlostonband, das ich mir bei Tucholsky erborgt habe: Namen nennen, Namen nennen, immer wieder Namen nennen!

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stop motion magic + new server

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yesterday my friend bryan was in town and we spent the better part of the afternoon watching seriously immature youtube videos like the cinnamon challenge and kittens book. but then he pointed me in the direction of this incredible stop motion video by israeli artist, oren lavi. whether you listen with or without sound, this [...]

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she hit pause studios

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on cold days like today i always love soft, faded photographs- they remind me of summer and warm afternoons reading in the park. these photos are from matt schwartz of she hit pause studios and are available on matt’s e-commerce site for $65 right here. [via d*s reader, rose. thanks, rose!]

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für Globalisierung gut gerüstet

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Verzeihung bitte, aber kann mich mal jemand kneifen? In welchem Film bin ich gerade? Eine Welt bricht zusammen, die Summen, über die wir reden, werden immer größer (18,2 Billionen inzwischen), man spricht über Staatsbankrott in Schleswig-Holstein, Hunderttausende werden ihre Existenz verlieren…und die Bertelsmannstiftung, als habe eine alte Vinyl-Schallplatte einen Sprung, radebrecht von der Globalisierung, für die Deutschland auf einmal gut gerüstet scheint… Haben die aus Versehen alte Textbausteine montiert? Neoliberallala war letzte Saison…

Das ist Realsatire. Das können die nicht Ernst meinen, oder?

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Sketchbooks

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One of the best places to find hand-drawn type is inside an artist’s sketchbook. Here’s a few snoop through:

from the do not leave unattended project

book by it’s cover has a collection of sketch books, including these pages by chad kouri

Jahan Gerrard

Ted McGrath
CLICK HERE to see the rest of the sketchbooks after the jump…

Linzie Hunter

Chris Piascik

Les [...]

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24. Februar 2009

d*s guest blog: hand lettering with sarah miller

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today i’m excited to welcome sarah miller to the d*s guest blog! sarah is a cincinnati based designer and professor of digital design at the university of cincinnati. she has her own design business, miller cormier, but also runs a fabulous blog called oatmeal & cinnamon. this week sarah will be posting about some of [...]

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sneak peek: wanwisa posner

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as an avid traveler myself, it made me smile do hear wedding and event coordinator wanwisa posner describe her home as “modern meets well-traveled eclecticism.” i love the way she and her husband have incorporated mementos from foreign places as a reminder of their travels into their daily living. “we like clean and modern lines [...]

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sneak peek: molly of life + limb

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portland, oregon has some of the best shops around. one of those is LIFE + LIMB, an indoor plant and modern home accessories shop run by graphic design trained molly quan. luckily for those of us not in portland, molly just opened an online shop, but today is all about her home. i’m just bummed [...]

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sneak peek: darling clementine

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when i first emailed tonje holand of the stationery line darling clementine little did i know what a great home she had - in fact so awesome that it was recently featured in the sunday supplement of norway’s national newspaper. luckily tonje and photographer nina ruud/dagbladet were willing to share the images with us. you [...]

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wayne pate: earthly delight print

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under $100: travel accessories

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one of the many sad things about domino closing is that content due for later issues won’t be appearing. i realized this weekend that my last under $100 column for domino’s website won’t be running so i decided to code it to run here instead. no use in not sharing fun budget-friendly design, right? so [...]

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Die Dynamik der Krise

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Seit September 2008 legt die Krise eine Dynamik an der Tag, ändern sich Wirklichkeiten in einer Geschwindigkeit, die ich ansonsten nur 1989/90 erlebt habe. Jetzt hat der Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Walter, ein Minus von 5 % prognostiziert - wobei er bei dieser Prognose voraussetzt, dass es ab Jahresmitte wieder aufwärts geht. Woher der Aufschwung kommen soll, wenn die gesamte Weltwirtschaft in einer Abwärtsspirale gefangen ist, sagt Walter nicht. Mit anderen Worten: Walter (der übrigens im letzten Herbst die realistischte Prognose abgegeben hat) teilt uns verklausuliert mit, es könnte zweistellig werden; eine Vermutung, die ich schon vor Monaten geäussert habe. Ich persönlich halte ein zweistelliges Minus inzwischen für fast gewiß. Hier noch einige interessante Hintergründe zu Walter - interessanterweise wieder einmal in der FAZ, die nicht zum ersten Mal ein gewisses Krisenbewusstsein beweist - während etwa SpON die Einschläge überwiegend überhaupt noch nicht gehört hat.

Eine solche Dynamik ist hochinteressant. Man kann sie partiell durchaus mit anderen geschichtlichen Wendepunkten vergleichen. So hat das ancien regime zB jahrzehntelang seinen Kredit verspielt, jahrzehntelang eine immer absurdere Flucht aus der Wirklichkeit betrieben, jahrzehntelang das Einbeziehen des dritten Standes verweigert, ohne dass es ins Wanken zu geraten schien. Erst, als es zu spät war, der Staatsbankrott kaum noch abwendbar, versuchten es die Herrschenden im Frühjahr 1789 mit “Reformen” (Einbegrufung der Generalstände), und zwar, wie wohl fast immer in solchen Situationen, mit Reformen der Marke “zu spät und zu lau”. Im Juli 1789 war der Bastille-Sturm, die nationalversammlung, die Monat für Monat, manchmal Tag für Tag dynamischer werdende Zuspitzung - 2 1/2 Jahe später war Louis Capet tot, und in ganz Europa nichts mehr so, wie es war. Ich sage nicht, dass wir ähnliches erleben werden - und da derzeit keine angemessene, also demokratische politische Alternative sichtbar ist, jedenfalls keine, die sich auf breite Zustimmung stützen kann, weiß ich nicht einmal, ob ich eine solche Kulmination der Situation überhaupt begrüßen sollte. Aber ich schließe inzwischen nichts mehr aus, nicht einmal Armut und failing states in Europa, mit allen Folgen, die das haben kann. Es wäre fahrlässig, diese Möglichkeit von vorneherein per Morgenstern-Logik (”Weil, so schließt er messerscharf,/nicht sein KANN was nicht sein DARF”) von der Hand zu weisen. Und was passiert, wenn sich in einer Situation, in der für sicher gehaltene Welten zertrümmert sind, autoritäre Bewegungen als Garant für Mindeststandards andienen, darüber möchte ich manchesmal gar nicht mehr nachdenken. Ob sich neue Bewegungen etablieren, oder ob - wahrscheinlicher - die sog. bürgerlichen Parteien einen massiven Rechtsruck vollziehen. Den Brüdern traue ich alles zu. Ihrem Klientel übrigens auch.

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23. Februar 2009

Welzer-Interview

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Sehr wichtiges Interview mit Harald Welzer: Im Wesentlichen sehe ich es genau so. Tatsächlich wird, nach aller Erfahrung, die Katastrophe (die ja längst da ist) in der first world erst persönlich spürbar werden müssen.

Welzer: Ja, aber offenbar tun sich selbst Fachwissenschaftler schwer damit, radikale gesellschaftliche Umbrüche zu erkennen. Ich vermute, dass dies eine allgemein menschliche Schwäche ist. Unsere Selbstwahrnehmung ist so strukturiert, dass wir nicht wirklich an die Möglichkeit extremer Veränderungen glauben. Abstrakt wissen wir zwar, dass wir vor einem gravierenden Problem stehen, aber dieses Wissen berührt nicht ernsthaft unser Lebensgefühl.

Frage: Warum nicht?

Welzer: Weil es immer noch Frühling, Sommer, Herbst und Winter gibt; weil die U-Bahnen fahren und die Zeitung jeden Morgen im Briefkasten steckt. Die sozialen Routinen bleiben. Und die tatsächlichen Auffälligkeiten denken wir uns weg.

So ist es.

Sein Szenario ist absolut plausibel: Es wird Fregatten geben, die auf Flüchtlinge schießen werden…inklusive irgend welcher restlos verwahrloster Intellektueller, die diese schiere Gewalt dann - wie immer - mit “Sinn” aufladen.

Gut übrigens, dass er die Darfur-Lügen nicht mitmacht. Dort findet nunmal kein Genozid statt, sondern ein brutaler Bürgerkrieg um Ressourcen, in dem beide Seiten ohne jede Zimperlichkeit zu Werke gehen. Es wäre interessant, einmal zu hinterfragen, wer aus welchen Gründen am Label “Völkermord” ein Interesse hat.

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Krisenmanager

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Man kann sich nur noch wundern. Fröhlich sitzt die Machtelite da, wedelt mit ein paar Wassereimerchen und verkündet, den Waldbrand in Saarland-Größe bekäme man damit demnächst aber ganz bestimmt gelöscht…

Ich kann mir nicht vorstellen, dass die so dämlich sind, wie sie tun. Oder doch? Mein derzeitiger Lektüretipp: Stefan Zweig, Marie Antoinette. Dieselbe Wirklichkeitsflucht, dieselbe Unfähigkeit, die Signale zu erkennen? Dieselbe Borniertheit, die Sache bis zum Abwinken durchzuziehen? Spannend werden die nächsten Jahre, keine Frage. Nur ist diese leichte Faszination, die die Krise auf mich ausübt (und die ich gar nicht bestreite) irrelevant. Das Ideal der Menschheit, so formulierte es Harry Mulisch einmal herrlich, sei nun mal das Doppelkinn. Das langweilig abgesicherte Leben. Und damit hat er Recht.

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22. Februar 2009

Symbol und Realität

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verschmelzen manchmal, bis sie nicht mehr zu unterscheiden sind. Sarkozys peinliche Jubelperserbestellung mag man witzig finden - für mich ist es fast die alarmierendste Nachricht der Woche: So weit sind wir also schon?

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Herr Kramer, Herr Schröder und Herr Ahmadinedschad

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Nun ja, ich bin gewiss unverdächtig, Schröders Pressesprecher zu sein. Aber das - man muss leider schon sagen: neuerliche! - Eigentor des ZdJ, genauer, seines Generalsekretärs macht mich so langsam einfach nur ratlos.

Herr Schröder fliegt also in den Iran. Und nach bislang unwidersprochenen Berichten wird er dort in etwa wie folgt zu Protokoll geben:
In seinem der “Hannoverschen Allgemeinen Zeitung” vorliegenden Manuskript für eine am Samstag geplante Rede vor der iranischen Industrie- und Handelskammer in Teheran rügt Schröder die Leugnung des Holocaust durch Ahmadinedschad. Zugleich betont er die historische Tatsache des Holocaust. “Es macht keinen Sinn, dieses einmalige Verbrechen, für das Hitler-Deutschland verantwortlich gewesen ist, zu leugnen.” Eine Regionalmacht, die politisch ernst genommen werden wolle, müsse die Realitäten anerkennen, die internationalen Regeln beachten und Konzessionen machen.

Schröder fordert nach Angaben der Zeitung vom Iran, die Sicherheit Israels zu garantieren. Nur so sei ein dauerhafter Friede zwischen Israel und den Palästinensern zu erzielen.

Und? Was ist daran falsch? Man muss kein Schröder-Freund sein - ich bin es gewiss nicht -, aber was spricht hier gegen Schröders Thesen? Ich weiß nicht, ob ein solcher Besuch sinnvolle Ergebnisse bringt. Aber was, um alles in der Welt, spricht denn dagegen, es zu versuchen?

Merkt Kramer, merken die, in dessen Namen zu sprechen er vorgibt, denn wirklich nicht, dass er seit einiger Zeit mit viel Verve und wenig Realitätsgehalt den Ochs im Porzellanladen gibt? Beim Irak-Krieg war der ZdJ schon auf dem falschen Dampfer. Im fassungslos machenden Streit um Wolfgang Benz gibt der ZdJ keine gute Figur ab. Die Argumente gegen die “Zeitungszeugen” waren schlicht lächerlich. Auch im Fall des Fussballers Asken Dejagah hat sich der ZdJ blamiert. Aber Frau Merkel (das ist die Vorsitzende der Hans-Globke-Partei, die u.a. für die Arisiererin Hedwig Bollhagen lobende Worte fand) wird gepampert.

Tut mir leid, aber der ZdJ ist so derzeit beim besten Willen nicht Ernst zu nehmen. Pawlowsch schnappt er nach jedem Bissen, den ihm irgend welche obskuren pressure groups a la Anti-Deutsche hinhalten. Wie beschrieb es Posener jüngst so treffend mit einem alten jüdischen Witz? Na, Moshe Cohn, wie wars denn? Du hattest Dich ja als Radiosprecher beworben…- Ha-ha-ben-mi-hich nich ge-genom-nommen, wehehegen sto-totterns a-hangeblich. A-alles An-An-Antisemiten…

Schröder, Benz, Posener, Paweronschitz, dadurch natürlich auch Longerich, Böhme und Giordano, und vermutlich auch der kleine Hartmut: A-ha-ha-lles An-An-Antisemiten.

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Zur Kritik am ZfA

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Ich erlaube mir, diese Kritik am ZfA mit dem besagten Newsletter zu kontrastieren.

Bezeichnend, dass die ZfA-Kritiker ihr Newsletter-Zitat genau dort abbrechen, wo es interessant wird. Denn das ZfA hat sehr ausgewuchtet klar gemacht, worum es ihm ging in dieser Tagung - und hat den (unstreitigen) Antisemitismus in Teilen der muslimischen Einwanderer-Community ja eben gerade nicht geleugnet, sondern deutlich thematisiert! Zitat: Wie wenig eigene Diskriminierungserfahrungen davor schützen, Ressentiments gegen andere Minderheiten zu hegen, wurde in dem Vortrag (…) von Juliane Wetzel deutlich. Antisemitische Stereotype und Propaganda in verschiedenen europäischen Ländern werden auch von Migranten und ihren Nachkommen artikuliert, die aus der arabischen Welt, aus Nordafrika und der Türkei stammen. Ist diese Zitatunterschlagung der “gute wissenschaftliche Stil”, den Diethard Pallaschke einfordert? Welcher Teufel reitet ihn, zumindest zu suggerieren, das ZfA würde muslimischen Antisemitismus verharmlosen resp. ihm versteckt wohl gar noch das Wort reden? Pallaschke hat eine sehr eingeengte textanalytische Kompetenz - aus juristischen Gründen werde ich nicht deutlicher -, wenn er behauptet, das ZfA qualifiziere in seinem „Newsletter“ Nr. 37 von Januar 2009 die oben skizzierte Auseinandersetzung pauschal als „politische oder moralische Kampagne“, als „Verleumdung“ oder als „Verteidigung manichäischer Weltbilder“ ab.

Pallaschke weiß oder sollte wissen, das es - ohne dass irgend ein intellektuell Satisfaktionsfähiger hier von restloser Identität reden wird - bestürzende Parallelen gibt: Hüben wie drüben eine irrwitzige Homogenisierung - DER Jude beherrsche die wall street und hetze die Völker aufeinander, weil ER herrschen wolle / DER Muslim neige einer vormodernen Kultur des Todes zu und verwende seine finanzielle Öl-Macht, weil ER per Teror die Welt beherrschen wolle…also Weltverschwörungs- und Überflutungs- resp. Krankheitserregerphantasien, wenn es denn je welche gab. (Hier finden wir übrigens einen interessanten Unterschied zwischen antisemitischen und antimuslimischen Haßphantasien - DER Jude niste sich eher ein, während DER Muslim eher überflute…). Hüben wie drüben immunisiert man sich gegen die Realität (wer den Judenhaß/Muslimenhaß nicht mitmache sei ein weißer Jude/Dhimmy). Hüben wie drüben: DER Jude/Muslim ist verschlagen und seelenlos/übt Takya, redet mit doppelter Zunge. Hüben wie drüben: Eine geistig impotente Exegese alter religiöser Texte - einseitig ausgewählt, manches Mal auch schlicht gefälscht -, die dann “beweisen” soll, dass DER Jude/DER Muslim sich immer schon als überlegen und Maß aller Dinge gesehen habe und einem Masterplan folge. Findet Pallaschke diese in meinen Augen beim besten Willen unstreitigen Parallelen nicht bestürzend?

Und weiter: Ist denn der Verdacht so völlig von der Hand zu weisen, dass speziell in Deutschland gewisse Intellektuelle die antisemitische Vergangenheit, bei Beibehalten bestimmter Momente, in eine antimuslimische Zukunft transformiert haben, sich dabei zugleich noch “den” (aha) Juden als demokratisch-westlicher Compagnero andienen, um sich als geläuterter Demokrat und nachgeholter Hans Scholl in Szene zu setzen? Habe ich mich wirklich völlig verhört, wenn speziell in Deutschland einige ihre ganz persönliche Familiengeschichte in Mekka entsorgen wollen?

Das alles diskutieren wollen heißt eben nicht, realen muslimischen Judenhaß - den ja auch das ZfA nicht bestreitet, im Gegenteil - für harmlos zu halten. Kein Judenhaß kann harmlos sein. Aber was hat das mit den fassungslos machenden Haßphantasien jenes famosen Blogs namens Politically Incorrect zu tun?

Ich dachte wirklich, wir hätten wenigstens das “Katyn-Problem” gelöst: Man ist nämlich kein Goebbels, wenn man die sowjetischen Morde in Katyn und anderswo als das bezeichnet, was sie waren: Als Verbrechen. Man hat, mit Herbert Marcuse zu sprechen, mal wieder den Eindruck, dass einige unfähig zur einfachsten Erwachsenenlogik sind: Wenn B das Gleiche/ähnliches resp. auch Schlimmes getan hat wie A, ist B schuldig - und A deswegen nicht etwa unschuldig. Die Alternative, wenn ich meine Logik-Lehrbücher angemessen rezipiert habe (wissenschaftliche Standards waren ja gefragt), lautet: Wenn Kamf gegen Muslimenhaß Antisemitismus bedeutet, dann bedeutet im Umkehrschluß Muslimenhaß Kampf gegen Antisemitismus; jedenfalls nach allen Regeln der Kontraposition. Aber Logik, ich weiß, ist kein gutes Thema, wenn jemand seine breiigen Vorurteile an den Mann bringen will…

Ich fühle mich bei diesem Streit wieder einmal an meine Schulzeit (80er) erinnert: ich war damals gegen den Rassismus in Südafrika und die Todesschwadrone in Lateinamerika, weil ich gegen die politische Psychiatrie in der Sowjetunion war - und vice versa. Es ist mir damals, stotternd, stammelnd, nicht gelungen, den Widerspruchsvorwurf abzuweisen. Es ist mir nicht gelungen, den Damen und Herren, die mich natürlich von beiden Seiten bestürmten, klarzumachen, dass mein vorgeblicher Widerspruch in Wahrheit deren eigener war - und ist. So sehr viel weiter bin ich eigentlich auch heute nicht… Israelis, die “Tod den Arabern” skandieren und anläßlich Rabins Ermordung jubelnd durch die Straßen zogen, sind ohne wenn und aber Faschisten, weiter gar nichts…und die Hamas ist eine widerwärtige, gewaltgeile Mixtur aus Mafia und Leibstandarte plus ein bißchen Winterhilfswerk. Ich weigere mich konsequent, hier über irgendwelche Stöckchen zu springen und etwa auf eine der beiden Seiten festlegen zu lassen…

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Awakening setzt sich fort - Staatsanwalt

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Wunder gibt es bekanntlich immer wieder, und so lesen wir inzwischen sogar auf SpON das Zauberwort “Staatsanwaltschaft”. Das ist ja immerhin mal ein Wort. Da kann man weitermachen. Zitat:Mit Scheinargumenten versuchen die Banker nun zu rechtfertigen, was sich nicht rechtfertigen lässt. Man kann nicht Tausende von Mitarbeitern entlassen, Staatsgarantien und Steuergelder anfordern und gleichzeitig Erfolgsprämien in Milliardenhöhe ausschütten. Nichts gegen hohe Gewinne. Aber wenn diejenigen, die den Gewinn kassieren, das Risiko nicht tragen, dann ist das ein Fall für den Staatsanwalt.Genau so ist es.

Wichtig wäre jetzt der nächste Schritt: Dass man diese Forderung nach rechtlicher Klärung auf die verantwortlichen Politiker ausdehnt. Die dubiosen Vorgänge 2003 müssen aufgeklärt werden, es muss ermittelt werden, warum die HRE mit Ächzen über die 5-Jahres-Frist gehievt wurde, wir müssen erfahren, welche Rolle die Externen der Finanzindustrie in den Ministerien spielten und wer für diese offenkundige Interessenkollision die politische Verantwortung trägt. Ich bin nicht dagegen, dass gegenüber den Bänkern, die dieses Desaster zweifellos primär zu verantworten haben, tief in die harte Kiste gegriffen wird - ich möchte aber wissen, was außerdem noch war. Die Bänker sind jenseits aller noch möglichen Zweifel mit ziemlicher Sicherheit schuldig (verzeihung, aber sie sind ja nun wirklich mit der smoking gun in Händen erwischt worden) - sie waren es indessen nicht alleine. Politik und Finanzwirtschaft haben hier jahrelang Hand in Hand gearbeitet. Wenn Merkel, Steinbrück oder der ersichtlich überforderte Guttenberg sich jetzt über die Zocker ereifern, hat das etwas Abstoßendes.

Diese juristische Auseinandersetzung wäre nicht nur - obwohl dieser Grund in einem Rechtsstaat völlig ausreichte! - juristisch geboten. Er wäre auch gesellschaftspolitisch wichtig. Eine Demokratie, die diese unfassbaren Vorgänge - mit Summen, deren Dimension jedes Fassungsvermögen sprengt - nicht aufarbeitet, wäre nicht nur delegitimiert. Sie wäre es vor allem zu Recht, denn sie wäre dann schlicht keine Demokratie mehr.

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Barmbeker Winter

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Krise hin, Krise her. Den Barmbeker Schnee darf ich nicht unterschlagen…

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Crisis? What Crisis?

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Ich verweise einfach zusammenfassend auf als-ob-leben?s neuestes Krisenblogging (warum soll ich, was als-ob-leben? unvergleichlich gut tut, noch einmal viel schlechter tun?). So in etwa sieht es in der Tat aus. Wir müssen mit allem rechnen, zusammenbrechende Staaten inklusive.

Ich möchte bei Leuten wie Merkel, Steinbrück oder Guttenberg so gerne einmal Mäuschen spielen. Ich wüsste zu und zu gerne: Wissen sie im Geheimen um das Ausmaß des Desasters, ihre Verantwortung eingeschlossen - oder glauben sie sich ihre absurden Abwiegeleien und Lügen am Ende selber? Eine Welt bricht zusammen, und Frau Merkel hat nichts besseres zu tun, als über die schwäbische Hausfrau zu faseln, während Herr Guttenberg (es ist kaum zu glauben!) den ordnungspolitisch Gezierten mimt und Herr Steinbrück (selten so gelacht!) als unbrauchbarer Schauspielschüler mies das Stück “Rettung” gibt.

Es gibt viele Faktoren, die für die derzeit noch herrschende, unheimliche Ruhe verantwortlich sind. Den vielleicht Entscheidenden habe ich bisher noch nicht so exponiert: Die völlige Unfähigkeit des Publikums, an den Zusammenbruch einer Welt zu glauben, die man bisher als stabil wahrgenommen hat. Noch zehrt man vom Fundus. Noch läuft alles in etwa so weiter, erste Randerscheinungen inklusive. Schon weiß der IWF, die Krise werde wohl doch länger dauern als nur bis zum Herbst, schon wird vermeldet, die Erwerblosenzahlen stiegen wohl doch etwas steiler an, selbst Kurzarbeit sei nicht auf ewig durchzuhalten… Aber der völlige Zusammenbruch aller Verläßlichkeiten? Auch ich dachte ja lange Zeit so. Dass die neoliberale Welt, in der Menschen bloß Kostenfaktoren auf zwei Beinen waren, irgendwann zusammen brechen muss, war mir schon jederzeit klar…aber mit solchem Krach? Ich wußte, dass es schlimm wird. Aber ich wusste nicht, dass es so schlimm wird.

Die Krise hat die Welt in Mitteleuropa ja noch gar nicht richtig erreicht (in den USA, in Island, in Spanien, Portugal, Irland, den baltischen Staten schauts schon anders aus). Es ist aber kein Naturgesetz, dass es in Mitteleuropa keine Hungerödeme mehr geben könne. Und es ist keines, dass es in Mitteleuropa keine faschistischen Staaten mit Todesschwadronen mehr geben könne. Ich halte inzwischen alles für möglich. Anyway: Wer immer noch glaubt, es lediglich mit einer etwas größeren konjunkturellen Delle zu tun zu haben, wer etwa immer noch glaubt, Barack könne übers Wasser gehen (die heutigen Nachrichten über Guantanamo sind absolut deprimierend), der sollte so langsam die Drogen absetzen.

Wir haben ein großes Problem: Es ist gesellschaftlich zur Zeit keine politische Alternative etabliert. Am 28.03. gibt es immerhin zwei Großdemos, organisiert u.a. von attac. Jetzt laßt die politgeschmäcklerisch-linke (wenns nach mir geht: ästhetizistisch links-bürgerliche oder links-nietzscheanische oder wie immer sich das schreibt!) Kritik am Projekt “attac” mal beiseite: Geht auf diese Demos. Es ist ungeheuer wichtig, den Herrschenden zu signalisieren, dass wir uns nicht länger verkaspern lassen. Und ich schlage vor, die Demos unter dem schlichten und erprobten Slogan “Wir sind das Volk” laufen zu lassen. Wir würden dabei, das ist der Vorteil, nicht mal lügen. Denn in der Tat sind wir das Volk - nicht irgend ein dahergelaufener 200-Millionen-Guttenberg, der von anderer Leute Arbeit lebt.

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21. Februar 2009

bacon, anyone?

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in the foodie scene, bacon seems to be revered as a near-holy ingredient these days. so i thought it would be fun to kick off in the kitchen with friday with these “bacon is like a little hug..” prints from nicodemus green at etsy. $20 each, right here.

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Studenten: Angepasst und/oder resigniert

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Hieran merke ich, dass ich mich so langsam damit abfinden muss, nicht mehr jung zu sein… Im Ernst: ich kenne persönlich natürlich kaum noch Studenten, und die, die ich noch kenne, sind atypisch, also engagiert. Aber die ersten Ansätze zu der Entwicklung, die diese Studie glaubhaft belegt, habe ich noch mit bekommen. Diese Flucht ins Private war - förmlich mit Händen konnte man es greifen - das Ergebnis jener erbarmungslosen Botschaft, wonach Menschen bekanntlich Kostenfaktoren auf zwei Beinen sind und die Rendite immer Recht hat. Keine Botschaft ist wirkungsmächtiger, mit keiner Botschaft kann man massiver Druck ausüben, massiver disziplinieren, als mit dieser: wir werden Dich um Deine Lebens-Chancen bringen, wenn Du Dich nicht anpasst und mittanzt. Vermutlich gehörte ich der letzten Generation an, die sich in ihrem Studium noch Umwege erlauben konnte, die nicht auf den Mainstream verpflichtet werden konnte. Zwar war auch zu meiner Zeit - wie immer, selbst 1968 war es ja nicht anders! - die Mehrheit der Studenten angepasst. Aber damals gab es immerhin noch Freiräume. Von denen kann inzwischen keine Rede mehr sein. Studieren unter Leuten wie Raketen-Moni stelle ich mir jedenfalls problematisch vor.

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My Favorite Children’s Books

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My favorite children’s books would be: A Peaceable Kingdom, The Sailor Dog, and If You’re Afraid of the Dark, Remember the Night Rainbow.
Where is the best place to find out of print children’s books? I’ve had luck with Amazon.com used books and specialty sites like Vintage Children’s [...]

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living with vintage art: tips from jenny hart

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when anne and i reach out to artists about sneak peeks, we’re always pleasantly surprised by each home. one home in particular caught my eye because of its collection of vintage artwork. the home belonged to jenny hart of sublime stitching and was bursting with beautiful collections of vintage paintings. i’ve always been curious about [...]

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in the kitchen with: hable construction

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I learned of Hable Construction through design*sponge, but fell in love when Grace finally ended her search for the perfect sofa (that would fit in the door to their Park Slope walk up) with a Hable Construction pattern. It took me two years and a million trips to New York to remember to go [...]

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What were your favorite children’s books?

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I’ve always been book obsessed and, with a baby on the way, this has turned into an obsession with the books I loved as a child. Recently I’ve spent way too much time tracking down my out-of-print favorites. I asked six of my favorite bloggers for their favorite children’s book recommendation and they did [...]

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habibi side tables by e15

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well hello, tables of my dreams. i want these little metallic tables from e15 so badly i can taste it. how adorable is that tiny copper table? they’re so cute i want name each one of them and have sarah make a special flower arrangement for each one. swoon. [via guy at man make home]
looking [...]

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weekly wrap up + resurrection fern

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i’m under the weather today so i’m going to head out a bit early and get some rest so i can come back monday with a clear head. right now it feels like the top half of my brain is living on a cloud somewhere far away from the rest of me. but i wanted [...]

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20. Februar 2009

Starting Your Own Etsy Business: Part 3

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As a follow up to the two great interviews yesterday, I thought today I’d share some both some “big picture” lessons I’ve learned about starting a business as well as some really practical tools, like the excel file I use to track sales and inventory.
I’ll say from the outset that this is a lot [...]

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before & after: mural bedroom

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anastasia of faiella design has shared two beautiful interior ideas with us before, and today she’s sharing a bold wall mural before & after. inspired by an osborne and little pattern, she decided to create this wall mural for a client’s loft bedroom. talk about a transformation! thanks to anastasia for sharing!
[have a before & [...]

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weeder’s digest

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As we’re about to turn the corner on yet another spring I find myself puttering about re-potting those plants who have struggled through the long winter with me indoors with low humidity, insufficient light and countless hours of Barbara Streisand. As I diligently clean dead foliage, divide and conquer over-achievers and water my ailing aloe [...]

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before & after: barb’s dressers

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i’m always excited to see an email from barb at knack studios in my inbox- because it usually means a beautiful furniture before & after. and today she didn’t disappoint with these beautiful dresser makeovers. i love the “buttercup” jessica gonacha wallpaper (done specially for knack) one the first dresser and the beautiful blue on [...]

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get it together: home makeover tips from jason martin

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two weeks ago jason martin shared a gorgeous set of before & after room makeovers from his portfolio of custom work. in the comment section below the post people started discussing if the “after” results pleased the home owners, as their “before” pictures are often very different from the final product. jason was intrigued and [...]

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lilak collection

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i’m still reeling from last night’s american idol results* (spoiler alert: don’t read the rest if you didn’t see last night’s results show) so i thought i’d distract myself with some beautiful paper clocks from maiko at decoylab design studio. some are embossed (swoon) and some are screenprinted, but each one is a beautiful piece [...]

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before & after: guy’s chair

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this before & after comes from guy merrill of man make home. guy bought two affordable ladder back chairs on ebay and they promptly became everyday seating for the builders who renovated guy’s home. after being covered in cement dust and exposed to the elements, guy decided it was time for an upgrade. a little [...]

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19. Februar 2009

diy project: kate’s vintage wine clips

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this week’s diy borders on the frivolous…but all the more reason to make this little trinkets yourself, as opposed to spending money on ones that don’t have your personal touch! we want to have more dinner parties (who doesn’t) and i thought these would add that perfect hostess detail. i used a mix of single [...]

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HSH-Nordbank

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Man konnte schon locker drauf wetten: Das Desaster ist natürlich noch größer als angekündigt. Und auch hier kann man - lesenswert - mit Peter Schneider sagen: Merkwürdig, ja unheimlich ist, dass das ungeheuerliche Bereicherungs- und Enteignungsspiel bei den Betrogenen bisher kaum eine sichtbare Empörung hervorgerufen hat. Es gab keinen Sturm auf eine Bank, keine anhaltenden Demonstrationen in der Wall Street, keine Besetzung der Börsen. und, ergänze ich, keinerlei erzwungenen Rücktritt eines Politikers. Übrigens: natürlich wird ausgeschüttet. Und auch jetzt wird niemand auf die Strasse gehen.

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diy project: karyn’s twinkle blackboard

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karyn from make something is helping me keep the chalkboard love going today with this awesome diy project she made for her home. not content to just have a beautiful chalkboard in her home, karyn decided to get extra crafty and drill holes through which twinkle lights from urban outfitters could shine. i love the [...]

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diy project: jackie’s custom dominos

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this fun diy project comes from designer cat seto’s new blog, designing moms. one of her contributors, jackie, came up with this fun project to make customized dominos for children- but that are cute enough that a few adults might want to use or display them as well. using paint sample strips and images from [...]

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Ankunft in der Realität?

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Immer deutlicher kommt auch das bürgerliche Lager (ich weiß, was terminologisch gegen diesen Begriff spricht, dennoch…) in der Realität an. Die FAZ, in Gestalt Schirrmachers und Minkmars, weiß seit Monaten, wie deutlich die Zäsur ist, über die wir sprechen, vor kurzem hat Ulrichs in der ZEIT Ansätze von Realitätssinn an den Tag gelegt, inzwischen kann sich selbst die WELT nicht mehr länger belügen. Die FTD hat sowieso seit dem offenen Ausbruch der Finanzkrise vor eineinhalb Jahren häufig Klartext geredet, Münchaus zutreffender Kommentar überrascht daher nicht.

Also endlich ein Aufwachen? Jein. Immer noch will SpON die tristen Tatsachen nur halb wahr haben - das alberne Dauertonband “Die Linke ist so böse, so böse, so böse” immer dabei -, immer noch entblödet sich BILD nicht, uns mit vollkommen irrelevanten human touch stories über Herrn Guttenberg zu versorgen. Virtuelle “Lösungen” werden in einer Krise dieses Ausmaßes aber nicht mehr funktionieren.

Viel wichtiger aber: Schon radikalisiert sich die Krise weiter - und mit ihr die Betroffenen. Völlig zu Recht macht Münchau darauf aufmerksam, dass - wenn man die letzten Monate auf ein Jahr extrapoliert - wir per 2009 9 % Minuswachstum zu erwarten haben (ich selber habe schon vor Monaten 2stelliges Minuswachstum in 2009 für möglich gehalten und bin dafür ausgelacht worden). Völlig zu Recht schreibt er:Mich erinnert die Situation an einen Dialog im Action-Thriller “Speed”. Dort antwortet Keanu Reeves auf die Frage, was einen Personenaufzug beim Absturz aus dem 30. Stock noch aufhalten könnte: “Der Boden.” Die Situation verschärft sich auch sozial, insbesondere in ärmeren Gegenden, und das Finanzdesaster ist komplett: Ich sehe beim besten Willen nicht, wie man den drohenden US-Staatsbankrott (und damit natürlich automatisch den völligen Zusammenbruch des Weltfinanzsystems) noch verhindern kann. Ein zerfallender Staat mit einem derartigen militärischen Potenzial - da blickt man dann wirklich in Abgründe.

Was wäre zu tun? Vermutlich wirklich eine radikale Entschuldung per Währungsschnitt - mit einer gewissen Entschädigung für die, deren Pension/Rente ansonsten übern Deister wäre -, und danach eine deutliche Rehabilitierung des Wohlfahrtsstaatsmodells, also eine Beschneidung von Privilegien. Jetzt eine offene Diskussion, dann ein Ende mit Schrecken statt eines Schreckens ohne Ende, die Zeche wird beim Verursacher deponiert, wie sich das gehört, und dann ein Neuanfang bei Null. Nach allen geschichtlichen Erfahrungen wird aber genau das nicht passieren. Nach allen Erfahrungen braucht es wirklich erst den ganz großen Knall, bevor die Welt aufwacht.

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diy wednesday: felted rocks

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in the past couple years we’ve received little groupings of felted rocks as gifts, and we absolutely love them. since we had recently been playing around with wool roving, we thought it would be fun to see if we could make a few ourselves. after a bit of research and experimenting here’s what we came [...]

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d*s guest blog: starting an etsy shop

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abbey has three great posts up on the d*s guest blog this morning. my favorites are two interviews with blue bell bazaar and white elephant vintage about starting an etsy shop. i always love hearing about how people started their businesses so click here to check them out. abbey’s also got your daily dose up [...]

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pattern love

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i think i’ll always have a weakness for patterns, and people who can combine them so effortlessly. i have to stare at something for hours until i can tell if it goes together well, so i love this home where patterns combine with patterns in every possible way. the photos were taken by wai lin [...]

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blue belle bazaar: chalk + cork boards

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my fondness for framed chalkboards is well documented, but i know that some people would still prefer to buy something rather than take on a diy project. since my project for craft mag was based in a piece i bought from gosia at blue bell bazaar, i thought it would be fun to share some [...]

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Starting An Etsy Business: White Elephant Vintage

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Next up are Hollie Pocsai and Jane LaBatte from White Elephant Vintage,, which started out as an etsy shop and has now become a real bricks and mortar store! Thanks to you both for sharing your story and advice. Be sure to check out their website here.
So…. When and how did [...]

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18. Februar 2009

Bedingungsloses Grundeinkommen - kurze Überlegungen

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Ich bin - besten Dank für das Vertrauen! - gebeten worden, einen Link zum bedingungslosen Grundeinkommen zu verbreiten. Das tue ich - allein aus Gründen der Meinungsfreiheit - hiermit gerne. Gleichzeitig verstehe ich die freundliche Mail als zumindest indirekte Aufforderung, ich solle kurz einmal meine Auffassung zum bedingungslosen Grundeinkommen darstellen. Und auch das tue ich hiermit gern. Obwohl einige jetzt vielleicht enttäuscht sind. Denn ich bin nicht dafür. Jedenfalls nicht undifferenziert.

Zunächst zu den Selbstverständlichkeiten. Wir leben in einer Gesellschaft, die sich als Arbeitsgesellschaft begreift und zugleich Millionen den Zugriff auf menschenwürdige, auskömmlich bezahlte Arbeit verweigert. Mit anderen Worten: Diese Gesellschaft läßt Millionen Erwerbloser in double-binds zappeln. Millionen Erwerbloser werden gedemütigt, indem man sie auffordert, Gessler-Hüte zu grüßen, will sagen: Sie sanktionsbewehrt drängt, sich gar nicht existente Arbeitsplätze zu verschaffen, das 10te so-bewerbe-ich-mich-richtig-Seminar zu besuchen, den 5ten sinnlosen word-für-Anfänger-Kurs zu absolvieren (letztere beide Punkte sind, nebenbei, auch noch Ressourcen-Verplemperung; will da der Rechnungshof nicht mal ran?). Dies führt zu so absurden und erniedrigenden Szenen wie derjenige, dass Erwerblose, um ein Kontingent an sog. Bewerbungen/Eigenbemühungen zu erfüllen, chancenlose Initiativbewerbungen schreiben müssen. Ein Erwerbloser verglich das mal zutreffend mit einer Strafarbeit: 10mal im Monat musst Du “ich darf nicht arbeitslos sein” schreiben.

Dabei ist es nicht so, dass dieser Gesellschaft (ich habe das früher auch mal geglaubt!) die Arbeit ausgegangen sei. Ein Blick auf die maroden baulichen Zustände etwa von Schulen belehrt einen hier schnell. Vielmehr werden, im Rahmen der massiven Umverteilung nach oben, die von der Politiker-Kaste ja gedeckt bzw erwünscht ist, einfach keine Ressourcen zur Verfügung gestellt, um notwendige Arbeiten leisten zu können. Schamlos, wie man ist, erklärt man diese Arbeiten dann gerne flugs für “zusätzlich” und läßt sie sich durch topausgebildete EEJler erbringen. Auch das ist letztlich ein Fall von double-binds: Die Privilegierten haben sich immer schon sanktionsbewehrt Hand- und Spanndienste erbringen lassen, um sich hinterher auch noch aufzuspielen als diejenigen, die die Musike angeblich ja bezahlen würden… Mir persönlich ist der Fall eines ausgebildeten Historikers bekannt, der in einem Museum einen EEJ bekam. Dass der fachlich vorzüglich geeignete Historiker diesen Job im Museum bekam, war richtig - nur, bitte, als angemessen entlohnte VZ-Stelle, nicht als EEJ. Dass dafür dann die Coupon-Schneider auf einige Prozentelchen ihrer Rendite verzichten müssen - je nun. Die gesellschaftliche Mehrheit dafür, sich die in den letzten Jahrzehnten nach oben umverteilten Ressourcen zurückzuholen, ist an sich da. Warum sie politisch derzeit dennoch keine Chance hat, darüber habe ich mich in den letzten Jahren vielfach geäussert. (Weil, vereinfacht gesagt, die Herrschenden das teile-und-herrsche-Spiel bis zu Perfektion entwickelt haben - und weil der sog. Mittelstand immer wieder darauf hereinfällt, nämlich als betrogener Betrüger genau so lange, bis es ihn selbst erwischt.)

Soweit Banalitäten. Wir müssen über den widerlichen Gutsherrenton, mit dem Hartz IV in den letzten Jahren mit Legitimation versorgt wurde, nicht reden. Wir müssen über systematisch illegale Verhaltensweisen der Arbeitsverwaltung (Sanktionen ranzocken) nicht reden. Und wir müssen nicht darüber reden, dass man den derzeitigen Hartz IV Betrag nicht mehr kürzen darf, weil selbst der Regelsatz kaum für ein einigermaßen auskömmliches Leben reicht.

Eine ganz andere Frage aber ist die nach der conditio humana. “Zwangsarbeit”, wenn man so will, leistet die Menschheit, seit sie jagen und sammeln muss, um sich zu reproduzieren. Also seit sie existiert. Platt gesagt: Auch im Sozialismus wird man arbeiten müssen. Es kann beim bedingungslosen Grundeinkommen also nicht darum gehen, Arbeit überhaupt aufzuheben. Wenn es jedoch nicht darum geht - worum dann? Irgend wer wird die Zeche zahlen müssen, wenn das bedingungslose Grundeinkommen garantiert ist. Und da - der Kleinbürger mit seiner miefigen Grundhaltung hat ja rechter, als er selber ahnt - in dieser Gesellschaft in der Tat niemand etwas zu verschenken hat, und die Privilegierten zu aller Letzt, wird die Zeche für das bedingungslose Grundeinkommen, das in den Machtzentren der Welt das Prekariat sedieren soll, ganz woanders eingefordert werden: In sweat-shops, auf Kakao-Plantagen, Gott weiß wo. Wen das bedingungslose Grundeinkommen darauf hinaus läuft, bin ich dagegen.

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katie ridder + playing catch up

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billing, taxes, emails and wedding planning are catching up to me today so i’m going to head out early this morning to catch up on some admin work and coding some interviews that will run later this week. sometimes being a small operation catches up to me all at once and i’ve got to take [...]

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Der Bücherzirkus geht weiter

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Nun ist auch das 3. Bücherzirkus-Bild fertig. Dies hier ist wieder im Format 80×40 cm, wie das erste.

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Red Interiors

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Red is one of my favorite colors and I have red everywhere in my life, from my red mac book cover to my red eyeglasses. I’ve found that a few pops of red in an interior can take a room that feels dark or unfinished and pull it together quickly and [...]

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milan guide

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[image via national geographic]
today’s city guide comes from artist paola serrao. her guide to the fashionable city of milan makes me want to hop on a plane and enjoy the beautiful museums and shopping the city has to offer. planning a trip? paola has included places to stay, as well as restaurants, concept shops, design [...]

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Red Accessories Roundup

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Here are my picks for red accessories for the living room, the kitchen and the office.
For the living room… clockwise from top left: café lamp $53, toilx “A” chair $275, blik Chandelier decal $30, Regal Aquaglo Paint in Confederate Red from Benjamin Moore, Enamel Letter $14, Red Candles $4.95, Red Lacquer Box [...]

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lacey floors and lots of red

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it looks like we’re keeping the valentine’s day love going this morning with lots of red and a big dose of lace. the red comes courtesy of this week’s guest blogger, abbey nova, who has posted an incredible roundup of red interiors and red accessories over at the d*s guest blog. click here to check [...]

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17. Februar 2009

sneak peek: emira

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good morning! today is going to a be a festival of sorts- a festival of sneak peeks! we’ll be sharing four homes today and then tomorrow we’ll be returning to regular content. i’ve had a few of these homes sitting in my drafts folder for a bit so i thought today would be a great [...]

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sneak peek: bjorg juto

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i always love when we get to look into homes around the world and unexpected places. today we’re traveling to the home of the very talented icelandic product designer, björg juto. her family has been in the apartment for two years now, slowly remodeling it to their taste. it’s a wonderful blend of her [...]

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presidents day

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in honor of presidents day, i’m loving these colorful obama bandana’s at marissa corwin’s etsy shop. $8 each right here…

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sneak peek: mike perry + anna wolf

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today’s final sneak peek belongs to the talented duo of mike perry and anna wolf. i first met mike and anna when we started the design by the book series (mike was one of the artists featured in the videos) and managed to sneak a peek into their incredible crown heights, brooklyn studio during filming. [...]

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Daily Dose of Green

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Images of green, leafy retreats just make me happy and we all need some happy on a Monday afternoon in February. Wouldn’t it be nice to have a late lunch (with a glass of wine) on this beautiful porch? Via Please Sir.

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new guest blogger: abbey nova

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today i’m thrilled to welcome a new guest blogger to the d*s guest blog: abbey nova of abbey goes design scouting and abby vintage! the guest blog took a little break at the beginning of the new year so i could focus on wedding planning, but now it’s back with a great new lineup of [...]

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sneak peek: farmer’s market (iceland)

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farmers market is an icelandic design company, founded in 2005 by designer bergthora gudnadottir and musician joel palsson (check out their feature in the regional roundup: iceland). their work utilizes the unique icelandic wool, and other raw natural materials to create a line of multifunctional clothing and accessories, practical for all aspects of life. the line draws from [...]

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16. Februar 2009

Heinrich Mann

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Endlich mal wieder eine wirklich wichtige Nachricht. Ich bin gespannt. Mal schauen, ob man wieder - wie etwa beim Briefwechsel Arendt-Heidegger (der dann auch noch relativ unergiebig war) dutzende von Euronen anlegen muss…

Heinrich Mann war mir immer ein hochinteressantes rotes Tuch. Sein Untertan ist natürlich brillant, seine frühen Novellen passagenweise sogar genial (Pippo Spano etwa - “ein steckengebliebener Komödiant”; brillante frühe Kritik am lebensphilosophischen Geschwafel, am Ersetzen aufrichtigen Lebens durch plump angelesenen Nietzsche). Und dennoch wird man ihm nicht wehtun, wenn man sein literarisches Werk sehr ungleichmäßig findet. Unmotivierte Charaktere finden sich, verzeihung, bei ihm zuhauf. Und wenn man Thomas Manns berüchtige Kritik an der “Jagd nach Liebe” von 1904 ließt, wird man Thomas Mann seine Zustimmung nicht gut verweigern können.

Diese Ungleichmäßigkeit setzt sich in seiner Essayistik fort. Was Mann, gläubig-dümmlich, in den dreißigern und vierzigern über Stalin und die “Sowjet-Union” so alles schwadroniert hat, schmerzt auch heute noch ganzkörperlich beim Lesen. Dem gegenüber steht eine politische Hellsichtigkeit, die sprachlos macht: Die Nazis seien derart hemmungslos lebensfeindlich, so hemmungslos inhuman, dass sie Gas würden benutzen müssen, so Heinrich Mann…1932! Und 1935, im Exil: “Die deutschen Juden werden planmäßig vernichtet, daran ist nicht mehr zu zweifeln.” Man liest es mit Schaudern.

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15. Februar 2009

Che über den Überwachungsstaat

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Che mit - wie immer - lesenswerten und interessanten Erinnerungen. In der Tat ist ein wesentlicher und mit intendierter Aspekt der Überwachung die Zerstörung von Vertrauen. Die Geschichten, die Che erzählt, hören sich nachträglich ja ganz lustig an (”Granatenübergabe”, na klar musste ich auch kichern), waren es aber eben nicht, wie er ganz richtig sieht. Übrigens gibt es nichts “harmloses”, und der Satz, “wer nichts zu verbergen habe, der…” ist eine der dümmsten, die man in diesem Zusammenhang äussern kann. Jede noch so harmlose Erkenntnis über einen Menschen hilft beim Profil-Erstellen und kann vernutzt werden.

Ich selber war ja eher Ästhet und Philosoph, als politisch aktiv. Einige verquere Vorkommnisse gab es: Einmal, Anfang 1989, sind wir im Zug Berlin-Hamburg bis auf die Unterhose gefilzt worden (unter dem schlechthin hanebüchenen Vorwand, es ginge um Drogen), und bei einer Einreise aus Österreich wurden wir rausgewinkt, ich bekam einen BR-Einreisestempel in den Paß… Aber das dürfte eher etwas mit unseren damaligen Ost-West-Geschichten (Kontakt zu einer Antragstellerin, Kurierdienste, wilde und irreale Fluchtpläne) zu tun gehabt haben… Who knows. Vor der Stasi hatten wir begründete Angst, aber dann kamen eben auch noch einige Merkwürdigkeiten von bundesdeutscher Seite hinzu. Große Erkenntnisse zur linken Szene gab es bei uns jedenfalls weiß Gott nicht abzuschöpfen - wir waren brav auf den einschlägigen Demos dabei, aber mehr auch nicht. Gestern politisch, morgen politisch, aber doch nicht jetzt, beim Dichten! (Rühmkorf, leicht abgewandelt)

Ob ich heute abgehört werde? Prominent bin ich nicht, kaum semiprominent in der örtlichen Literatenszene, immerhin habe ich mir mit diesem Blog einen gewissen Ruf erschrieben. Wenn die wirklich so dumm und paranoid sind, wie immer kolportiert wird, werde vermutlich sogar ich abgehört. Staatsfeindlich bin ich in jedem Fall - zumindest solange, wie Typen a la Guttenberg den Staat repräsentieren. Und das wäre nicht schön - das Abgehört-werden, meine ich. Denn natürlich kann man mit Tucholsky (als er darauf aufmerksam gemacht wurde, dass seine Briefe über Nazi-Deutschland gingen und wohl überwacht würden) sagen: “Sollen sie doch. kriegen sie endlich mal was Vernünftiges zu lesen” Aber so witzig ist das eben nicht.

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14. Februar 2009

in the kitchen with: nikko moy

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I love naturally colorful foods and was really happy when Nikko Moy from Ashes & Milk sent over her version of a recipe for Miso Stew which she found on epicurious. The original Miso Stew was adapted from a recipe by Brooklyn-based Chef Alex Jamieson. It’s a great dish to have for winter months [...]

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ebba handmade

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i couldn’t resist posting emily bryan’s working this morning because it’s perfect for kristina’s recipe column up next. emily makes super cute aprons, tea towels, head scarves, and fabric tags by hand at her etsy shop, ebba handmade. just looking at these photos makes me want to head to the kitchen and starting baking something. [...]

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Noch einmal: Unterwerfungsriten.

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Diverse Professoren, darunter Christoph Butterwege, haben eine Unfrage veranstaltet, deren Ergebnis nur vordergründig überrascht: Die Mehrheit möchte ein sozialeres Konjunkturprogramm. Nur beobachten wir dieses Phänomen ja seit Jahren: Obwohl es eine stabile und belastbare Umfragenmehrheit gegen neoliberale Inhalte gibt, wählt die Bevölkerung konsequent pro neoliberal. Und da sich sowohl die Krise als auch die linke Kritik an ihr (ich stimme Butterwege und seinen Kollegen inhaltlich natürlich zu!) im Kreis drehen, muss auch ich es tun.

Deswegen bitte nochmals: Woher diese offenkundige Diskrepanz?

In den letzten Jahren konnten Sie hier mehrere, sich gar nicht ausschließende Erklärungen für dieses Phänomen lesen: Stockholm-Syndrom, Identifikation mit dem Aggressor, Schuldabwehr, Behauptung der Identität, Unterwerfungsriten in der Hoffnung, auf die bis dato von den Feudalherren gewährten Privilegien nicht verzichten zu müssen - man nenne es wie immer, das Phänomen als solches kann nicht streitig sein: Die Bürger wissen sehr wohl, wie massiv sie verkaspert worden sind und weiterhin werden - und gehen dennoch immer noch brav zum Fürsten, in der Hoffnung, diesmal werde es bei Hofe aber das Zuckerbrot geben, nicht die Peitsche. Und jene Neofeudalherren, die ihren Machiavell natürlich gelesen haben (oder ihm intuitiv folgen) wissen das auch ganz genau: Immer wieder wird die Karotte vorgezeigt - und nie ausgegeben -, damit das Publikum kräftig weiterstrampelt. In Heinrich Bölls Worten: “Der kleine Fritz und das allerkleine Fritzchen, die da in der Tretmühle Tempo geben und immer noch an die Chancengleichheit glauben”. Der (Klein)Bürger hat nämlich immer gewusst: “Die da oben” täten ja eh, was sie wollten, “wir” kämen gegen “die da oben” sowieso nicht an, in dieser Welt wolle übrigens sowieso jeder immer nur bescheissen, und deswegen müsse man cleverer zocken als die anderen… Kleinbürgerliches Bewusstsein besteht in nuce aus nichts anderem als aus dieser unbekömmlichen Mixtur von dumpf richtigen Ahnungen über die da oben, purem Cynismus und Resignation. Die an sich sogar richtige Einsicht über die Marktgesellschaft (hier bescheisst jeder jeden) will und will sich nicht in Kritik verwandeln, weil das Publikum an seine Macht nicht glaubt - und ihr der hingepimperte Trostpreis-Spatz in der Hand dann doch lieber ist. Selber bloß nicht in Hartz IV abrutschen, den eigenen Lebensstandard so halbwegs halten, und neben mir die Sintflut - das ist derzeit der klammheimliche Wunsch der Mehrheit. Versteht sich, dass dies ideale Voraussetzungen sind, damit die Herrschenden ihr Teile-und-herrsche-Spiel eröffnen können. Sie tun es, und mit beträchtlichem Erfolg!

Solange wir diese dumpfen Weltsicht nicht unterlaufen können, müssen wir uns über die Chancen von Aufklärung keine großen Gedanken machen. In Brechts Worten: Schönster aller Zweifel aber
Wenn die verzagten Geschwächten den Kopf heben und
An die Stärke iher Unterdrücker
Nicht mehr glauben! (Brecht, Lob des Zeifels)Da hast Dus! Es gilt, diesen Zweifel zu säen. Aufklärung, Konzepte - alles schön und recht; ich meine das wirklich nicht begönnernd. Wir werden damit aber mit sehr unschöner Regelmäßigkeit scheitern, wenn wir dieses dumpfe Kleinbürgerhalbwissen nicht in eine kritische Masse verwandeln. Selbst Minkmar in der FAZ bemäkelt - zu Recht! -, es sei viel zu ruhig. Ja, eben! Und nun?

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paper moon project

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because our wedding is taking place in a continually tanking economy, we’ve had to scale back our budget over and over again. i’ve been so bummed to have to cut out working with some of my favorite artists, but one project i’m hoping i can hold on to is working with britt at the paper [...]

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weekly wrap up + llubav.com

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tonight i’m heading out to see coraline in 3d so i’m gearing up for a night full of “oohs” and “ahhs”. i can’t wait to see all of that incredible handmade work coming to life. before i head out i wanted to share an exciting launch: the lovely llubav choy duerr just launched her new [...]

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perch letter lights

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sometimes i can’t explain why i like things, other than to say that they make me squeal and say things like, “sooo cute!” or, in the words of liz lemon, “i want to go to there.” these new porcelain letter lights from amy at perch design are in that category and i can’t help envisioning [...]

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Drogengelder retten Banken?

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Na, das ist doch mal eine Nachricht. Fast so ne Art Resozialisierung, wie?

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13. Februar 2009

The New York Times

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Design*Sponge (and D*S readers) was included in the article “Domino Magazine’s Fans mourn its Demise” in the New York Times’ February 4th issue.
Click here for the full article.

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Zapp über Guttenberg

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Freunde, pustet das hier ins Web, wo Ihr nur geht und steht! Diese Type, die ein offenbar schöpferisches Verhältnis zur Wahrheit hat (um es freundlich zu sagen), muss sofort wieder weg.

Was ist eigentlich schlimmer: Vor der Wahl, wie so viele, ein bißchen Koalitionsflunkerei betreiben - oder Kompetenzen suggerieren, indem man die berufliche Bio faked?

In jedem Kleinbetrieb wäre eine Falschdarstellung des beruflichen Werdegangs bei der Bewerbung sofortiger Kündigungsgrund!

Aber was soll man von diesem verkommenen neoliberalen Saftladen namens BRD schon halten. Dass so einer jetzt Wirtschaftsminister ist: Das passt schon!

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Zunehmende Aggressionen gegen Erwerblose

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als-ob-leben? und seinem phantastischen Krisenblogging entnehme ich diesen Link. Auch ich halte diese etwas allgemein gehaltene Beobachtung für zutreffend. Hier muss das Schlimmste befürchtet werden.

“Normalerweise” sollte in einer massiven Wirtschaftskrise ja etwas mehr Verständnis für Erwerbslose vorhanden sein. Dass der brauchbar situierte Mittelstand in Boom-Zeiten glaubt (meistens fälschlich), Erwerblose wollten ja gar nicht arbeiten, sondern lieber den lieben Gott ´n guten Mann sein lassen - je nun. Aber in Krisenzeiten? Indessen: Was ist schon “normal”?

Die in der Tat wohl zunehmenden Aggressionen der Noch-Arbeitenden gegen die Erwerblosen stellen nichts weiter dar als die nötige Ergänzung zu jener ebenfalls “eigentlich” unglaublichen Haltung, in der Krise die Brandstifter zur Feuerwehr einzuberufen. Beide Haltungen zusammen genommen ergeben erst jene Identifikation mit dem Aggressor, aus der die Reaktion des Mittelstandes auf die Krise besteht. Der Mittelstand fürchtet um seinen Lebensstandard. Seine Situation entspricht gefühlt (natürlich nicht real) eben jener, in der sich die Stockholm-Geiseln befanden. Deswegen identifiziert er sich mit jenen, deren fast unbeschränkte Macht er speziell im letzten Jahrzehnt, im Jahrzehnt des neoliberalen Dampfhammers, durchaus zutreffend wahrgenommen hat, und wendet seine Aggressionen (neben ein bißchen folgenlosem Geschimpfe auf die wenigen bösen Zocker) gegen jene, die ihm durch ihre schiere Existenz seine Abstiegsängste spiegeln. Hinzu kommt, dass der Mittelstand keinesfalls nur das Opfer des neoliberalen Dampfhammers war, zu dem er sich jetzt umlügt, sondern an ihm partizipierte und teilweise von ihm auch profitierte: Schuldabwehr, also der Versuch, die eigene Identität zu retten, ist der zweite wichtige Faktor. Das ist ein verteufelter, aber psychisch gedeutet vollkommen “rationaler” Vorgang. Der Mittelstand weiß natürlich so gut, wer eigentlich für das Desaster verantwortlich ist, wie die Stockholm-Geiseln rational genau wussten, es mit Schwerverbrechern zu tun zu haben. Er spielt mit, nicht obwohl, sondern weil er diese Zusammenhänge dumpf ahnt.

Stockholm-Syndrom in Verbindung mit Schuldabwehr - teuflischer kann ein Amalgam nicht sein. Wo ansetzen? Sicher: die Verantwortlichkeiten müssen wieder und wieder per Steckbrief kenntlich gemacht werden. Aber ich halte nichts davon, den, der sich da mit 100.000 Euro verzockt hat, jetzt nur als “Opfer” zu beschreiben. Das alles trommel ich seit Jahren. Aber wir tun, mit Chomsky zu sprechen, niemandem einen Gefallen, wenn wir diese Trivialitäten verschweigen.

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weeder’s digest: valentine’s flowers decoded

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Good afternoon everyone! It is I, she who gives a whooty-who-wait-wha(?) about Valentines day on the outside, but secretly on the inside wants my boyfriend to deliver to me one of the following:
1. flowers (even though I am a florist)
2. diamonds and pearls
3. a live beating heart
And maybe you can relate to this… perhaps you’re [...]

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WYNC

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Design by the Book, Design*Sponge’s collaborative video series with the New York Public Library, was featured on WNYC’s Art and Culture section:
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House Beautiful

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Design*Sponge founder Grace Bonney’s living room was featured in a story in February’s House Beautiful magazine.

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La Casa

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Design*Sponge founder Grace Bonney was featured in a 4-page story in La Casa, a leading home design magazine in the Dominican Republic. The article was written by Rabeika Messina.
Click here to view La Casa, pages 1-4

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Anstoß zum Wahljahr

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Und los gehts!

Herr Henkel beweist Bürgersinnigkeit und engagiert sich für die freien Wähler (ich war immer gegen diese obskuren “freien Wähler”, aus denen der ganze Mief der Mitte stinkt, habe auch die Gabriele-Pauli-Besoffenheit nie mitgemacht!), die FDP schwadroniert schonmal barsch von zuviel Sozialpolitik bei der Union…und die Sozen, die natürlich wieder mal den Vogel abschießen müssen, wünschen eine Börsenumsatzsteuer. An Stelle der Linkspartei würde ich den Gesetzesentwurf von vor 2 Jahren einfach eiskalt nochmal zur Abstimmung vorlegen. Übrigens erweist sich Stegener als brillanter Komiker. Die “Verursacher” sollen beteiligt werden. Wie er Peer Steinbrück, der ja unstreitig einer der politisch Hauptverantwortlichen für das Desaster ist, an den Aufräumarbeiten beteiligen will, bleibt sein Geheimnis. Im übrigen will ich gar nicht, dass die inkompetente Dummtröte Steinbrück Aufräumarbeit leistet. Das kann nämlich nichts werden. Der Typ hat zu verschwinden, ganz einfach.

Ich wäre vorsichtig mit Wahlprognosen. Eine deutliche Umfragemehrheit hatte schwarz-gelb auch vor vier Jahren. Die SPD wird eine klare gegen-das-Durchregieren-Kampagne fahren, die ich persönlich für nicht völlig chancenlos halte. Inwieweit die SPD jetzt - wie schon vor vier Jahren (Müntes “Heuschrecken”) - bloß ein bißchen links anblinkt, bliebe abzuwarten. Solange die neoliberals, die die Krise ja erheblich mit zu verantworten haben, in der Partei den Ton angeben, glaube ich den Brüdern kein Wort. Ggfls haben sie das Vertrauen der Wähler auch restlos (und mit Gründen) verspielt. Andererseits wird man auf die SPD vorderhand nicht völlig verzichten können. Abwarten.

Interessant in diesem Zusammenhang die Reaktion Union und FDP, die derzeit vor lauter Kraft ja kaum gehen kann: Selbst dieser völlig unzulängliche und vermutlich sowieso nur dem Wahljahr geschuldete Vorschlag, einige Regularien einzuführen, findet ihre Ablehnung.Union und FDP fürchten eine Schwächung des Finanzmarkts Deutschland, was die derzeitige Krise noch verstärken könnte. Das ist so absurd, dass man glauben muss, es mit Komplettirren zu tun zu haben: Gerade jene Deregulierung, die das sog. “bügerliche Lager” offenbar bewahrt wissen will, hat ja das Desaster herbeigeführt. Jeder muss wissen: Wer in Zeiten der Finanz- und Wirtschaftskrise Union oder FDP wählt, wählt einen Intensivtäter zum Polizeipräsidenten, wählt einen Serienbrandstifter zum Feuerwehrhauptmann.

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12. Februar 2009

diy project: anneli’s rag pillows

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this fun project comes from d*s reader anneli martin of bird and lard. anneli had an old bed linen and a duvet cover that she didn’t want to throw away, so she cut them into one inch strips and crocheted these two giant floor pillows. i think the result is fantastic, and definitely a great [...]

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diy wednesdays: valentine kit

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we’re big fans of holidays and we’re big fans of love, but a holiday about love can be stressful. in years past, we’ve certainly knocked ourselves out with fancy dinners and expensive gifts in an attempt to make sure the 14th would be perfect, romantic, and unforgettable. but after all these years together (today is [...]

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weitere 10 Milliarden…

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Peer und Angela geben wieder einen aus: Die HRE bekommt weitere 10 Milliarden an Garantien. Ich bin selber ganz gerne mal generös, nur pflege ich das mit eigenem Geld zu sein, nicht mit dem anderer Leute…

Ich bin Laie, kann das alles schon seit langem nicht mehr einschätzen - aber so langsam frage ich mich ganz intuitiv, ob man nicht doch ein Ende mit Schrecken bevorzugen sollte, also den Euro radikal an die Wand krachen lassen und sich durch einen Währungsschnitt entschulden. Bei einem solchen Schritt müsste man die gröbsten Ungerechtigkeiten vermeiden (ich denke da an “kleine” Freiberuflicher, die hart gearbeitet und sich ihre Altersversorgung in bar angespart haben), aber er scheint mir unerläßlich und würde vermutlich, zumindest sieht es Max Otte so, ohnedies kommen. Vermutlich ist dieser Laienvorschlag verrückt. Aber die ganze Krise ist es.

Das derzeitige Verfahren, Banken für teuer Geld zu retten und sich ansonsten, mit ein paar Konjunkturprogrämmchen ummäntelt, ohne jede strenge Regulierung der Märkte durch die Krise zu brüningen und hoovern und dem unteren Drittel die Zeche per Schuldenbremse aufdrücken, ist sicherlich der schlechteste Weg. Deficit spending ist meines Laienerachtens nach in der “normalen” Rezession richtig, kann der derzeitigen Situation ohne radikale Entschuldung aber auch nicht gerecht werden - allein schon, weil diese Megatonnen von Schulden - 9,7 Billionen in den USA! - zu neuen Spekulationen einladen. Radikaler Währungsschnitt (der möglichst oben zuschlagen sollte), zeitgleich massive Regulierung des Finanzmarktes, danach eine vernünftige Sozial- und Wirtschaftspolitik…darüber sollte man zumindest einmal nachdenken dürfen. Gerichtsverfahren gegen die Verantwortlichen dann bitte inklusive.

Wie auch immer: Am unerträglichsten an diesem Desaster - dies spüre ich jedenfalls bei allen Gesprächen, die ich mit meinem Umfeld über die Krise führe - ist die Tatsache, dass die Krisenverursacher fein raus sind - Boni inklusive, wie wir jetzt hören. Dieser Punkt ist es, der zu einer derzeit noch ganz diffusen, aber spürbaren (und natürlich berechtigten!) Wut bei den Leuten führt. Ich weiß nur nicht, welche Bahn sich diese diffuse Wut dann brechen wird. Denn eines verweigern Viele leider: Die Selbstbefragung, das ehrliche Eingeständnis, den neoliberalen Irrsinn auf die eine oder andere Art mit zu verantworten zu haben. Wer hat denn eigentlich den Hartz-IV-Fahndern zugejubelt? Wer hat sein Geld auf das Festgeldkonto gepackt, das am meisten Rendite versprach? Wer hat denn 2005 die pro-neoliberal-Parteien mit satter 90%-Mehrheit gewählt? ich habs wiederholt gesagt: weil diese Aufarbeitung unterbleibt, fährt das sog. “bürgerliche Lager” derzeit so fette Umfragewerte ein. Eigentlich ein schlechter Witz: Es war ja das blinde Vertrauen in den Markt, das diese Krise wesentlich mit befördert hat - und die FDP zockt 17 %. Genauso gut könnte man einen Intensivtäter zum Polizeipräsidenten machen. Aber genau von denen erhofft sich der Mittelstand eben die Absicherung seines eigenen Lebensstandards - auf Kosten des unteren Drittels. Das Prekariat hat man ja ohnedies seit Jahren abgeschrieben - das ist übrigens das in meinen Augen Schäbigste am ganzen Desaster -, und an die gnä Herren, den neuen Adel, die neuen Schlösser traut man sich nicht ran, weil man sich von denen Pöstchen und andere Brosamen erhofft.

Das ist und bleibt in meinen Augen der zentrale Aspekt der Krise: Identifikation mit dem Aggressor. Ich kenne nicht einen - CDU-nahes Bürgertum inklusive -, der in den Bänkern derzeit etwas anderes sieht als Gauner. “Eigentlich” müssten die Leute auf der Strasse sein. Aber was ist schon “Eigentlich”. Das Bürgertum, charakterverlumpt, wie es ist, war immer schon bereit, Al Capone mit der Bekämpfung der organisierten Kriminalität zu beauftragen, wenn Capone ihm im Tausch nur ja den Rücken freihält und mit Trostpreisen nicht geizt.

Ich bitte fast um Entschuldigung für meine ständigen Wiederholungen: Es nützt nur nichts. Zusammen mit der unfassbaren Dummheit der Sozialdemokraten, sich selber machtpolitisch matt zu setzen, ist dies die einzige plausible Erklärung für die Zustimmungswerte, die die Rechte derzeit generiert.

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diy idea: valentine’s day crafts

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with valentine’s day right around the corner, it’s time to start thinking about ways to celebrate the special people in your life (if you haven’t already). i’m a fan of handmade gifts, especially when budgets are tight, and these ideas from twig & thistle are just perfect. emily at wide open spaces sent over their [...]

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diy project: purl bee valentine’s day projects

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if i could make a wish right now, it would be to have just a smidge of the talent that the girls at the purl bee have. they posted a great series of valentine’s day projects that i couldn’t resist sharing. because nothing says “i love you” like a handmade gift. [via rachel best]

sewn paper [...]

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diy project: kate’s uncommon valentine

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valentine’s day is right around the corner, and i’ve decided to make something for my boyfriend that is a little unconventional and can last beyond the holiday. i used some vintage jewelry pieces (read: ugly eighties earrings), and some other knick-knacks I have collected over the years. for a personal touch i also included a [...]

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Albrecht Müller über Manipulation - kritische Anmerkungen

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Albrecht Müllers heutige Beobachtung veranlasst mich, noch einmal einige grundlegende Dinge zum Begriff “Manipulation” klarzustellen. Wer hier regelmäßig mitliest, wird kaum Neues erfahren.

Um es noch einmal klar zu sagen: Die massive Manipulation zugunsten neoliberaler Sichtweisen kann nicht sinnvoll bestritten werden. Und diese Manipulation verwendet in der Tat, worauf Müller zutreffend hinweist, insbesondere das ad nauseam Verfahren: Einfach immer und immer und immer wieder, aus möglichst verschiedenen Ecken, das gleiche drauflosbehaupten, irgendwann verwandelt sich der ausgestreute Verdacht in eine “Tatsache”, denn da “muss dann ja was dran sein”. Ferner operieren die neoliberalen Spin-Doctors im Zweifelsfall einfach mit offenen Unwahrheiten. Ich wiederhole mich gerne: Wenn die INSM sogar in die Scripts von Vorabendserien hineinredigiert, wenn bei Maischberger Hartz-IV-Fakes vorgeführt werden, wenn Ypsilanti aufgrund einer läßlichen und dauernd vorkommenden politischen “Sünde” (ein bißchen Kolationsflunkerei a la Merkel 05 oder Goetsch 08) mithilfe einer monatelangen Kampagne kaputt gemacht wird, als ginge gerade das Abendland unter, wenn diverse linke Denker und Künstler, Chomsky z.B., Paech oder auch Rühmkorf, mithilfe glatter Lügen, glatter Falsch-Zitate und Verleumdungen zu “Antisemiten” inszeniert werden (die Vernutzung von Auschwitz: gespenstisch!), dann findet in der Tat Manipulation statt. Und zwar eine Manipulation, deren Umfang, Methoden und vor allem auch menschliche Niedertracht schlicht bestürzend sind.

Von Zufällen kann hier im Ernst nicht mehr die Rede sein. Ich weiß nicht, ob in der Medienszene Eigendynamiken ablaufen, ob dort Spin-Doctors methodisch Kampagnen fahren oder ob eine Mixtur aus Beidem vorliegt - vermutlich letzteres -, aber Zufälle sind das nicht mehr. Ich halte in Teilen sogar Vorgänge a la “Kongress für kulturelle Freiheit” für möglich; auch, wenn das vorderhand spekulativ bleiben muss. Und wer eine kritische Auseinandersetzung mit solchen Manipulationen mit dem pawlowsch abgesonderten Begriff “Verschwörungsparanoia” abweisen will, sollte eher mal die eigene Optik auf verschwörungstheoretische Inhalte und Überflutungsphantasien befragen (”Die Linke will alles unterwandern…” etc).

Wenn ich mit Abrecht Müller dennoch etwas kritisch umgehen will, betrifft das also keineswegs seine Entlarvungen. Hier leisten die nachdenkseiten seit Jahren einen wichtigen Beitrag zur Aufklärung; im Web vermutlich sogar den wichtigsten. Soweit ich weiß, hat nicht einer der Demaskierten geklagt - vermutlich deswegen wird Müller immer wieder zum Verschwörungsirren gelabelt: Er arbeitet einfach zu präzise, und so müssen die enlarvten Spin-Doctors zu ihren erprobten PR-Methoden greifen. Müller ist kein Verschwörungsirrer. Seine Entlarvungen stimmen. Punkt.

Mich stört alleine etwas anderes: Der immer wieder zu spürende Glaube an das im Grunde gute und eben nur, ach, leider!, missleitete Volk. Dieser Glaube an das Volk, an das Gute - ein Glaube, der allen Aufklärern eignet, der Glaube an Rousseaus volonte generale - ehrt ihn. Und das meine ich nicht gönnerhaft. In den Erinnerungen an seinen Bruder Klaus schrieb der skeptisch-konservativ gestimmte Golo Mann, die gläubige Haltung seines linken Bruders sei die “an sich noblere”. Eben. Das meine ich völlig unironisch.

Wir leben in einer Gesellschaft, deren formierendes Moment der Apell an den Egoismus des Einzelnen ist. Mit diesem Apell wird jeder in ihr korrumpiert. Es ist richtig: die Verantwortung eines Steinbrück, einer Merkel, eines Ackermann, eines Henkel muss deutlich werden. Sie haben die Macht. Dennoch dürfen wir strukturelle Momente nicht unterschlagen. Indem diese Gesellschaft per sozialer Vererbung den dynamischen FDP-Junglehrer, die Arbeitsvermittlerin, den Kleingärtner, den ortsansässigen Literaten immer wieder mit verstrickt, schafft sie einen Teufelskreis. Denn um in dieser Gesellschaft überleben zu können, muss man sich - in moralischen Kategorien ausgedrückt - zumindest ein bißchen mitschuldig machen. Persönlich angemerkt: In seinen Anmerkungen zum “Besuch der alten Dame” notierte Dürrenmatt: “Der Autor: Schrieb als Mitschuldiger”, und das gilt natürlich auch für den Verfasser dieser Zeilen.

Nun weiß ich, wie gefährlich es ist, wenn ich mich auf einen Standpunkt zurückziehe, den man etwa so ausdrücken könnte: Wir alle seien Claire Zachanassians und Alfred Ills und anständige Güllener Bürger in einem… Denn, wie Hannah Arendt es so herrlich schrieb: Wo alle schuldig sind, ist es natürlich niemand! Ackermann, Henkel, Steinbrück sind schon um Dimensionen schuldiger am und verantwortlicher für das Desaster, als der dynamische FDP-Junglehrer, der sich zum Neoliberalismus hat beschwatzen lassen. Bei dem können wir noch auf Einsicht hoffen. Und Robert Kurz und andere “Post-Marxisten” sollten sich schon kritisch befragen lassen, warum ihre rein-strukturalistische Sicht der Dinge von Rechts-Luhmannianern wie H.W.-Sinn klammoffen jubelnd geteilt wird. Dennoch ist der strukturalistische Aspekt ein wichtiger Aspekt - nicht der alleinige, da gingen wir dann Fehl in der Analyse. Selbstredend ist es richtig, die persönliche Verantwortung der Zocker ins Spiel zu bringen. Aber wir dürfen das Desaster andererseits eben auch nicht - a la BILD, siehe die heutige Schlagzeile - auf die pöhsen Zocker reduzieren. Es muss erlaubt sein, zu sagen, was alle Welt weiß: Dass alle im Rahmen ihrer Möglichkeiten eben auf ihre Art mitgezockt haben. Vom gut situierten oberen Mittelstand, der 150.000 Euro bei Kaupthing angelegt hat und Vorsorge dafür traf, die Steuer um die Zinserträge zu bescheissen, bis zu Kleingärtner-Kleinbürgern, die sich untereinander die Schwarzarbeit zuschranzten: Die sind alles mögliche, aber mit Sicherheit keine hehren, reinen, unschuldigen Opfer der Zocker.

Wer denkt bei diesen Problemen nicht an Brechts berühmte - zu Recht berühmte - Keuner-Geschichte von den Maßnahmen - Plural! - gegen die Gewalt. Alle Momente dessen, was uns derzeit bewegt, ist - literarisch genial - in diesem kurzen Prosa-Stück zusammen gefasst. Ich zitiere die entscheidende Passage vollständig:
Und Herr Keuner erzählte folgende Geschichte: In die Wohnung des Herrn Egge, der gelernt hatte, nein zu sagen, kam eines Tages in der Zeit der Illegalität ein Agent, der zeigte einen Schein vor, welcher ausgestellt war im namen derer, die die Stadt beherrschten, und auf dem Stand, daß ihm gehören soll jede Wohnung, in die er seinen Fuß setzte, ebenso sollte ihm auch jedes Essen gehören, das er verlange; ebenso sollte ihm auch jeder Mann dienen, den er sähe.
Der Agent setzte sich in einen Stuhl, verlangte Essen, wusch sich, legte sich nieder und fragte mit dem Gesicht zur Wand vor dem Einschlafen: “Wirst du mir dienen?”
Herr Egge deckte ihn mit einer Decke zu, vertrieb die Fliegen, bewachte seinen Schlaf, und wie an diesem Tage gehorchte er ihm sieben Jahre lang. Aber was immer er für ihn tat, eines zu tun hütete er sich wohl: das war, ein Wort zu sagen.
Als nun die sieben Jahre herum waren und der Agent dick geworden war vom vielen Essen, Schlafen und Befehlen, starb der Agent.
Da wickelte ihn Herr Egge in die verdorbene Decke, schleifte ihn aus dem Haus, wusch das Lager, tünchte die Wände, atmete auf und antwortete: “Nein.”

Das ist es. Die Dialektik von persönlicher Verstrickung - er arbeitet ja 7 Jahre für die Gewalt - und Widerständigkeit…brillant zusammengefasst. Zu…je nun…schlechter?…guter?…Letzt ist Brecht hier ironischer Weise Idealist, Schillerianer. Denn ein innerliches “Nein” soll eine Maßnahme gegen die Gewalt darstellen? Das kann gut-materialistischer Weise schlecht sein, oder? Dennoch trifft Brechts Geschichte zu. Dem Protagonisten - es ist interessanterweise hier eben nicht Herr Keuner, sondern Herr Egge (ein landwirtschaftliches Gerät, er sät etwas…) - bleibt keine andere Möglichkeit, Widerstand zu leisten, als allein dadurch, das innere Strammstehen zu vermeiden. Egge dient der Gewalt - aber mehr auch nicht, er entwickelt keine Eigeninitiative, er selber will nicht aufsteigen, passt sich nicht an, ist sich über den Unrechtscharakter dessen, was da vor sich geht, jederzeit im Klaren. Indem er den Befehlen der Gewalt folgt, läßt er die Gewalt an ihren Selbstwidersprüchen zerschellen. Widerstand ist das nicht. Aber eine Haltung! Und das genügt.

Genau damit grenzt sich diese Geschichte von jenem Bürgertum ab, das eben nicht nur zähneknirschend mitmachte 1933-45 (was alle Welt verstanden hätte, wie Hannah Arendt im Gauss-Interview noch einmal klar stellte), sondern eben fatalerweise vor allem innerlich begeistert mitmachte! Das ist der Punkt. Und sowenig man Neoliberalismus und Nationalsozialismus ineins setzen kann - das wäre nichts anderes als Holocaustleugnung! - ….die sozialen und psychischen Mechanismen, mit denen Legitimation hergestellt wird, sind natürlich vergleichbar. Jede Gesellschaft stellt Legitimation her dadurch, dass sie ihre Mitglieder in ihre Fragwürdigkeiten verstrickt. Und jede - gehe es nun um Millionenmord oder um kaugummi-Diebstahl im Vollsuff - lebt davon, dass ihr diese verstrickung gelingt.

Dem Neoliberalismus, also seinen Protagonisten, ist es sehr weitgehend gelungen, die Mitglieder dieser Gesellschaft zu verstricken. Sein postmoderner Sozialdarwinismus war die tief wirkende Metapher dieser Gesellschaft seit eineinhalb Jahrzehnten. Fast alle haben daran geglaubt - und partizipiert. Genau deswegen gelingt es den Neoliberals, die Verantwortung für das Desaster abzuspalten - und sich selber, vielfach als Brandstifer vorbestraft, zur Feurwehr umzulabeln. Babette Was hast Du denen gegeben? ich habs gesehen! - Streichhölzer?
Biedermann: Warum nicht!
Babette: Streichhölzer?
Biedermann: Wenn die wirkliche Brandstifter wären, du meinst, die hätten keine Streichhölzer? …Babettchen, Babettchen!
Die Standuhr schlägt, Stille, das Licht wird rot(…) (Frisch, Max, Biedermann und die Brandstifter, Schluss-Szene vor dem Chor)

Genau so ist es. Wir tuen, das wäre mein freundschaftlich gemeinter Einwand gegen Müller, niemandem einen Gefallen, wenn wir diese Einsichten zugunsten ein paar öder Augenblickserfolge preisgeben. 2005 waren die widerwärtigen Demütigungen, die mit Hartz IV verknüpft waren, offenkundig. Ergebnis? 90 % pro Hartz IV. Inzwischen ist das neoliberale Desaster offenkundig. Ergebnis, in Wahlen (Hessen) wie Umfragen? 70 (wenn wir die hessische SPD mal als anti-neoliberal bezeichnen) bis 88 % pro neoliberal! Längst liegen alle relevanten Infos vor; die nicht mehr gut zu erklärende Geschichte rund um die 5-Jahres-Frist HRE ist bekannt, und sogar die FAZ (die FAZ!!!) fragt vorsichtig nach dem Staatsanwalt. Alle sind empört, sogar - ich weiß, wovon ich hier rede - das auf die Union abonnierte ältere Bildungs- und Besitzbürgertum Adenauerscher Prägung. Dennoch haben die politischen Vertreter der Neoliberalen eine komfortable Mehrheit. Über dieses Phänomen - das mich schlussendlich genau so ratlos macht wie Albrecht Müller - müssen wir reden.

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11. Februar 2009

cat merrick

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these beautiful drip plates are from brooklyn-based artist cat merrick. cat gathered porcelain plates with winter scenes and sandblasted them in drip patterns that allude to melting. i love her playful spin on porcelain dinnerware and am excited to see what comes next from cat. click here to see full-sized images of her work on [...]

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andrew holder + ac (my other half)

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well hello, beautiful artwork i would like to own. d*s reader libby sent over these beautiful pieces from los angeles artist andrew holder. it goes without saying that i wish i had enough money to pick up at least half of his work. oh man, what a day that would be, picking out prints for [...]

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Keine Entschädigung?

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Gut so, richtig so! Hoffentlich halten die Isländer das durch!

Es muss endlich begriffen werden: Der gut betuchte Mittelstand, der 150.000 Euro zum Verzocken übrig gehabt hat (ich habe dieses Geld nicht), ist alles mögliche, nur eines nicht: Opfer!

Wer - SpON hat Recht - “angelockt von hohen Zinsversprechen” zockt, muss wissen, dass er verlieren kann. Die upper-class-Leute, die sich uns da jetzt als Opfer andienen, hätten nicht einen Penny ihres Zock-Gewinns der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt. Jetzt stehen sie da und halten ihr Händchen auf. Nix da!Über diesen Aspekt wird leider überhaupt nicht geredet: Dass Renate Subotnik von der Aldi-Kasse mit ihrer Steuer über SoFin die Zocke-Verluste des Chefingenieurs, des Studiendirektors, des Geschäftsführers mitzahlen soll…

edit 17:16 Uhr: leider eine Falschmeldung…

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megan auman + south korean designers

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i had an early morning today so i could definitely use a hot tea in one of these felt cozy cuffs from megan auman. i’m not a big coffee person (it makes me so jittery) but i can definitely see myself using this for hot chocolate. but for this morning, just a green tea. click [...]

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sydney guide

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[image via the nevil shute foundation]
today’s second city guide is courtesy of d*s reader and sydney local, harriet fesq. harriet created a wonderful guide to eating, shopping and enjoying sydney australia, complete with a guide to great online shops and links to other helpful sydney guides on the web. harriet has also paid special attention [...]

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Dringend: Wichtiger Aufruf der NDS

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Ich bitte alle Leser dieses Blogs, diesen wichtigen Aufruf Dr. Kowalliks und Albrecht Müllers per Mailverteiler weiter zu verbreiten und alle Abgeordnete anzuschreiben, die Sie kennen bzw die Sie vertreten. Lassen Sie sich nicht den ich-mach-es-für-die-zukünftige-Generation-Sand in die Augen streuen.

Im übrigen ist es interessant, wann das Gesetz kommen soll: Im Sommer. Das bedeutet: Nachdem die öffentlichen Haushalte durch die Bankenrettung weitgehend zerschossen sind. Für die Banken werden Schulden ohne Ende in Kauf genommen - bei sinnvollen sozialen Projekten mimt man dann den Edelrecken, der sich billig in die Pose des tapferen lonesome Diskurs-Cowboys verfügt, der gegen eine Welt von Feinden “für die zukünftige Generation” zu “harten, aber leider notwendigen Einschnitten” bereit sei. Selbst Sebastian Dullien, wilder linker Sympathien gewiss unverdächtig, hält dies für töricht.

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glasgow guide

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[image above by alan knox at panoramio]
today’s first city guide (stay tuned for another city at 2!) belongs to glasgow, scotland and was written by d*s reader sarah johnson. i have always wanted to spend more time in scotland (my father’s side of the family is originally from scotland) and this is a great way [...]

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Aufwachen? Immer weiter Aufwachen…

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Man fühlt sich fast an den Herbst erinnert. Die Krise tritt in eine neue Phase; ihre Brisanz kann nicht mehr weggeschwatzt werden, auch nicht durch Mohrsche Verweise auf den Latte Macchiato Konsum am Prenzlauer Berg. Der Medienmainstream wacht auf. Minkmars interessanter Essay spielt im Rahmen des Awakenings zwar eine Sonderrolle, da Minkmar, zusammen mit Frank Schirmacher, schon im Herbst deutliche Worte zur Krise fand.

Ich nehme diesen Aufsatz dennoch mal als Zeichen. Denn die Worte, die Minkmar findet, sind für die FAZ sensationell. Seit Monaten sehen wir Angela Merkel oder Gordon Brown oder nun Barack Obama vor wechselnden Kulissen auf- und abtreten, ein Theater der Ratlosigkeit, in dem immer nur ein Motiv improvisiert wird: dass es bald schon weitergehen werde wie bisher. Bald sind die Banken gerettet, dann können sie wieder mit Quatschpapieren handeln. Bald ist das richtige Politikinstrument – irgendwo muss es doch liegen – gefunden, dann wird, Lieblingsvokabel des Politsprechs, die „Stellschraube“ angezogen, und wir setzen die Fahrt fort wie zuvor, bitte entschuldigen und verkennen Sie die Tatsache unseres anhaltenden Absturzes.

undUnsere Milliarden, die diversen Pakete, Schirme und Spritzen hätten die Krise längst beeindrucken müssen. Aber Pustekuchen. „Fast täglich“, schreibt Nobelpreisträger Paul Krugman über die dilettierenden Politiker, „kramen sie eine neue Fahne hervor, die sie den Mast emporziehen, um zu testen, ob jemand salutiert.“ Nichts passiert.

Politiker haben diese Krise nicht angezettelt (Anm. H.F.: naja, das stimmt so auch nicht) und keinen Plan, sie zu stoppen. Alle anderen schauen zu, geduldig und nett, wie wir postmodernen Menschen heute sind. Es ist viel zu ruhig. (meine Hervorhebung)

undZwei Metaphern kursieren, wenn offiziell von der Krise gesprochen wird: Die vom Tsunami oder des „perfekten Sturms“, der über uns gekommen ist, und, häufiger, die vom Giftmüll, jener „toxischen Papiere“ in den „Kellern“. Der große Vorteil solcher Bilder ist ihr naturwissenschaftlicher Ursprung. Moral, Gewissen und vor allem das Strafrecht haben da nichts zu suchen. Im Mittelalter wurden Tiere vor Gericht gestellt und Krankheiten verboten, also wäre es in unseren Zeiten doch ein Witz, die Verursacher der Krise mit dem Staatsanwalt suchen zu gehen. Bloß: Diese Krise ist nicht natürlichen Ursprungs. Es gab kein Axiom und kein Naturgesetz, welches eine Bank gezwungen hätte, Papiere zu kaufen, die auf dem glücklichen Ausgang einer Wette auf den ewig steigenden Wert von Riesenhäusern basierte, die man tagträumenden Erdbeerpflückern und Putzfrauen angedreht hatte.

Das ist deutlich. Auch Minkmar ruft zuletzt nach einer gründlichen Analyse der Krise, zusamt Staatsanwalt. Nun kann man das alles in der kritischen Blogosphäre seit Monaten, zum Teil (etwa bei den Nachdenkseiten, bei Jahnke) seit Jahren nachlesen. Dass diese Einsichten jetzt aus dem Treibhaus der Blogosphäre und der Außenseiter wie Butterwege ausbrechen, ist ein gutes Zeichen. Hinter diese Einsichten wird - denn die Krise hat die Realität erfasst - der Mainstream nicht mehr zurück können.

Ab sofort gilt es, den Mainstream beim Wort zu nehmen. Nicht locker lassen: Von der, Zufälle gibts!, mit Mühen gewahrten 5-Jahres-Frist HRE über Merz´ Rolle beim IKB-verkauf bis zum neuerlichen HSH-Nordbank-Desaster: Dranbleiben, Aufklärung einfordern, sich von Typen wie Steinbrück oder Merz und ihrer cholerischen Arroganz nicht abwimmeln lassen. Denen muss die Maske des Saubermanns vom Gesicht gerissen werden. Steckbriefe schreiben! Dass auch der Mainstream anfängt, Namen zu nennen, wäre der nächste Schritt!

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10. Februar 2009

canada, eh?: gladstone hotel part 2

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i could go on and on about the ‘come up to my room‘ show at the gladstone hotel, but i’ll try to keep my comments concise and let the images do the talking. one of my favorite rooms at the show belonged to artist and illustrator derrick hodgson. the room was full of tiny characters [...]

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sneak peek: cathy + erik

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today’s second stellar sneak peek comes to us from swedish designer cathy gedda westrell and her fiance erik. their williamsburg, brooklyn home in is a small, restored bakery and the bakery was actually active up until the construction started. both being from sweden (a country that’s dark 7 months of the year) they knew they needed [...]

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design by the book: finale episode and final products

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last thursday night a few hundred of us gathered to celebrate the final episode of design by the book, and to see the finished projects created by julia rothman, rebecca kutys, john pomp, lorena barrezueta and mike perry. to say the night was magical would be the best way i could describe the feeling of [...]

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canada, eh?: gladstone hotel + thout design

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this is my last canada post for the morning and then it’s on to sneak peeks and the final episode (and final products) of design by the book!

[the ceramic abstract birds and laser-cut headboard were from the room of erin mccutcheon, einav mekori, annie tung and andree wejsmann. birds may not be everyone's favorite [...]

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sneak peek: malene charles

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zurich based photographer and FOODIE.CH founder malene charles moved into to this 570 square foot apartment with her husman in 2006. surrounded by green, they have decorated their light-filled home on a shoestring budget. this cozy space can pose a challenge as it is also the creative space where FOODIE.CH is made. but somehow malene [...]

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9. Februar 2009

Kegelclub Germania

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Die daily-Soap rund um den “Kegelclub Germania” (Horst Ehmke damals über die Kohl-Regierung) geht munter weiter. Glos mag nicht mehr - darüber, dass seine Depression bloß persönliche Gründe hat und keineswegs der Rezession geschuldet sei, lachen die Hühner auf jedem bayrischen Bauernhof -, Herr Steinbrück fordert grenzdebil und sinnbefreit die Aktionäre auf, auf ihre Dividende zu verzichten, um mit dem Geld Arbeitsplätze zu sichern (er könne ebenso gut den Weihnachtsmann darum bitten, den allgemeinen Weltfrieden herbeizuführen), der Hamburger Hafen shorted, bis der Arzt kommt, und auch Otto streicht Stellen.

Es geht, um das zu erkennen muss man kein Fachmann sein, derzeit in einer einzigen Spirale abwärts. Ich glaube nicht an “große Männer”, es dürfte relativ egal sein, wer Bundeswirtschaftsminister ist - dieser Tsunami kann nicht mehr aufgehalten werden, nur noch abgemildert in seinen Folgen. Also so what.

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Zeev Avrahami über die Wahlen in Israel

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Hochinteressanter Kommentar von Avrahami zu den Wahlen in Israel. Es ist übrigens nicht nur in Israel, sondern meistens überall so: Nur die verbalen Revanchisten, nur der verbale Stammtisch hat in solch verfahrenen Situationen die Chance, etwas zu bewegen. Allerdings sollte man dazu sagen, dass dies natürlich auch für die palästinensische Gesellschaft gilt: Auch dort werden es allein die Aggro-Heinis sein, die ihre Klientel auf - na klar - “schmerzhafte Kompromisse” einstimmen werden können.

Wenn es denn so ist, wie Avrahami es beschreibt, soll Netanjahu mal schön das Rennen machen…

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Wort des Tages: Heute: Herr Schröder

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Ex-Kanzler Schröder schreibt auf SpON über Afghanistan. Lassen wir sein sicherheitspolitisch haltloses Gelalle mal beiseite - besonders angetan hats mir dieser Satz:Ein weiteres großes Defizit ist der mangelhafte Staatsaufbau in Afghanistan und die unerträgliche Korruption, die bis in die höchsten Ebenen des Staatsapparates reicht.Das kann man nicht erfinden!
Gazprom-Schröder, Biometrie-Schily, ZAF-Clement, Struckie-Bert,Rentenreden-Riester…aber Herr Schröder erzählt uns einen über Korruption. Köstlich!

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8. Februar 2009

Thomas Fricke und Golo Mann über das Ausmaß der Krise

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Was Sie hier im Blog schon seit längerem lesen können - nämlich dass die Krise viel massiver zuschlagen wird als öffentlich suggeriert -, scheint inzwischen auch in den Mainstreammedien angekommen: Thomas Fricke, seit Jahren gut für ein unabhängiges Wort! - findet klare Worte. Tatsächlich:Die Meldungen haben etwas Furcht erregendes. Fast in der gesamten deutschen Industrie lagen die Auftragseingänge zum Jahresende 2008 um mittlerweile 20 bis 30 Prozent unter Vorjahr, die Bestellungen deutscher Investitionsgüter aus der Euro-Zone sogar um sage und schreibe 50 Prozent. Das sind Zahlen, die jede Rezession der vergangenen Jahrzehnte wie eine kleine Verstimmung wirken lassen.Ich bleibe dabei: Wenns 4 % miese werden, können wir alle drei kreuze schlagen.

Vermutlich war und ist einigen der Verantwortlichen das Ausmaß des Desasters halbwegs klar. Und es ist zunächst auch gar nichts dagegen zu sagen, die Krise nicht noch schlimmer zu reden als sie ist. Sich aber jetzt einfach weiter zu schleppen, ohne einmal Klartext zu reden, stur auf Haushaltsanierung fixiert - das ist elend. Golo Mann erzählt in seinen Erinnerungen von Leopold Schwarzschild, der in seinem “Tagebuch” 1929-1932 so laut wie vergeblich gegen Brünings Eisenbarth-Kuren anredete.daß Brüning von seiner Doktor-Eisenbarth-Kur nicht lassen werde, als die Wirtschaftsschrecken des Jahres 31 genau so verliefen wie die des Vorjahres, als jede der Notverordnungen, welche der “Sanierung der Wirtschaft” dienn sollten, nicht einmal ihren engsten Zweck, den der Sanierung der Staatsfinanzen erfüllte, weil jede Steuererhöhung durch eine neue Schrumpfung des Sozialprodukts zunichte gemacht wurde, verwandelte sich Schwarzschilds Sprache. Nun finden wir schrille, durch die Not ringsum nur zu begründete Formulierungen: “höllischer Zirkel steter Steuersteigerungen und Einkommenskürzungen”, “wirtschaftszertrümmernder Wahnwitz” (Mann, Golo, Erinnerungen und Gedanken, Frankfurt 1986, p. 422) Jetzt haben wir wieder eine Schuldenbremse-Debatte. Man hat den Eindruck, es mit Irren zu tun zu haben, mit Hasardeuren. Was für ein Provinzhorizont! Es geht um die Lebenschancen von Millionen, und Frau Merkel faselt über die schwäbische Hausfrau. Zugleich werden die Ressourcen, ohne einen Gegenwert zu erhalten, fröhlich in die Hypo Real Estate gesteckt, jener Bank - wenn es denn eine ist -, von der inzwischen sogar Focus Money (linker Sympathien gewiss unverdächtig) weiß, dass es sich de facto seit Jahren um eine bad bank handelt. Mit zumindest staatlicher Duldung, wie Focus völlig zutreffend schreibt. Auch die Tatsache, dass per HRE Herr ich-nehme-kein-Staatsgeld-Ackermann längst vom Staat quersubventioniert wird, stellt der Focus-Artikel zutreffend dar.

Gut, dass der Medienmainstream so langsam aufwacht. Aufpassen aber sollten wir, dass uns nicht etwa die Beelzebubs als Teufelsaustreiber angedient werden. Die Tendenzen laufen leider genau dahin.

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Terror aus dem Sauerland

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Man konnte es fast schon vermuten: Die terroristische Vereinigung aus dem Sauerland - natürlich auch wieder mit massiven Kontakten zu den einschlägigen “Diensten”.

Ich denke an Peter Urbach und mir ansonsten meinen Teil. Im Herbst sind bekanntlich Wahlen.

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7. Februar 2009

king popcorn

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i’m a little sleepy after a late night at the design by the book finale party- thank you to everyone who came out and said hi- it was so cool to put faces to so many online names.
i wanted to start things this morning with these beautiful hand sewn cards from alison shanik of [...]

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ruth tomlinson

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i don’t normally talk about jewelry on d*s but i couldn’t resist these gorgeous pieces from uk designer ruth tomlinson. elizabeth at twig was lucky enough to meet her at the ny gift fair and sent along her beautiful porcelain flower jewelry. i love how organic everything feels and the way you can really see [...]

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in the kitchen with: matt and kristina

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I can’t decide which season is best to make this cake—summer for the zucchini or autumn for the apples, but I can tell you that it is one of my absolute favorite cakes to make. I came across the recipe in the Observer Food Monthly in 2007 in an article that Nigel Slater wrote [...]

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lisa neimeth valentine’s plates

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valentine’s day is quickly approaching so i’ve been excited to see some of my favorite artists’ spins on the holiday. these beautiful plates from lisa neimeth have such a warm, handmade feel to them, and are a great alternative to chocolates or jewelry. you can view lisa’s full collection right here and contact her at [...]

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weekly wrap up + spring 09 marimekko

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it’s been a long week and tomorrow morning i’m hopping on a plane to join some of my fellow design bloggers at the IDS blogging panel in toronto. so if you’re planning on attending the show please stop by and say hi! i’ve never been to toronto to i’m excited to get to check it [...]

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6. Februar 2009

before OR after: solveig’s chairs

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when these beautiful chairs from solveig petch hit my inbox i couldn’t tell which one was the before, and which one was the after. i liked them both and wondered if anyone else would feel the same way. so, for the sake of before & after clarity, the chair on the right is the “before” [...]

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before & after: sarah’s chair

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i’m always impressed when anyone takes on their own upholstery project- not only is it a little intimidating to me, but i admire anyone who has the patience to take on more difficult chair and sofa shapes. this diy upholstery project comes from d*s reader sarah- and it’s her first attempt at upholstery. she used [...]

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Fake bei Maischberger

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Das Erwerblosenforum deckt einen fake in der Maischberger-Sendung vom 3.2. auf. Übel, dass die Familie ihre Kinder vernutzt, und noch übler, dass wohl diverse Fernsehsender darauf eingehen. Übrigens hat sich Sandra Maischberger in der Sendung an die junge Frau gewandt mit der Bemerkung, sie - die Redaktion “Maischberger” also - habe ihrem Fall nachrecherchiert, das sei doch etwas anders als von ihr, der Frau, geschildert. Da sind uns Sandra Maischberger und auch die AA noch eine Erklärung schuldig. Wie kommen solche Laienschauspieler in die Sendung, wer hat sie angedient? Eine darauf spezialisierte Agentur?

Der zweite Faker, nebenher, war Herr Tichy von der Wirtschaftswoche, der wahrheitswidrig von 30 % Mißbrauch faselte und dem es entgangen sein muss, dass diese Zahlen längst widerlegt sind. Oder lügt er einfach?

Ich bedaure das, weil in dieser Sendung - neben all den üblichen Albernheiten - endlich einmal auch das Thema Schikane/rechtswidriges Handeln der Agentur zur Sprache kam. Nicht zuletzt durch Heiner Geißler, über dessen Rolle ich mir noch nicht recht klar bin. Seine Thesen in der Sendung waren verhandelbar. Müller (edit: der Aufsatz stammt natürlich von Wolfgang Lieb) glaubt an Rattenfängereien durch Geißler, der soziales Gewissen bloß in Szene setze, um für Merkel eine Bresche zu schlagen. Somit wäre er der dritte Faker der Sendung gewesen. ich weiß es nicht.

Der unverschämteste Fake in der Sendung war indessen Herr Alt von der Bundesagentur. Dass dieser Mann nicht weiß, wie massiv der Druck ist, der ausgeübt wird - auf Erwerbslose, sicher auch auf Mitarbeiter, weil sie sparen sollen - dass er nicht weiß, wie massiv und systematisch dort schikaniert wird, mit zum teil rechtswidrigen Mitteln (Schikaneverbot nach BGB 226), kann und darf ihm nicht abgenommen werden. Der weiß genau, was passiert ist, als McKinsey nach Nürnberg kam…und welche Folgen das hatte.

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before & after: jason martin design + CONTEST

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this before & after is a special series of before & afters courtesy of designer jason martin. jason was the owner of silho furniture in los angeles and is now focusing on interior design and custom furniture for private clients. he sent me a link to the before & after page of his site (i [...]

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musical interlude + design by the book party

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tonight is the finale party for the design by the book video series with the nypl and i just wanted to post a quick addendum because we’ve had to change rooms in the party to make room for the 350+ rsvps (we’ve hit our guest limit so unfortunately the rsvp list is now closed). we’ve [...]

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Gabor rettet die Welt

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Gestern noch bitte ich meine lieben postmodernen Freunde, ihr Fallissement endlich einzuräumen - heute kommt postwendend die Antwort: Gabor rettet die Welt. Und wie rettet er sie? Als deutscher Intellektueller ist ihm da nicht bange: Am deutschen Wesen wird die Welt genesen.

Es ist schon irre, wie ahistorisch dieser Rechtsintellektuelle, der doch bei Nietzsche zumindest historischen Sinn gelernt haben sollte, hier vorgeht: Die völlig unvergleichliche Situation von 1948 wird einmal mehr zum Mythos von “Schweiß” und Ehrlichkeit überhöht. Das könnte so in jeder Kohl-Rede über Trümmerfrauen, in jedem Post-von-Wagner-Artikel auch stehen. Fatal, dass Steingart hier Metaphern rehabilitiert - der ehrliche Deutsche in einer Welt von Falschspielern und Zockern -, die sich von selbst verbieten sollten. Aber so reagiert das Bürgertum seit Monaten auf die Krise: Fremde Zocker nämlich haben die ehrliche deutsche Haut übers Ohr gehauen. Man muss befürchten, dass die bürgerlichen Opinion-Leader mit dieser schamlosen Suggestion, die mit den Realitäten etwa des “Finanzplatzes Frankfurt” natürlich nicht das Geringste zu tun hat, auch noch durchkommen. Denn allzu vielen Adabeis schmeckt diese Variante nur zu gut. Dass sie selber kräftig mitgezockt haben, vergisst sich so leicht. ich finde diese Opferinszenierung schäbig.

Dabei wollen wir nicht verschweigen, dass einige von Steingarts Warnungen ja sogar richtig sind. Nur lernt er nichts aus ihnen. Es ist korrekt - soviel ist sogar mir klar! -, dass ein unstrukturiertes deficit spending die Krise nur iteriert, zumal, wenn es nicht von Regulierungsmaßnahmen begleitet ist. Aber ist das ein Argument für den “Schweiß”, den Steingart uns hier andient? Der Markt muss es bereinigen, wir müssen da jetzt durch - das war immer schon das Argument der happy few, die genau wissen, dass sie nicht mit gemeint sind, wenn sie fordern, dass “wir alle” den Gürtel enger schnallen sollen.

Ich habe mich hier schon mehrfach über den Rechts-Nietzscheanismus der Herren Bohrer, Poschardt, Steingart und Matussek geäussert und habe nichts zurück zu nehmen: Das trunkene Bildungsbürgertum will sich durch die Krise brüningen, in der Hoffnung, es träfe sie nicht selbst. Dazu muss das untere Drittel innerlich auf Vordermann gebracht werden. Das Instrument dafür gibt es schon: den sog. aktivierenden Sozialstaat. An ihn delegieren die Gutsherren dann die unschöne Praxis, über die sie beschwingt schwatzen.

Steingarts Aufsatz dürfte kaum zufällig zustande gekommen sein. Er ist ein weiteres deutliches Signal, wie sich das privilegierte Bürgertum die Abwicklung der Krise vorstellt. Wir können uns alle warm anziehen.

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weeder’s digest: simple hydrangea arrangement

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Today I would like to talk about making a little flower arrangement for your home. You know, something simple. Because you cleaned the apartment…or, you meant to. Because you went to the dentist. Sometimes I just want to make my friends jealous, as in, “Wha? Oh, the flowers. No, I just picked those up the [...]

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5. Februar 2009

Die Krise - meine Bilanz

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Die Krise ist da, inzwischen kann ihre Vehemenz nicht mehr bestritten werden und wird es auch nicht(es war übrigens richtig, über ihr Ausmaß zunächst noch etwas zu flunkern - da mach ich niemandem einen Vorwurf!), die Tatsachen, etwa die rund um die HRE, liegen vor, jeder kann wissen. Dennoch haben die Parteien, die das neoliberale Zeitalter geprägt haben und deren politische Verantwortung für das Desaster nicht sinnvoll zur Debatte stehen kann, in allen Umfragen stabile 85 %. Warum? Ich möchte dazu einige Thesen, die ich hier in den letzten Wochen und Monaten manchmal ansatzweise entwickelt und manchmal wütend herausgeschleudert habe, kurz zusammen fassen. Wiederholungen sind dabei unvermeidlich. Es handelt sich ein Stück weit um so ewas wie meine persönliche Krisenbilanz.

(1) Meine Generation (präziser: Ihre bildungsprivilegiert aufgewachsenen Opinion-leader!), also sehr grob die 35-50jährigen, unterstützt von linken Renegaten wie Aly oder Mohr, hat das neoliberale Zeitalter innerlich als “ihr Ding” angesehen. Es den 68er-Breitcordhosen-Spießern mit ihrem Sozialgelaber mal so richtig besorgen, das eigene Leben, geistig mit ästhetischen Versatzstücken notdürftig aufgepeppt, als “Abenteuer” beschreiben - das waren “die” selbsternannten “89er” in nuce. Die postmoderne Welt, die sich bei Friedrich Nietzsche sowohl die Erlaubnis zum freien Floaten der Zeichen als auch die Beschwörung von Härte und Notwendigkeit geborgt hat, war das Lebensprojekt meiner Generation. Genau deswegen fällt es ihr so schwer, die längst fällige geistige Insolvenz anzumelden. Wie ein Spielsüchtiger in der Spielbank merken sie nicht oder wollen es nicht merken, dass sie längst Haus und Hof verspielt haben, und erhöhen mit geborgtem Geld den Einsatz, um das fällige geistige Fallisement aufzuschieben.
Genau deswegen sind sie sich inzwischen für keine Lüge zu schade: Wenn Lafontaine oder Maurer ein paar banale und unstreitige Tatsachen zur Finanzkrise zum Besten geben, krächzt es pawlowsch “Demagoge, Demagoge”, Norman Paech bestreitet angeblich Israels Existenzrecht (jeder Lesekundige kann problemlos ergooglen, dass das genaue Gegenteil wahr ist), und Ypsilantis harmlose und weit verbeitete Koalitionsflunkerei vor der Wahl (vergl. Merkel 2005 oder Goetsch 2008) gerät ihnen in einer gespenstischen Kampagne zum drohenden Untergang des Abendlandes. Wer solche aberwitzigen Lügen nötig hat, muss wirklich am Ende sein. Ich möchte speziell meine Generation an dieser Stelle bitten, es jetzt gut sein zu lassen: Ein Ende mit Schrecken ist auch in postmodernen Zeiten immer noch besser als ein Schrecken ohne Ende. Euer Projekt ist tot. Ihr werdet es nicht mehr reanimieren. Im Grunde wisst Ihr das auch. Die Aggressivität, mit der Ihr gerade in den letzten Monaten im präzisen Sinn des Wortes um Eure Identität oder Nicht-identität geschrieben habt, spricht Bände.
Ich weigere mich übrigens, meiner Generation dabei so etwas wie “Tragik” zuzuerkennen - etwa, weil man sich, zum Teil wohl wirklich wider besseres Wissen bzw mit schlechtem Gewissen, zur restlosen Unterwerfung unter den Markt überredet habe und jetzt mit leeren Händen dastehe. Das soll tragisch sein? Tragik? Welche Tragik? Der Begriff des Tragischen ist ohne den der Notwendigkeit ja nicht denkbar. Aber niemand zwang diese Generation, die neoliberalen Gessler-Hüte zu grüßen. Inzwischen ist meine Generation nicht mehr, was sie so gerne noch eine Zeit lang bliebe: Sie ist nicht mehr jung. Sie steht jetzt da, entblößt, das Haar grau oder abwesend, Wohlstandsrotweinbäuchlein, mittelalt und innerlich pleite, und ist alles mögliche, vor allem lächerlich…aber mit Sicherheit nicht tragisch.

(2) Noch entscheidender: Die Deregulierung der Finanzmärkte ist in Deutschland (und übrigens interessanterweise in so gut wie allen entwickelten westlichen Ländern!) von beiden poitischen Lagern, hier also von einer ganz großen schwarz-gelb-rot-grünen Koalition voran getrieben worden. Es besteht somit schlicht kein Interesse daran, die Hintergründe grundlegend aufzudecken, da dann alles auf den Tisch käme, also auch die eigene Verstrickung. Und es gibt derzeit auch keine maßgebliche politische Kraft, die unverbraucht und anerkannt genug ist, um zu “übernehmen”. Die Kampagne in Hessen hatte m.E. - neben den offenkundigen Gründen: Fraport, Energie! - nicht zuletzt auch den tieferen Zweck, die Formierung eines solchen alternativen politischen Lagers zu unterbinden. Das Fehlen einer chancenreichen demokratischen Alternative könnte sich noch als fatal herausstellen. (Nebenbemerkung: Dies widerspricht nur scheinbar meiner These aus den letzten Tagen, dass das bürgerliche Lager die Verantwortung für das Desaster allein bei den Sozialdemokraten deponieren will. Gar keine Frage: Genau dies ist Sinn und Zweck der - übrigens ja durchaus wohlbegründeten! - Kampagne gegen Steinbrück. Genau das ist die derzeitige bürgerliche Strategie: Den schwarzen Peter der SPD zuspielen, und selber Kasse machen. Nur darf man das natürlich nicht direkt sagen. Gemessen an dem, was in den letzten Tagen und Wochen an Verblüffendem über das Bundesfinanzministerium ans Licht kam, hätte Merkel Steinbrück sofort entlassen müssen. Tut sie natürlich nicht, weil dann der ganz große Knall käme und völlig zu Recht die Frage nach ihrer eigenen Verantwortung im Raum stünde. Schließlich war nicht nur Steinbrück, sondern auch Merkel eine der treibenden Kräfte, zB beim HRE-Deal oder beim Rettungspaket, und auch die FDP hat dem Rettungsplan zugestimmt. Deswegen hält man das Thema lieber lauwarm am Köcheln. Dafür, Signalements ans eigene Klientel zu senden, langt das auch völlig aus. Das bürgerliche Lager wird, wie immer, die Sozialdemokraten erst dann entsorgen, wenn sie sich ihrer Sache sicher sind und die Sozis nicht längr gebraucht werden. Dann aber werden die Bürgerlichen hart und herzlich zulangen. Am Ende, nach den Wahlen, sobald die Krise Millionen erfasst hat, wird selbstverständlich ein wüstes Schuldzuweisungs-Treiben stehen. Wird kein schöner Anblick sein…)

(3) Am Wichtigsten: So massiv der Neoliberalismus auch materiell am Ende ist - ich meine jetzt: Gemessen an seinem Anspruch, Wohlstand für alle zu verbürgen - …so ungebrochen ist natürlich seine Machtbasis. Seine Protagonisten werden die Krise nutzen wollen, um ihre Macht noch zu festigen. Krisen werden von den Herrschenden immer zum machtpolitischen swing-by genutzt. Solange diese Machtbasis existiert, wird sich die Meinungselite, die sich ihr ja über Jahre hinweg mit Haut und Haar verschrieben hat, kein bißchen bewegen, allein schon aus wohlverstandenem Eigeninteresse. Auch deswegen lesen wir in den etablierten Medien so gut wie nichts Substanzielles über die Krise, nichts resp. wenig über die Fragwürdigkeiten rund um die HRE, so gut wie nichts über das fast noch fragwürdigere Manöver rund um die Commerzbank/Allianz, und vor allem nichts über die restlos windigen Manöver, mit denen man es Herrn Ackermann, der de facto längst am Tropf der Steuerzahler hängt, erlaubt, sein sog. Gesicht zu wahren. Die Beziehung zwischen Herrschenden und ihrem bürgerlichen Offizierskorps, also der erweiterten Funktionselite dieser Gesellschaft, hat gerade in der Krise etwas symbiotisches. Diese Zwangsbeziehung muss die kritische Gegenöffentlichkeit aufbrechen. Das wird wohl erst funktionieren, wenn das schwer Leck geschlagene Schiff wirklich sinkt. Und dann könnte es zu spät sein.

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diy project: kate’s vintage brooch knobs

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jhill design: go steelers

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i’m not a big football fan, but i am a fan of jennifer hill’s work. she decided to put her recently released pittsburgh print on sale in honor of the steelers’ super bowl win. part of her ‘places i’ve never been’ series, jennifer’s pittsburgh print is available in three sizes ranging from $20-$52 right here. [...]

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diy idea: vintage pant hangers

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we’ve got some great diy projects coming up today, but i wanted to kick things off with this great diy idea from art director jeff perky. jeff had decided to use vintage pant hangers to use as impromptu frames. i remember o at home magazine doing this last summer but it’s cool to see it [...]

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diy wendesdays: personalized pendleton

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Wertheimer über den Papst

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Wunderbar! Nur ein Einwand bitte: Als ob die Gedenklust nicht schon längst zu einem leeren Ritual erstarrt wäre. Als ob wir nicht alle Auschwitz mental so allmählich verrotten, verfallen lassen und in uns halb abgewrackt, halb abgehakt hätten.Das stimmt so nicht ganz. Denn - siehe die Arendt-Passage, die ich zum 27.1. zitierte - unverbindliches Gedenken war nie etwas anderes als leeres Ritual.

Aber was soll man machen mit einer Gesellschaft, die sich konsequent weigert, substanziell über die Herren Necker